Für perfekten Klang im Auto

von Daniel Große am 22.03.2010, 15:52 Uhr in 2010, Aktion, AMICOM, Live, Tuning

AMICOMIn diesem Jahr feiert die AMICOM ihre Premiere: Eine ganze Messe für Unterhaltungs-, Kommunikations- und Navigationstechnik im Auto. Und vom Start weg will die AMICOM mit Superlativen überzeugen. Beispielsweise dem besten Sound im Auto. Zum Soundwettbewerb werden 130 Fahrzeuge aus 30 Nationen erwartet. Getestet wird nach dem Regelwerk der European Mobile Media Association – kurz EMMA. Einer der Fachjuroren ist der Leipziger Stefan Eismann, seit 1997 selbständiger Car-Hifi-Händler mit Einbauwerkstatt. Wir sprachen mit ihm über guten Klang und was diesen ausmacht.

Stefan, wer sind Deine Kunden?

Das sind all die, die sich mit dem Thema Hifi beschäftigen, im Schnitt so um die 30-Jährige, oft aber auch jüngere Autofahrer. Wir bauen zwar auch Navigation oder Entertainment-Systeme mit Deckenmonitoren ein, die meisten Kunden wollen aber vor allem in eine gute Soundanlage investieren. Allgemein geht der Trend dahin, dass Musik im Auto gehört wird. Wie beim EMMA-Soundwettbewerb wollen viele Kunden einen guten Klang, um die Lautstärke oder besonders viel Bass geht es dabei kaum.

Wie definiert sich für Dich guter Klang?

Stefan EismannIn mehrere Bestandteile. Ganz wichtig ist die Tonalität. Das bedeutet, dass Musikinstrumente und Stimmen möglichst realistisch wiedergegeben werden. Ich sage immer gern “unverfärbt” dazu. Wer Musik auf einer guten Anlage hört, kann also jedes Instrument voneinander unterscheiden. Die hohe Kunst ist es dann, etwa das Atmen eines Sängers oder Blechbläsers hören zu können, wenn es die Qualität der Aufnahme erlaubt. Wenn die Aufnahme nichts taugt und ein Bass klingt wie ein Faustschlag auf die Küchenarbeitsplatte, dann bringen mir auch die besten Lautsprecher nichts. Heißt also: Eine optimale Abstimmung bringt den guten Sound.

Die nächst höhere Stufe über der Tonalität ist dann die Bühnendarstellung. Das kennt man von der Anlage zu Hause, wo man eine virtuelle Bühne darstellen kann. Das geht auch im Auto über die Dreidimensionalität. Wenn alles richtig eingestellt wurde, hört man den Flügel etwa hinten rechts, den Sänger vorn und den Chor von hinten links.

Erklär uns doch mal ganz kurz, was Hertz ist.

Hertz ist die Einheit für Frequenz. Die Maßeinheit gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an. Je niedriger die Frequenz, desto tiefer wird der Ton. Das menschliche Ohr kann Töne von 20 Hertz bis 20 Kilohertz hören.

Und Watt?

Das ist die Leistung. Je mehr Watt eine Anlage liefert, desto mehr Leistung bringt sie.

Das heißt also, je mehr Watt, desto lauter?

Vom Grunde her ja, das hängt aber davon ab, wie lange ein Lautsprecher die Leistung umsetzen kann. Viel wichtiger ist der Wirkungsgrad. Also: Wie laut spielt der Lautsprecher mit der zugeführten Leistung. Und von Klang haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Kontrolle und Dynamik sind viel wichtiger als 50 oder 100 Watt.

Wie erreicht man denn nun qualitativ guten Klang?

In verschiedenen Schritten. Das größte Manko eines Autos ist, dass es nicht als fahrende Musikquelle konstruiert wurde. Das bedeutet, die Einbauplätze für Lautsprecher sind eher dem Design geschuldet als der Akkustik. Dazu kommen die oft unpassenden Gitter vor den Einbauplätzen und die Montage der Lautsprecher. Oft sind diese an Plastik oder dünnem Blech angeschraubt. Das kann keinen guten Klang bringen.

Ein erster Schritt ist darum die Dämmung der Türen und die Verbesserung der Aufnahmeplätze der Lautsprecher. Dabei gilt: Je mehr Masse um einen Lautsprecher ist, desto dynamischer kann er spielen. Und je stabiler die Aufnahme der Box ist, umso besser klingt es, weil sich dann nur die Membran bewegt und nicht etwa die Türverkleidung.

Kann in jedes Auto guter Sound eingebaut werden?

Eigentlich schon, ja. Jedes Fahrzeug hat sein Für und Wider, unterschiedlich ist nur die Verteilung des Aufwandes.

Wir danken für das Interview.

Und ich danke für das Interesse.

Lest außerdem noch diese Woche: Während der AMICOM wird ein Ford Mustang live umgebaut. Stefan Eismann verrät uns, welche Komponenten eingebaut werden.

Tiefensee: “Fossile Brennstoffe auch noch 2060″

von Daniel Große am 31.03.2009, 16:47 Uhr in 2009, Live

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Auf dem Promisessel in der Glashalle nahm heute Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee Platz. Dem ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister gehen dieser Tage sicher diverse Dinge durch den Kopf, privat wie auch beruflich. Trotzdem fand er Zeit, mit Tim Deisinger von mdr info über das Autofahren an sich und die automobile Zukunft zu sprechen.

“Wichtig ist, dass Autofahren bezahlbar bleibt”, so Tiefensee. “Was nützt es, wenn ich neueste Technik im Fahrzeug habe, dieses aber nicht mehr bezahlen kann?”, sagte er.
Auf die Frage, was er denn für ein Autotyp sei, also eher ein konservativer, der seinen Wagen Sonntags wäscht und bei Regen in die Garage fährt oder einer, der es nur als Gebrauchsgegenstand sieht, antwortete der Minister: “Bei mir ist das ja ganz speziell, ich fahre fast ausschließlich dienstlich, ich selbst habe gar keinen Privatwagen. Meine Lebensgefährtin hat einen, es ist ein kleines Stadtauto.”

In Sachen neuer Technologien glaubt Tiefensee auf der Messe die Tendenz zu Baukastensystemen erkannt zu haben. “Es gibt immer mehr standardisierte Formen, auf die andere aufsetzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Autos der Zukunft wird die Recyclingfähigkeit sein. Wir können es uns nicht mehr leisten, alles wegzuwerfen.”

Im Mix aus Individualverkehr und öffentlichem Nahverkehr werde Auto, so prognostizierte Tiefensee, auch in vielen Jahren noch einen Stellenwert besitzen. “Der öffentliche Nahverkehr transportiert in Deutschland heute täglich 28 Millionen Menschen und verhindert so 18 Millionen PKW und deren Abgase. Hier ist noch einiges drin, dafür braucht es kluge Konzepte der Städte und attraktive Preise.

tiefensee_2.jpgGroßen Wert legt Tiefensee auf die Vorantreibung alternativer Antriebe, also etwa Elektroautos. “Hier wurden große Fortschritte gemacht, gerade was Akkulaufzeiten angeht. Fossile Brennstoffe, also Benzin und Diesel, werden aber auch 2060 noch eine Rolle beim Autofahren spielen, allerdings eine kleinere. Wir gehen davon aus, dass bereits 2030 der Anteil konservativ angetriebener Fahrzeuge auf 50 Prozent sinkt.”

Zu Opel und einer eventuellen Staatsbeteiligung verteidigte Tiefensee seinen Standpunkt: “Opel ist in Deutschland ein kerngesundes Unternehmen, das unter seiner kränkelnden Mutter in Übersee leidet. Wir dürfen kein Instrument ausschließen, das hilft, Arbeitsplätze und Technologien zu sichern. Dazu gehört es, Investoren zu suchen, aber auch eventuell die Mitarbeiter zu beteiligen und natürlich auch, in gewissem Maße staatliche Bürgschaften zu geben.

Und natürlich ließ sich die Frage nach dem Nachfolger des gestrauchelten Bahnchefs Hartmut Mehdorn nicht verhindern. Konkret wurde Tiefensee aber – politikertypisch – nicht. “Wir haben heute Abend ein Treffen im Kanzleramt und werden Gespräche führen. Es gilt jetzt, einen Mann oder eine Frau zu finden, die den Konzern weiterführen kann. Ich bin mir sicher, dass wir jemanden im Einvernehmen finden werden.”, floskelte er sich um den heißen Brei herum. Mittlerweile, so sagte er, sei die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn vom Tisch.

Podcast: Projektleiter Matthias Kober im Interview

von Daniel Große am 19.02.2009, 19:17 Uhr in 2009, Allgemein, Anlasser, Podcast

Welche Höhepunkte die AMI bietet, haben wir heute in der Pressekonferenz gehört und für Sie aufgeschrieben. Im Interview fasst Matthias Kober, Projektleiter der AMI noch einmal zusammen, was die AMI 2009 ausmacht.

 
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Podcast: Ford auf der AMI

von Daniel Große am 06.04.2008, 09:01 Uhr in 2008, Live, Podcast

In diesem Jahr hat Ford auf die AMI eine Weltpremiere mitgebracht: Den Focus LPG, also einen Focus mit Autogasantrieb. Daneben präsentiert Ford eine große Anzahl an Focus-Modellen mit alternativen Antrieben. Größter Hingucker am Stand ist auf jeden Fall das SUV Ford Kuga. Was es sonst noch neues gibt, erzählt uns Marcel Gressard, Gebietsleiter Verkauf & Marketing.

Ford KugaFord Focus CNG

 
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Der Mehrwert steht im Vordergrund

von Daniel Große am 30.03.2008, 13:58 Uhr in 2008, Allgemein, Beschleunigung, Interview, Presse

Welt Online hat ein Interview mit Messegeschäftsführer Wolfgang Marzin und VDIK-Präsident Volker Lange veröfentlicht. Darin erklärt Marzin unter anderem den Unterschied der AMI zu anderen Automessen.

Was uns von anderen Messen deutlich abhebt, ist die aktive Einbeziehung der Besucher. In Leipzig steht der Käufer im Mittelpunkt. Unser Motto: “Sehen. Staunen. Testen.” Beispielhaft möchte ich die in Europa wohl einzigartigen Möglichkeiten zum Probefahren nennen. 27 Pkw-Hersteller stellen über 100 Modelle bereit. Die Zahl der Fahrten dürfte gegenüber 2007 (21 000) nochmals kräftig zulegen. 23 Hersteller offerieren zudem “Spritsparstunden” als Beratung, wie man den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren kann. Generell steht der Mehrwert für unsere Besucher im Vordergrund.

Das ganze Interview gibt es hier.

Promis und ihr erstes Auto: Hans-Joachim Stuck

von Daniel Große am 26.03.2008, 14:02 Uhr in 2008, Beschleunigung, Interview, Motorsport

stuck.jpgEr ist eine deutsche Rennfahrer-Legende und Le-Mans-Sieger. Auf der AMI wird im Rahmen der Sonderschau “Die Autos der Promis” sein Sammlerstück, ein BMW 2002ti stehen – das erste Rennauto, mit dem er 1969 startete. Wir hatten vor wenigen Minuten die Gelegenheit, mit Hans-Joachim Stuck zu telefonieren.

Herr Stuck, welches war ihr erstes Auto?
Das war ein BMW 700, durch die Vorbelastung meines Vaters musste es dieses Auto sein. Er gewann damit 1960 die Deutsche Bergmeisterschaft. Für mich kam immer nur dieses Auto in Frage. Außerdem war es recht günstig damals.

Wann haben Sie den BMW bekommen und haben Sie ihn selbst bezahlt?
Den 700 habe ich 1967 bekommen, da war ich gerade 16. Durch eine Sonderregelung durfte ich mit 16 den Führerschein machen, weil mein Vater auf seinen Fahrten eine Unterstützung brauchte. Ich war sozusagen der Zweitfahrer. Bezahlt habe ich ihn nicht komplett alleine, dafür reichten die Ersparnisse aus Rasen schneiden und Auto waschen nicht. Mein Vater hat einen Zuschuss gezahlt.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Auto?
Das war einfach ein toller Wagen mit einer super Straßenlage. Ein schönes Sportcoupé. Wir haben später noch dran rumgebastelt, andere Endrohre angebaut und solche Dinge.

Wie lange haben Sie den 700er gefahren?
Ich glaube, so zwei, drei Jahre.

Befindet sich das Auto nun in Ihrer Oldtimersammlung?
Nein, dieses Auto von damals nicht, aber ich habe wieder einen BMW 700, der ist nur noch nicht fertig restauriert. Mein damaliger 700er steht im BMW-Museum München.

Vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke auch.

Schreckgespenst E10 – Interview

von Thomas Gigold am 25.03.2008, 16:52 Uhr in 2008, Beschleunigung, Podcast

Seit einigen Wochen, da geht ein kleines Gespenst unter Autofahrern um. Eines mit dem Namen “E10″. Dahinter verbirgt sich die 10-prozentige Beimischung von Bioethanol zu Ottokraftstoff. Das dient der Umwelt, verunsichert allerdings viele Autobesitzer. Sie fragen sich, ob die Motoren ihrer Autos die Beimischung verkraften.

Die Antwort ist nicht ganz so einfach, und deswegen haben wir Dr. Wolfgang Schneider um Rat gefragt. Der Vize-Präsident von Ford Europa beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema E10 in unserem Podcast.

Wer übrigens noch immer Bedenken wegen des Themas E10 hat: Ende März sollen von den Herstellern verbindliche Angaben vorliegen, welche Modelle die Biosprit-Beimischung vertragen. Spätestens dann also wird man wissen, ob man das eigene Auto ab 2009 weiter mit Super füttern kann, oder auf Super Plus umsteigen muss.

 
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Kurzinterviews mit den Messemachern

von Daniel Große am 12.03.2008, 11:30 Uhr in 2008, Beschleunigung, Live, Podcast

Matthias Kober ist Projektleiter der AMI. In unserem Kurzinterview erzählt er uns in wenigen Worten, was genau die AMI ist. Und Volker Lange, Präsident des VDIK, dem Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller, nimmt klar zum Standort Leipzig Stellung. Der VDIK ist ideeller Träger der AMI.

 
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