TÜV-Verband: Vom Dampfkessel bis zur Achterbahn

von Daniel Große am 26.03.2009, 10:42 Uhr in 2009, Allgemein

tuev_achterbahn.jpgMal ehrlich: Gehen Sie gern zum TÜV? Alle zwei Jahre heißt es für Autofahrer, die Werkstatt oder Prüfanstalt des Vertrauens aufzusuchen und sich gegen eine Gebühr vom TÜV-Mann bescheinigen zu lassen, dass der Wagen zwei weitere Jahre auf den Straßen dieser Welt fahren darf. Oder eben nicht.

Doch der TÜV ist weit mehr, als nur Auto-Prüfer. Heute prüfen die Experten so ziemlich alles. Vom Kinderspielplatz über Reiseangebote bis zur Achterbahn. Der VdTÜV, also der Verband, in dem alle Technischen Überwachungsvereine und einige große Industrieunternehmen organisiert sind, feierte gestern sein 125-jähriges Jubiläum.

Der TÜV selbst ist bereits 137 Jahre alt und hieß ursprünglich DÜV. Das D stand für Dampfkessel. Das Problem in Deutschland um 1870 war nämlich, dass der Dampfkessel zwar eine revolutionäre, leider aber auch recht unsichere Erfindung war. Immer wieder explodierten Kessel und verletzten oder töteten Menschen - bis 1870 mussten allein in Großbritannien mehr als 5000 Menschen ihr Leben lassen.

tuev_abgas.jpgDas wollte man in Deutschland verhindern. 1872 gründeten darum der Tuchfabrikant Gustav Schlieper und 79 Kollegen den “Verein zur Überwachung der Dampfkessel in den Kreisen Elberfeld und Barmen”. Heute ist der TÜV Rheinland der größte der deutschen Technischen Überwachungsvereine und auf allen Kontinenten der Erde vertreten.

Auf der AMI stellen sich der TÜV Süd, Region Sachsen (Halle 3) und der TÜV Nord (Halle 4) näher vor. Dort erfahren Sie natürlich alles rund um die Sicherheit von Autos und was dazu gehört.

Quellen: welt.de, tuv.com. Fotos: TÜV Süd

Hinter den Kulissen

von Daniel Große am 25.03.2009, 10:19 Uhr in 2009, Allgemein, Beschleunigung

AMI 2008 Schöne Autos, perfekte Beratung von den Hostessen und eine ansprechende Kulisse - so kennt man die Messestände der AMI. Doch was passiert eigentlich ringsrum? Wie sorgen die Aussteller dafür, dass die mehreren 10.000 Besucher, die alleine an den Wochenenden erwartet werden, auch rundum versorgt werden?

Ford gewährte jetzt zumindest einen kleinen Einblick und verriet einige Details. Auf dem 920 Quadratmeter großen Stand wirbeln - sichtbar und unsichtbar - ständig 40 Mitarbeiter. Allein zehn Techniker kümmern sich um die Installation und ständige Wartung von Beleuchtung, Audiosystemen, Telefon-, Fax- und Internet-Zugängen. Der Aufbau des Standes wird seit Mitte März von 40 Messebauern vorgenommen. Während der Messe sind 25 Hostessen im Einsatz. Diese werden von den Trainern des Ford Marketing Institutes unmittelbar vor Messebeginn zwei Tage lang in Leipzig während eines Dienstleistungs- und Produkttrainings vorbereitet, um die Rolle als Gastgeber auf dem Ford-Messestand perfekt wahrnehmen zu können.

Sie sehen: Es wird viel getan für Sie als Besucher - und das natürlich bei allen Ausstellern.

Ein Auto namens ED

von Thomas Gigold am 23.03.2009, 16:14 Uhr in 2009, Umwelt

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ED steht bei der AMI nicht für ein sprechendes Pferd, sondern für die Zukunft - und die steht unter Strom.
“electric drive” nennt man bei smart das Antriebskonzept für einen fortwo mit Elektro-Antrieb. Der Elektrozwerg aus Stuttgart steht in seiner zweiten Generation auf der AMI, bevor er sich Ende des Jahres in einer kleinen Serie aufmachen wird, in diversen europäischen Städten erstmals in einer großangelegten Aktion die automobile Zukunft zu testen.

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Der neue, emissionsfreie smart wird unter anderem in Berlin eingesetzt werden, um Praxierfahrungen zu sammeln. Dabei geht es vor allem um die Alltagstauglichkeit und die Frage, wie Elektroautos künftig in unseren Städten unterwegs sein können: Wie lange kann man in großen Städten wie Berlin unterwegs sein? Wie groß ist die Haltbarkeit der Akkus? Und wie gestaltet sich der Alltag, wenn das Auto jeden Abend zurück “an die Leine” - das Elektrokabel - muss?

Elektrische Antriebe bieten mittel- bis langfristig ein erhebliches Potential zur Verminderung der Abhängigkeit von Erdöl. Sie sind die Zukunft der urbanen Fortbewegung. Auch deshalb ist der Testlauf in den Großstädten heute enorm wichtig … Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.
Wer sich heute bereits über das Projekt erkundigen will, findet smart in Halle 4.

Worlds next C-Max

von Daniel Große am 23.03.2009, 14:25 Uhr in 2009, Beschleunigung, Premiere, Studie

Wie sich Ford den nächsten (Focus) C-Max vorstellt, zeigt der Kölner Autobauer als Deutschlandpremiere auf der AMI. Der iosis MAX Concept ist ein Studienfahrzeug, das schon sehr viele Merkmale eines Serienmodells zeigt - und hoffentlich ändert sich auch nicht mehr viel daran. Denn optisch ist der iosis MAX ein Knaller:

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Limelight heißt das extravagante grün-gelb, in dem die Studie daherkommt. Äußerlich dominiert das bekannte und sehr erfolgreiche Kinetic-Design. Ein großer Kühlergrill soll Wuchtigkeit und Selbstbewusstsein verkörpern. Die kurze Motorhaube geht in die flache Frontscheibe über, welche sich über das gesamte Dach zieht und erst kurz vor der Heckklappe endet. Was nicht lustig werden dürfte, wenn bei Steinschlag die Frontscheibe (bis zum Dach?) gewechselt werden muss. Aber dafür ist’s ja eine Studie, die durchaus noch Anpassungen bedarf. Die Heckklappe soll sich zweigeteilt öffnen lassen. Die großen Glasflächen lassen die B-Säule verschwinden - die hinteren Türen, die übrigens Schiebetüren sind, wurden an der C-Säule befestigt.

008_iosismaxInnen dominiert viel Helligkeit und Luftigkeit. Die vier frei schwebenden Carbon-Sitze mit Nylonnetzen wirken gemeinsam mit dem Cockpit sehr futuristisch. In der Mittelkonsole ist ein Touchscreen-Display verbaut, über das sich alle Infotainment-Systeme bedienen lassen. Sprit soll die Studie auch sparen: durch weniger Gewicht und eine verbesserte Aerodynamik. So gibt es etwa aktive Lufteinlässe, die bei Nichtgebrauch selbsttätig schließen und so den Verbrauch reduzieren.

Weitere Höhepunkte am Stand von Ford in Halle 4: Der neue Ford Ka mit seinen Individual-Styling-Paketen. Außerdem der rassige Ford Focus RS mit 224 kW (305 PS) und 263 km/h Höchstgeschwindigkeit und sein kleiner, nicht weniger rassiger Bruder: der dynamische Ford Fiesta Sport.
Außerdem zu sehen: die neue Generation des Ford Ranger und neue Ford Fiesta ECOnetic mit extrem niedrigen CO2-Emissionswerten. Eine echte Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen bietet darüber hinaus der Ford Mondeo LPG mit Autogas-Antrieb.

iChangeTheWorld (?)

von Thomas Gigold am 20.03.2009, 16:03 Uhr in 2009, Beschleunigung, Studie, Umwelt

iChange. Wer jetzt an ein neues Produkt des Computer-Herstellers Apple denkt, ist falsch. Wenn auch nicht grundlegend.
“iChange” ist der Name einer Designstudie Frank Rinderknechts, der mit seiner Firma Rinspeed nicht nur Autos veredelt, sondern mit Concept Cars immer wieder auch für großes Aufsehen sorgt.

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Dabei ist der Name des Autos diesmal Programm. Der iChange soll nämlich wirklich etwas verändern - die Welt! “Der ‘iChange’ will Zeichen dafür sein, dass wir weltweit vor großen Veränderungen in Sachen Mobilität stehen, denen wir mit neuen Ideen Rechnung tragen müssen”, sagt Frank Rinderknecht. Und das sagt er aus Überzeugung, denn Rinderknecht versucht seine Liebe zum Automobil mit seiner grünen Seele zu vereinen. Der “iChange” ist eine Symbiose dieser beiden Herzen Rinderknechts: Ein windschlüpfriger Sportwagen, emissionsfrei, umweltfreundlich und leichtgewichtig (1050 Kilogramm).

ichange-2.jpgDer iChange ist ein Elektrosportler mit einem 150kW-starken Siemens-Motor, der den Wagen auf bis zu 220 Stundenkilometer beschleunigt und von 0 auf 100 km/h nur ein wenig mehr als vier Sekunden benötigt. Im Innenraum wurde natürliche Wolle im Hightech-Verfahren verbaut, der Routenplaner berechnet die energiefreundlichste Strecke, …
Clou des Autos: Zum einen das Dach, das sich anheben kann, sollen neben dem Fahrer auch noch zusätzliche Passagiere mit an Bord. Und die Steuerung der Autoelektronik - hier schwingen wir den Bogen zurück zu Apple -, die ein iPhone übernimmt. Das zukunftsweisende Telefon wird einfach per Dock an den “iChange” geklemmt und übernimmt die Aufgaben, die sonst Schalter übernehmen - Licht an, Tür (in diesem Fall: Dach) auf und Motor an.

Weniger fahrend, dafür aber auf auf seinen P Zero Reifen in den Dimensionen 215/40-17 und 245/40-18 stehend, kann man den “iChange” während der AMI am Stand von Pirelli sehen - Halle 4, Stand B31.

Von Schorndorf aus die Welt erobert: Gottlieb Daimler

von Thomas Gigold am 18.03.2009, 16:10 Uhr in 2009, Allgemein

Schorndorf ist eine beschauliche schwäbische Stadt, 26 Kilometer östlich von Stuttgart gelegen und womöglich wäre sie wie einige andere hundert deutscher Städte absolut unbekannt, wäre vor 175 Jahren nicht ein Mann dort geboren worden, der die Fortbewegung der Menschheit maßgeblich beeinflußte.
Gottlieb Wilhelm Daimler wurde am 17. März 1834 in Schorndorf geboren und aus dem Sohn eines Gastwirts und Bäckermeisters wurde der Erfinder der benzingetriebenen Revolution.

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Daimler entwickelte zusammen mit Wilhelm Maybach den Verbrennungsmotor und kam als Erster auf die Idee, den kleinen Motor nicht nur in eine vierrädrige Kutsche, sondern auch in Gasballons, Boote eine Ausstellungsbahn, ein Flugzeug und letztlich sogar in ein Fahrrad-Gestell zu bauen.
Zusammen mit dem 10 Jahre jüngeren Karl Benz verkörpert Gottlieb Daimler bis heute den Fortschritt und zählt zu den wichtigsten Figuren in der automobilen Geschichte. Und während sich Daimler und Benz nie persönlich kannten, feiert in diesem Jahr doch nur ein Unternehmen den 175sten Geburtstag Daimlers und den 165sten Geburtstag Benz’ - die Daimler AG. Die Firma mit dem Stern ging offiziell 1926 aus einer Fusion der bis dahin getrennten Benz & Cie und Daimler-Motoren-Gesellschaft hervor, die aufgrund der Spekulationsgeschäfte des beider Großanteilseigners Jacob Schapiro notwendig geworden war.

Im offiziellen Weblog von Daimler schreibt Stan Peschel über Gottlieb Daimler - in Teil 1 und Teil 2. Biografien zu Daimler, Benz und Maybach finden sich in der Wikipedia.

Mercedes-Benz finden Sie auf der AMI in Halle 4.