von Daniel Große am 12.04.2010, 21:20 Uhr in 2010, AMICOM, Tuning
Okay, die Überschrift passt nicht ganz zum Bild. Obwohl – so wie der Ford Mustang auf der AMICOM derzeit aussieht, wäre auch nicht viel da zum vibrieren. Worauf ich hinaus will: Der Umbau des Mustangs schreitet mit großen Schritten voran. Wie ihr sicher noch wisst, wollen Stefan Eismann und seine Mannen von Soundcars Leipzig das amerikanische Traumauto in ein waschechtes Boomcar verwandeln.
Beeindruckt waren wir heute von den Türen. “Klopf mal dran”, meinte Stefan und machte es gleich selbst vor. “Tock, tock, tock”, geräuschte die Tür zurück. Kein Hohlraum war zu hören – eher das Geräusch, wie wenn man auf einen Holzschreibtisch klopft. Möglich macht das die Dämmung, die von nun an dafür sorgen wird, dass selbst bei tiefsten Bässen keine Vibrationsgeräusche zu vernehmen sind.
Außerdem quasi fertig sind die Kabel im Innenraum. “Die liegen alle komplett, auch wenn noch keine Endgeräte montiert sind”, so Stefan. Wichtiger nächster Arbeitsschritt wird der Bau der neuen Aufnahmen für die Hochtöner werden. “Die fertigen wir aus Polyesterharz, das muss einige Zeit aushärten”, erklärte er. Am Mittwoch, zum Ende der AMICOM, soll der Mustang fertig sein. “Dann wollen wir zeigen, dass er nicht nur schön sondern auch laut klingen kann.” Na, wir sind gespannt!
In ein Auto lassen sich jede Menge technische Spielereien einbauen. Sound- und Multimediagadgets beispielsweise. So wie das iPad, Apples neueste Wunderwaffe, das Kritiker gerade vor Freude im Kreis springen und die Presse ihre Unabhängigkeit vergessen lässt. Was es dazu braucht? Ein paar verrückte Kerle, einen Dremel und Geschick. Aber schaut selbst:
Okay, die Frage ist nun bloß: Wozu?
Ein wenig näher an der Realtiät und praxistauglicher ist der Umbau des Ford Mustangs, der während der AMICOM live durchgeführt wird. Stefan Eismann von Soundcars und seine Kollegen werden knapp 5000 Euro in den Mustang bauen:
- ein Kenwood Moniciever zur Ansteuerung von Navigation und Wiedergabe jeder Quelle wie iPod, CDs und DVDs jeglichen Formates
- ein DLS 5-Kanal-Verstärker
- ein 3-Wege-System in den Türen von Hybrid Audio
- ein Subwoofer von Brax
- Dämmung im Kofferraum und den Türen von Silent Coat
- Kabel von AIV, Einbauzubehör von CHP.
Zu erleben ist der Umbau des Ford Mustang auf der AMICOM in Halle 5.
Der VW Touran ist von jeher ein funktionaler wie auch schicker Firmen- oder Familienwagen. Dieser hier entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber als viel mehr: Als mobiles High-Tech-Zentrum für Kommunikation, Navigation und Unterhaltung. Die mobile Elektronik, die sich in diesem Touran versteckt, ist nicht alltäglich.
Zu sehen ist das multimediale Wunder auf der CarMediaWorld Sonderschau in Halle 2, Stand H41. Wer auf dem Fahrersitz des Tourans Platz nimmt, sieht erstmal nur einen Monitor und ein paar Lautsprecherabdeckungen. Wer alle Geräte in Aktion erlebt, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Radio, CD, DVD und iPod dürfen in diesem Fahrzeug dank des talentierten Steuergerätes von Pioneer gleichberechtigt agieren – der iPod gar in geschickter Handschuhfach-Tarnung. Komfortables Navigieren und das Telefonieren per Bluetooth-Freisprecheinrichtung ermöglicht die Pioneer Infotainmentzentrale ebenso wie das Anschauen von Fernsehprogrammen mit Unterstützung eines Axion DVB-T Tuners.
Hebt man nach dem Öffnen des Kofferraums den Teppich des Laderaums, so trifft man auf die Geräte, die dem Auto entscheidend zu seinem guten Sound verhelfen: Neben einem klangstarken Verstärker-Trio agiert von hier aus auch noch ein digitaler Sechskanal-Equalizer mit Frequenzweiche und Memory-Funktion. Für den Audiofreund – der bekanntlich gerne an Knöpfen dreht – haben die Einbauspezialisten eine Fernbedienung für das kleine Wunderkästchen ins Handschuhfach gelegt. Für gut dosierten, satten Bass sorgt überaus platzsparend ein Pioneer Flachmenbran-Subwoofer im Kofferraumboden.
Die audiophile Perfektion – die man hier voraussetzt – offenbart die Hörprobe: Das Soundkonzept überzeugt, egal, welche Musik gespielt wird. Hohe Klassiktöne klingen ebenso perfekt wie Rock und Techno. Der Touran bestätigt auch, dass ein Auto genau so viel Kino kann, wie sein Soundsystem leistet.
Wie man so viel Technik sinnvoll und sicher in ein Auto einbaut, zeigen die Spezialisten vor Ort – auf dem CarMediaWorld-Stand der AMITEC.
Er ist grün. Giftgrün. Und stark. 570 PS bringt der Dodge Challenger auf die Straße, wenn man ihn lässt. Das Auto von GeigerCars zieht bereits in der jetzigen Form neidische und interessierte Blicke auf sich. Auf der AMITEC bekommt der amerikanische Traum von Freiheit und Abenteuer den letzten Schliff: Entertainment auf höchstem Niveau wird in das Schmuckstück verbaut.
Am Stand von EMMA, der European Mobile Media Association in Halle 2, Stand H41, wird der Dodge ab Freitag, 28.März, umgebaut und veredelt. “Die Besucher werden alle Umbauten nachvollziehen und unsere Techniker dazu befragen können”, sagt Peter Fuhrmann, Geschäftsführer der Xplus 1 GmbH, die den Umbau vornehmen wird.
Bereits am Mittwoch vor der Messe wird der Dodge zu einem Einbaupartner in Leipzig geliefert, wo Spezialteile angefertigt und angepasst werden. Auf der AMITEC wird der Challenger dann von Freitag bis Montag aufgemotzt. So bekommt der Kraftprotz ein DoppelDin Navigationsgerät verpasst. Für guten Empfang sorgt ein DVB-T Tuner. Klangpower sollen das 16cm 2-Wege-Komponentensystem und der 30cm Subwoofer mit 4-Kanal- und MonoEndstufe erzeugen. “Die Endstufen werden dabei im Kofferraum unter eine Plexiglasabdeckung in, zum Fahrzeug passendem, grünem und schwarzem Leder zu sehen sein. Der Subwoofer wird im linken Seitenteil in einer ebenfalls passenden Blende sitzen”, erklärt Fuhrmann. Das Navigationsgerät wird anstatt des originalen Systems verbaut und auch die Lenkradfernbedienung adaptiert. Die Hochtöner des Frontsystems sollen in der A-Säule angewinkelt platziert und die A-Säule danach neu bezogen werden. Und natürlich wird das gesamte Fahrzeug gedämmt und hochwertig verkabelt.
Ein Umbau, der nicht alltäglich ist und der mit Sicherheit großes Interesse hervorrufen wird. Nach der AMITEC wird der Dodge Challenger zurückgehen an GeigerCars in München – es sei denn, jemand interessiert sich direkt in Leipzig dafür und bringt die geschätzten 100.000 Euro gleich mit.
von Thomas Gigold am 18.03.2009, 10:02 Uhr in 2009
Aus dem Weg! Gehen Sie weiter! Hier gibt es Nichts zu sehen!
Oder doch?
Während man normalerweise angehalten ist, an Streifenwagen der Polizei vorbei zu fahren – zumindest wenn sie mit dem Blaulicht oder dem “Halt”-Signal nicht unmittelbar einen selbst meinen – ist dieses Exemplar doch ein Hingucker, der zwangsläufig für langsames daran vorbeigleiten sorgt.
“Aus dem Weg, Hier komm ich!”, scheint der getunte VW Scirocco in Polizei-Uniform zu schreien. Und wem auch immer er im Rückspiegel erscheint: Man sollte von der linken Spur verschwinden. Und vom Gas gehen – denn gilt das Blaulicht einem selbst stehen die Chancen zu entkommen ungefähr 239 zu 1.
Aber im Ernst: Sehen wird man den hochgezüchteten VW auf der Straße nie. Denn bei ihm handelt es sich (leider) nur um ein Show-Car der Initiative “Tune it! Safe!“.
Die Initiative des Bundesverkehrsministeriums und des VDAT e.V. will junge Fahrer über sicheres und seriöses Tuning aufklären. Noch immer nämlich treiben sich auf der einen Seite viele unseriöse Anbieter auf dem Tuning-Markt herum, und auf der anderen Seite glaubt der ein oder andere mit bei eBay erstandenen “Passformen” sein Auto prima aufmöbeln zu können. Dabei gibt es jede Menge Spoilerteile, Fahrwerke, Schalldämpfer oder Zusatzscheinwerfer die mit gefälschten Zertifikaten im Umlauf und weder schick noch sicher sind.
“Tune it! Safe!” will über diese Angebot auf gleicher Augenhöhe mit begeisterten Fans von Tuning sprechen und über Sicherheit, guter Qualität und Legalität aufklären.
Seit einigen Jahren sorgt man für diese Informationsvermittlung mit Showcars im Polizei-Look für Aufmerksamkeit. So war die Initiative bereits auf den letzten AMIs präsent und stets ein Anziehungspunkt. 2007 präsentierte man einen zum Beispiel den Mercedes CLS, 2008 einen smart von Brabus.
In diesem Jahr nun als einen Scirocco.
Das Basis-Fahrzeug ist ein normales Serien-Modell, welches VW zur Verfügung stellte. Ausgestattet ist das Coupé mit einem Motoren-Tuning von Abt Sportsline und Tuning-Teilen der VDAT-Mitglieder 3M / trim-Line (Polizei-Dekor), Hella (Licht), Antera (Felgen), Hankook (Hochleistungs-Breitreifen “Ventus S1 evo”), Eibach (Fahrwerk), Remus (Schalldämpfer), Recaro (Sitze), Raid (Interieur) und Foliatec (Autoglas-Folie).
Insgesamt bringt es der 210 PS starke Benziner auf 239 km/h – allerdings: Während seine Karriere wird der Scirocco wie bereits erwähnt wohl kaum dazu kommen diese Geschwindigkeit zu fahren, nutzt “Tune it! Safe!” das Auto doch nur als Showcar auf Messen, Ausstellungen und Events … Eigentlich schade.
TaatüüüüTaaaataaaaa … ;-) Zu finden ist “Tune it! Safe!” in Halle 3, Stand B 27
Man könnte natürlich auch mal versuchen, die Blitzer mit einem flachen Auto auszutricksen. Mit dem Flatout beispielsweise. Der war mal ein Fiat 126, der nun auf eine Höhe von gerade mal 53 Zentimetern geschrumpft wurde. Darin fährt es sich ein wenig wie in einem Autoscooter. Und immerhin 125 km/h schnell. Nur regnen darf es nicht.
Update: Erfinder Andy Saunders hat noch andere Wagen in der Garage.
Die Kollegen von Auto Motor und Sport TV haben sich das kniehohe Gefährt mal angesehen.
Fiat findet ihr in Halle 5. Den Flatout leider nicht.
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