von Thomas Gigold am 19.04.2010, 17:36 Uhr in 2010
Wenn es vorbei ist, blickt man ja meistens noch einmal zurück – auf das Ende. Und dieses ist meist hinten. Bei Veranstaltungen ebenso wie bei Menschen, Kühen und Autos.
Aber seht selbst – bei unserer Sammlung der schönsten “Rückansichten” der AMI.

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von Daniel Große am 07.04.2008, 13:06 Uhr in 2008, Live
Constantin Crüsemann ist 12, kommt aus Berlin, geht aufs Gymnasium und hat am Wochenende die AMI besucht. Aber nicht nur, um über Formen und Farben zu staunen. Nein, Constantin hat einen Traum: Er will bei Wetten dass…?! antreten und 300 bis 400 Autotypen im Dunklen von hinten untertscheiden – nur anhand der Rücklichter.
Deshalb waren Constantin und sein Vater Andreas Crüsemann am Wochenende wahrscheinlich diejenigen AMI-Besucher, die sich am gründlichsten informiert haben. Systematisch arbeiteten sie sich durch die einzelnen Hallen, fotografierten und notierten, ließen sich Beleuchtung, Brems- und Blinklichter anschalten, nahmen Infomaterial mit, damit Constantin zu Hause mit dem Lernen beginnen kann. 327 nicht baugleiche Fahrzeuge nahmen die beiden in ihre Liste auf und waren sehr zufrieden, als sie schon am frühen Sonntagnachmittag alles im Kasten hatten. Papa Crüsemann hatte extra einen Rollkoffer dabei, um die vielen Prospekte zu verstauen. Immerhin 2000 bis 3000 Fahrzeuge sind auf der Messe ausgestellt. Constantin will sich aber auf Pkw-Serienmodelle beschränken, Nutzfahrzeuge, Transporter, Studien oder Sondermodelle außer Acht lassen.
Auf die Idee gekommen ist der Junge bei den nächtlichen Familienfahrten zur Oma nach Graz. Aus Langeweile begann er mit seinem Vater zu raten, was für ein Auto vor ihnen fährt. „Und meistens hat er recht“, sagt der Vater, der als Marketingchef bei Cineplex Deutschland arbeitet. Er begeistert sich für das Projekt seines Sohnes und unterstützt ihn, betont aber, dass der Junge alles selbst organisiert: „Ich bin nur der Chauffeur.“ Die Leipziger Messe begeistert sich auch für das ungewöhnliche Vorhaben und spendierte den beiden kostenlose Messetickets. Hingegen haben die Frauen der Familie, Constantins Mutter und seine elfjährige Schwester, nicht viel mit Autos am Hut. „Kannst ruhig sagen, dass Mama kaum BMW von Mercedes unterscheiden kann“, ermuntert der Vater den Sohn.
Text: Kerstin Decker, Foto: André Kempner
Mit freundlicher Genehmigung der Leipziger Volkszeitung, wo der Artikel heute erschien.
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