Probefliegen statt Probefahren

von Daniel Große am 03.04.2009, 12:37 Uhr in 2009, Live

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Auf der AMI gibt es nicht nur jede Menge Autos zum Probefahren. Nein, man kann sogar fliegen. Ganz langsam, aber aus beachtlicher Höhe. Kurz unter dem Hallendach wird man am Stand des Deutschen Roten Kreuzes in ein Seil eingeklinkt. Und dann geht es abwärts, wie für diese junge Dame hier. Was ihr anscheinend Spaß macht, hat einen ernsten Hintergrund: Das DRK zeigt hier, wie Höhenrettung funktionieren kann. Wer es auch mal ausprobieren will: Halle 3, Stand D41.

Die automobile Zukunft… hat begonnen

von Daniel Große am 18.03.2009, 08:30 Uhr in 2009, Allgemein, Beschleunigung, Studie

Die automobile Welt von heute dreht sich vor allem um das Thema Umweltverträglichkeit. Dringendstes Problem scheint zu sein, das sauberste Auto der Welt zu entwickeln, das am Besten gar keine Schadstoffe ausstößt. Einem ganz anderen Aspekt widmen sich verschiedene Tüftler, die bereits die Zukunft im Blick haben: Wie kann der zunehmende Verkehr auf der Straße besser gelenkt werden? Ein möglicher Ansatz: Den Verkehr von der Straße in die Luft bringen. Mit fliegenden Autos.

Einer dieser neuen Flug-Pioniere ist Paul Moller. Wobei “neu” eigentlich nicht stimmt, denn immerhin beschäftigt sich der Amerikaner bereits seit mehr als 40 Jahren mit fliegenden Autos. Vor 40 Jahren präsentierte er den Prototypen, der einen starken Antrieb hatte und so in der Lage war, einen Senkrechtstart zu schaffen. Seitdem lässt Paul Moller der Traum vom staufreien Autofahren nicht mehr los. Bei einem Test im Jahre 2002 präsentierte Moller ein 700-Kilo-Auto, das mit 950 PS ebenfalls senkrecht vom Boden abhob und eine größere Strecke zurücklegte. In 50 Jahren, so schätzt Moller, wird jeder amerikanische Autofahrer längere Strecken in der Luft statt auf der Straße zurücklegen.
Sein aktuelles Skycar M400 stellt sich Moller im Einsatz als Rettungsflugzeug, für militärische Zwecke, aber durchaus auch als persönliches Transportmittel vor.

Damit sich fliegende Autos im Himmel nicht ins Gehege kommen, entwickelt das NASA Langley Research Center derzeit ein mitdenkendes Navigationssystem, das alle im Himmel befindlichen Autos so steuert, dass Zusammenstöße vermieden und ein ungehindertes Vorankommen ermöglicht werden.

PAL-V.jpgÄhnliche Pläne wie Paul Moller verfolgt der Niederländer John Bakker. Mit seinem PAL-V, dem “Personal Air and Landing Vehicle” ist Bakker bereits kurz vor der Serienproduktion. Vorteil hier: Das PAL-V bleibt unter 1500 Metern Flughöhe und beachtet damit Gesetze für solche neuartigen Fluggeräte, die in den USA und Europa eingeführt wurden. Der Start kann praktisch immer und jederzeit erfolgen – darf er aber nicht. Aus rechtlichen Gründen darf der PAL-V nur von Flugplätzen aus starten, der Pilot muss eine spezielle Fluglizenz besitzen. Über Preise schweigt sich der Hersteller aus, sie sollen erst im nächsten Jahr bekannt gegeben werden, bevor 2011 die Serienproduktion beginnt.

Ob und welche Lösung der zahlreichen Ansätze, von denen hier beispielhaft nur zwei genannt werden sollen, tatsächlich durchsetzt, werden die nächsten Jahre zeigen. Bis dahin werden wir, wollen wir fliegende Autos sehen, wohl das Grafikprogramm bemühen müssen. Oder Werbeagenturen engagieren – wie 2007, als Ford im Werbespot für den neuen Mondeo tatsächlich Autos – oder zumindest Modelle – fliegen ließ: