Unter Strom
von Thomas Gigold am 14.04.2010, 19:37 Uhr in 2010

100.000 Euro. 1240 Kilogramm. 250 km/h Spitze. 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 0 Gramm CO2.
All diese Zahlen sind nichts. Nichts gegen dieses Gefühl beim Kick auf das Gas.
Wer schon einmal Flugzeug geflogen ist, der kennt dieses Gefühl. Wenn die Turbinen durchdrehen, die Bremse gelöst wird und sich das Flugzeug in Bewegung setzt. Wenn man sich ein wenig schwerer vorkommt, den Druck der Beschleunigung spürt, und es mit kaum etwas vergleichen kann. Mit kaum etwas anderem, als dem Tesla.
Der Tesla ist ein böses kleines Gefährt.
Böse, weil er schnell ist. Verdammt schnell.
Böse, weil er so flüsterleise ist, dass man nicht mitbekommt, wie schnell man eigentlich ist.
Und vor allem böse, weil man bei all dem Spaß den dieses kleine, verdammt schnelle, verdammt teuere, Ding macht, absolut kein schlechtes Gewissen haben muss. Denn wo kein Verbrennungsmotor, da kein CO2-Ausstoß.
Von den Qualitäten des Tesla muss man nicht viel halten. Die Sitze sind hart – lange Strecken will man damit nicht unbedingt fahren -, die Ausstattung ist rudimentär, und die Verarbeitung könnte auf jeden Fall besser sein. Für 100.000 Euro bekommt man im Innenraum nicht viel geboten. Und fahrwerkstechnisch basiert der Tesla Roadster auf der Lotus Elise, die man für etwas mehr als 40.000 Euro bekommt. Was also macht den Tesla so besonders?
Die Frage ist ebenso leicht wie vorhersehbar zu beantworten: Der Elektroantrieb.
Der ermöglicht es ohne Schaltvorgang in 3,9 Sekunden von 0 aus 100 zu kommen. Atemlos. Denn die unterbrechungsfreie Beschleunigung ist wirklich etwas, das seines gleichen sucht.
Nach der Fahrt im Tesla freut man sich irgendwie auf das kommende Zeitalter der Elektroautos. Weil wir in eine neue Ära der Beschleunigung aufbrechen. Und selbst als Verfechter des guten alten “Ich bin ein V8, ich mach Krach”-Sounds bei einem Auto muss ich zugeben: Das Summen des Teslas beim beschleunigen macht irgendwie Spaß.
Reichweite? Bis zu 400 Kilometer. Für rund 4 Euro pro Ladung.
Geladen werden kann dank Lithium-Ionen Akku auch zwischendurch – hier 30 Minuten, da mal 5 Minuten und daheim vielleicht 4 Stunden, das ärgert den Akku nicht und hält sorgenfrei (so man befürchtet irgendwo stehen zu bleiben, wo keine Elektrosäule steht).
Mit dem Tesla will RWE für Aufmerksamkeit sorgen und uns die Angst vor den Elektroautos nehmen. Klappt!
Einmal Tesla fahren? RWE ist in Halle 2 zu finden. Infos zum Thema Elektromobilität kann man sich bei RWE und e.on besorgen (e.on findet man auf der AMI ebenfalls in Halle 2)








Setzt man sich in den Soul, wird man allerdings vor den Kopf gestoßen. Sämtliche Erwartungen, die man eben noch hatte, werden enttäuscht. Plastik, das den Anschein macht, von der billigsten Sorte zu sein, dominiert das Cockpit. Auch die Seitenverkleidungen kommen nicht in den Genuss hochwertiger Materialien. Die Verarbeitung ansich ist okay, teilweise wirkt sie aber billig. Etwa die sichtbaren Schrauben der Vordersitze oder die Befestigungen der Gurte, die man so in einem Auto heutzutage nicht mehr sehen möchte.
Es ist in diesem Jahr das erste Auto, mit dem man uns auf die Autobahn lässt. Und obwohl sich der Mégane auf der Landstraße extrem wohl fühlt, merkt man seine Freude an der Autobahn: Bis zu 220 km/h beschleunigt der 2.0 Liter-Benziner das 1,4 Tonnen schwere Coupé, und selbst dann geben die 180 Pferde einem nicht das Gefühl, am Ende ihrer Kräfte zu sein.
Beginnen wir am Anfang: Der freundliche Begleiter während unserer Probefahrt zeigte uns zu Beginn den Elektromotor. Der ist nicht wie beim
Der Hybridantrieb funktionierte reibungslos. Bei Geschwindigkeiten von etwa 25 bis 50 km/h arbeitet nur der Elektromotor. Drüber oder drunter kommt der Benzinmotor zu Hilfe. Im niedrigen Drehzahlbereich oder im Rollen wird die Energie zurückgeführt und lädt den Elektromotor auf. Außerdem hat der Insight eine Auto-Stopp-Funktion, die bei unter 10 km/h oder im Leerlauf bei Betätigung der Bremse den Motor abstellt. Lässt man die Bremse wieder los, springt der Motor sofort wieder an – fast unbemerkt und dezent im Hintergrund.