Und was willst Du?

von Thomas Gigold am 18.03.2010, 12:27 Uhr in 2010

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Ein Audi muss es sein – zumindest bei jungen Fahrern. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie des „Center of Automotive“ der Fachhochschule für die Wirtschaft in Bergisch Gladbach.
Demnach würden sich immerhin rund 20 Prozent der jungen Autofahrer zwischen 18 und 25 Jahren heute vor allem einen Wagen der Marke aus Ingolstadt wünschen. Der Zweitplatzierte ist die Audi-Mutter Volkswagen. Autos aus diesem Haus sind mit 15 Prozent ebenfalls recht beliebt. Erst auf Platz 3 kommt dann Freude am Fahren auf – zumindest laut Münchener Definition, denn einen BMW wollen „nur“ 12 Prozent der jungen Fahrer bewegen. Auf den folgenden Plätzen hinter den Top3 folgt Opel – allerdings mit gerade einmal vier Prozent -, und Mercedes, die ebenfalls auf vier Prozent kommen. Erst danach folgen Ford, Toyota und Peugeot.

Für die Studie ,,Jugend und Automobil” befragten die Forscher insgesamt 1044 junge Erwachsene. Davon besaßen rund 70 Prozent ein eigenes Auto – das allerdings entsprach natürlich nicht immer dem eigenen Traumwagen. Denn in der Realität fahren die meisten dann doch eher einen gebrauchten Volkswagen – immerhin ein Viertel gab zumindest an, auf ihrem Parkplatz stände ein Auto mit VW-Emblem.
Wäre aber auch langweilig, wenn man das eigene Traumauto immer vom Start weg bekäme .. Was ist mit euch? Decken sich Traumwagen und vor der Haustür parkendes Auto?

Übrigens: Egal ob Audi, VW oder BMW – als Fan bekommt man auf der AMI von allen dreien eine Weltpremiere geboten.

Thermoskanne mit Grünstich

von Daniel Große am 24.03.2009, 15:49 Uhr in 2009, Beschleunigung, Premiere, Umwelt

Nein, nein, das hier wird kein Verriss. Die launige Überschrift gibt vielmehr bereits zwei Eigenschaften des Z.E. Concepts von Renault wieder. Um dieses Auto hier geht’s:

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Als deutsche Premiere bringt Renault das eigenwillige Fahrzeugkonzept mit. Der Z.E. Concept tritt an, ein Auto zu werden, das null Emissionen verursacht. Das seriennahe Elektroauto auf Basis des Renault Kangoo Be Bop wird von einem 95 PS-starken Motor angetrieben, der seinen Strom aus besonders effizienten Lithium-Ionen-Akkus bezieht. Darum kommt hinten auch nix raus – null Emissionen also, wenn man mal von den Emissionen absieht, die bei der Produktion des Stromes für die Akkus entstehen… Sind die Akkus mal leer, wird der Fahrer per Handy-Navigation zur nächsten Steckdose, pardon, Nachladestation in der Nähe gelotst.

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Markant ist die Außenfarbe, die Hitze abweisend ist. Die gesamte Karosserie ist zudem – dem Prinzip einer Thermoskanne entsprechend – zweilagig. Die zwischen den beiden Schichten eingeschlossene Luft dient als perfektes Dämmmaterial. Der Wärmeaustausch zwischen Innenraum und Außenwelt wird somit minimiert, was seltenere Einsätze von Lüftung und Klimaanlage zur Folge hat, also Energie spart. Auch die grün-gelben Scheiben sind nicht nur ein optischer Gag, an den man sich als Fahrer sicher erstmal gewöhnen muss. Nein, die Scheibentönung dient ebenfalls der Wärme-Isolierung des Innenraums.

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Neben weiteren technischen Raffinessen und energiesparenden Details gehört zur Ausstattung des Z.E. Concepts auch ein Elektro-Roller. Mit dem man dann wohl die Wege im Großstadtdschungel zurücklegen soll, die dem Auto verwehrt sind.

Mehr über den Null-Emissionen-Wagen auf der Website von Renault oder auf der AMI, Halle 1.

Worlds next C-Max

von Daniel Große am 23.03.2009, 14:25 Uhr in 2009, Beschleunigung, Premiere, Studie

Wie sich Ford den nächsten (Focus) C-Max vorstellt, zeigt der Kölner Autobauer als Deutschlandpremiere auf der AMI. Der iosis MAX Concept ist ein Studienfahrzeug, das schon sehr viele Merkmale eines Serienmodells zeigt – und hoffentlich ändert sich auch nicht mehr viel daran. Denn optisch ist der iosis MAX ein Knaller:

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Limelight heißt das extravagante grün-gelb, in dem die Studie daherkommt. Äußerlich dominiert das bekannte und sehr erfolgreiche Kinetic-Design. Ein großer Kühlergrill soll Wuchtigkeit und Selbstbewusstsein verkörpern. Die kurze Motorhaube geht in die flache Frontscheibe über, welche sich über das gesamte Dach zieht und erst kurz vor der Heckklappe endet. Was nicht lustig werden dürfte, wenn bei Steinschlag die Frontscheibe (bis zum Dach?) gewechselt werden muss. Aber dafür ist’s ja eine Studie, die durchaus noch Anpassungen bedarf. Die Heckklappe soll sich zweigeteilt öffnen lassen. Die großen Glasflächen lassen die B-Säule verschwinden – die hinteren Türen, die übrigens Schiebetüren sind, wurden an der C-Säule befestigt.

008_iosismaxInnen dominiert viel Helligkeit und Luftigkeit. Die vier frei schwebenden Carbon-Sitze mit Nylonnetzen wirken gemeinsam mit dem Cockpit sehr futuristisch. In der Mittelkonsole ist ein Touchscreen-Display verbaut, über das sich alle Infotainment-Systeme bedienen lassen. Sprit soll die Studie auch sparen: durch weniger Gewicht und eine verbesserte Aerodynamik. So gibt es etwa aktive Lufteinlässe, die bei Nichtgebrauch selbsttätig schließen und so den Verbrauch reduzieren.

Weitere Höhepunkte am Stand von Ford in Halle 4: Der neue Ford Ka mit seinen Individual-Styling-Paketen. Außerdem der rassige Ford Focus RS mit 224 kW (305 PS) und 263 km/h Höchstgeschwindigkeit und sein kleiner, nicht weniger rassiger Bruder: der dynamische Ford Fiesta Sport.
Außerdem zu sehen: die neue Generation des Ford Ranger und neue Ford Fiesta ECOnetic mit extrem niedrigen CO2-Emissionswerten. Eine echte Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen bietet darüber hinaus der Ford Mondeo LPG mit Autogas-Antrieb.

Die automobile Zukunft… hat begonnen

von Daniel Große am 18.03.2009, 08:30 Uhr in 2009, Allgemein, Beschleunigung, Studie

Die automobile Welt von heute dreht sich vor allem um das Thema Umweltverträglichkeit. Dringendstes Problem scheint zu sein, das sauberste Auto der Welt zu entwickeln, das am Besten gar keine Schadstoffe ausstößt. Einem ganz anderen Aspekt widmen sich verschiedene Tüftler, die bereits die Zukunft im Blick haben: Wie kann der zunehmende Verkehr auf der Straße besser gelenkt werden? Ein möglicher Ansatz: Den Verkehr von der Straße in die Luft bringen. Mit fliegenden Autos.

Einer dieser neuen Flug-Pioniere ist Paul Moller. Wobei “neu” eigentlich nicht stimmt, denn immerhin beschäftigt sich der Amerikaner bereits seit mehr als 40 Jahren mit fliegenden Autos. Vor 40 Jahren präsentierte er den Prototypen, der einen starken Antrieb hatte und so in der Lage war, einen Senkrechtstart zu schaffen. Seitdem lässt Paul Moller der Traum vom staufreien Autofahren nicht mehr los. Bei einem Test im Jahre 2002 präsentierte Moller ein 700-Kilo-Auto, das mit 950 PS ebenfalls senkrecht vom Boden abhob und eine größere Strecke zurücklegte. In 50 Jahren, so schätzt Moller, wird jeder amerikanische Autofahrer längere Strecken in der Luft statt auf der Straße zurücklegen.
Sein aktuelles Skycar M400 stellt sich Moller im Einsatz als Rettungsflugzeug, für militärische Zwecke, aber durchaus auch als persönliches Transportmittel vor.

Damit sich fliegende Autos im Himmel nicht ins Gehege kommen, entwickelt das NASA Langley Research Center derzeit ein mitdenkendes Navigationssystem, das alle im Himmel befindlichen Autos so steuert, dass Zusammenstöße vermieden und ein ungehindertes Vorankommen ermöglicht werden.

PAL-V.jpgÄhnliche Pläne wie Paul Moller verfolgt der Niederländer John Bakker. Mit seinem PAL-V, dem “Personal Air and Landing Vehicle” ist Bakker bereits kurz vor der Serienproduktion. Vorteil hier: Das PAL-V bleibt unter 1500 Metern Flughöhe und beachtet damit Gesetze für solche neuartigen Fluggeräte, die in den USA und Europa eingeführt wurden. Der Start kann praktisch immer und jederzeit erfolgen – darf er aber nicht. Aus rechtlichen Gründen darf der PAL-V nur von Flugplätzen aus starten, der Pilot muss eine spezielle Fluglizenz besitzen. Über Preise schweigt sich der Hersteller aus, sie sollen erst im nächsten Jahr bekannt gegeben werden, bevor 2011 die Serienproduktion beginnt.

Ob und welche Lösung der zahlreichen Ansätze, von denen hier beispielhaft nur zwei genannt werden sollen, tatsächlich durchsetzt, werden die nächsten Jahre zeigen. Bis dahin werden wir, wollen wir fliegende Autos sehen, wohl das Grafikprogramm bemühen müssen. Oder Werbeagenturen engagieren – wie 2007, als Ford im Werbespot für den neuen Mondeo tatsächlich Autos – oder zumindest Modelle – fliegen ließ: