Umwelt

iChangeTheWorld (?)

von Thomas Gigold am 20.03.2009, 16:03 Uhr in 2009, Beschleunigung, Studie, Umwelt

iChange. Wer jetzt an ein neues Produkt des Computer-Herstellers Apple denkt, ist falsch. Wenn auch nicht grundlegend.
“iChange” ist der Name einer Designstudie Frank Rinderknechts, der mit seiner Firma Rinspeed nicht nur Autos veredelt, sondern mit Concept Cars immer wieder auch für großes Aufsehen sorgt.

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Dabei ist der Name des Autos diesmal Programm. Der iChange soll nämlich wirklich etwas verändern - die Welt! “Der ‘iChange’ will Zeichen dafür sein, dass wir weltweit vor großen Veränderungen in Sachen Mobilität stehen, denen wir mit neuen Ideen Rechnung tragen müssen”, sagt Frank Rinderknecht. Und das sagt er aus Überzeugung, denn Rinderknecht versucht seine Liebe zum Automobil mit seiner grünen Seele zu vereinen. Der “iChange” ist eine Symbiose dieser beiden Herzen Rinderknechts: Ein windschlüpfriger Sportwagen, emissionsfrei, umweltfreundlich und leichtgewichtig (1050 Kilogramm).

ichange-2.jpgDer iChange ist ein Elektrosportler mit einem 150kW-starken Siemens-Motor, der den Wagen auf bis zu 220 Stundenkilometer beschleunigt und von 0 auf 100 km/h nur ein wenig mehr als vier Sekunden benötigt. Im Innenraum wurde natürliche Wolle im Hightech-Verfahren verbaut, der Routenplaner berechnet die energiefreundlichste Strecke, …
Clou des Autos: Zum einen das Dach, das sich anheben kann, sollen neben dem Fahrer auch noch zusätzliche Passagiere mit an Bord. Und die Steuerung der Autoelektronik - hier schwingen wir den Bogen zurück zu Apple -, die ein iPhone übernimmt. Das zukunftsweisende Telefon wird einfach per Dock an den “iChange” geklemmt und übernimmt die Aufgaben, die sonst Schalter übernehmen - Licht an, Tür (in diesem Fall: Dach) auf und Motor an.

Weniger fahrend, dafür aber auf auf seinen P Zero Reifen in den Dimensionen 215/40-17 und 245/40-18 stehend, kann man den “iChange” während der AMI am Stand von Pirelli sehen - Halle 4, Stand B31.

Erdgas? Autogas? Was ist was?

von Thomas Gigold am 20.03.2009, 15:25 Uhr in 2009, Umwelt

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Motorseitig ist die verwendete Technik bei Autogas- und Erdgasanlagen völlig identisch, und doch herrscht ein Wettkampf: Erdgas vs. Autogas.
Doch warum eigentlich? Was ist der Vorteil von Erdgas? Und der von Autogas?

Wir beleuchten es ein wenig genauer: Den ganzen Beitrag lesen »

Elektroautos: Fit für die Zukunft!

von Thomas Gigold am 12.03.2009, 17:00 Uhr in 2009, Umwelt

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Sie gelten als die Alternative zu herkömmlichen Motoren, wenn es um den Stadtverkehr geht: Elektroautos.
Die Vorteil der elektronischen Antriebe sind eindeutig: Weniger mechanische Teile und somit weniger Verschleißteile und Wartungsarbeiten. Keine Schadstoffemissionen beim Auto und keine Geräusche beim fahren, außer ein leichtes surren und der Fahrtwind.

So zeigt Opel auf der AMI erstmals seinen Ampera in Deutschland - und damit die Zukunft des Autos. Des Stadtautos, muss man heute allerdings leider sagen.
Denn zwei Nachteile haben Elektro-Autos bisher: Noch ist nicht final geklärt, wie man ein einheitliches Netz an “Tankstationen” aufbauen will und noch sind die Akkus für ein Fahren über die Stadtgrenzen hinaus zu leistungsarm - was bedeutet, dass man heute ohne den Rückgriff auf zusätzliche Benzinaggregate, kaum über die Stadtgrenzen hinweg kommt.

Für Beides jedoch scheinen nun Lösungen in greifbarer Nähe!

Für den Einzug des Elektroautos in unseren Alltag haben sich jetzt die Autokonzerne Daimler, BMW, Volkswagen, Renault, Nissan, Peugeot und Citroen, Volvo, Ford, Toyota, General Motors mit Chevrolet und Opel, Mitsubishi sowie Fiat zusammen auf einen Standard für die Schnittstellen an ihren Fahrzeugen geeinigt. Ebenfalls bei der Vereinbarung dabei: 20 führende europäische Energieversorger, darunter RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall.
Damit ist sicher, dass Elektroautos alle über die gleichen Schnittstellen verfügen und somit bei Steckern, Zapfsäulen und Anschlussbuchsen identisch sind.
Zwar sind derzeit noch einige Fragen offen, die ersten Schritte sind aber getan, und mit allen wichtigen Unternehmen an Bord kann man davon ausgehen, dass hier ein wichtiger Schritt für den öffentlichen Ausbau von Versorgungsstellen (”Elektro-Zapfsäulen“) und die Serienfertigung von Elektro-Autos getan wird.

Derweil gelang es den Forschern Byoungwoo Kang und Gerbrand Ceder vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) den derzeit wohl größten Schwachpunkt von Elektroautos entscheidend zu verbessern: Den Akku.
Die Akku-Technik ist das bisher einzige Hindernis, wenn es darum geht, Elektroautos auf längere Strecken zu schicken. Selbst der Opel Ampera hat derzeit mit den verbauten Lithium-Ionen-Akkus nur eine eher geringe Reichweite von rund 60 Kilometer. Das reicht für 60% des normalen Individualverkehrs, den man als Autofahrer am Tag fährt. Doch sobald es in den Urlaub oder längere Geschäftsreise geht muss man zwangsläufig auf den im Ampera verbauten Benzin-Motor zurückgreifen, der dann Strom erzeugt.
Die Ergebnisse vom MIT nun machen Hoffnung auf mehr Energie, die Akkus künftig laden können. Und damit höhere Reichweiten.
Mit einem Lithiumphosphat-Überzug sollen Akkus so nicht nur kürzere Ladezeiten (so konnten die Ladezeiten kleiner Akkus von 6 Minuten auf 10 Sekunden gekürzt werden) sondern auch eine höhere Leistungsdichte bei gleicher Speicherkapazität und längerer Lebensdauer des Akku bekommen.
Das klingt nach dem Paradies in den Ohren von Handy-, Laptop- und eben auch Elektroauto-Bauern. Und dazu ist es scheinbar nicht weit weg. Bereits in zwei bis drei Jahren, so hofft man derzeit, soll das Verfahren es zur Serienreife gebracht haben. Pünktlich zur Einführung der ersten Großserien-Elektroautos von Opel und Schwesterfirma Chevrolet.

Ford mit Autogas-Premieren

von Daniel Große am 12.03.2009, 10:27 Uhr in 2009, Beschleunigung, Premiere, Umwelt

mondeo-11.jpgDem Schwerpunkt “Umweltfreundliche Antriebe” widmet sich Ford mit seiner Präsenz auf der diesjährigen AMI. Wie bereits in den letzten Jahren zeigt Ford neben den aktuellen Modellen, darunter Mondeo, Focus und den neuen Fiesta, auch sein Angebot an Autogas-Modellen.
In diesem Jahr sind darunter sogar zwei Weltpremieren: So wird man den überarbeiteten Focus als Autogas-Variante (LPG) sehen. Als Motor kommt der 2,0 Liter-Duratec-Benziner zum Einsatz, der als bivalentes Aggregat auch Flüssiggas verträgt.

Daneben wird der neue Mondeo stehen, der jetzt ebenfalls als Flüssiggas-Variante angeboten wird. Der Mondeo LPG basiert auf der Mondeo Flexifuel-Variante, die mit Bio-Ethanol angetrieben wird und kann somit nicht nur mit Bio-Ethanol und Super-Kraftstoff sondern eben auch Flüssiggas betankt werden. Der Ford Mondeo LPG ist somit ein kraftstoff-flexibles, “trivalentes” Auto.

Daneben wird Ford mit zwei weiteren Weltpremieren nach Leipzig kommen, die vor allem für Taxiunternehmen und Fahrschulbetriebe interessant sind: Auf Basis des Hochdachkombis Tourneo Connect stellt der Kölner Hersteller ein Taxi vor, für Fahrschulen gibt es den Kompakt-Van C-Max mit Autogasantrieb.

Ford zeigt sich auf der AMI also rundum “grün”, und setzt damit ein eindeutiges Signal. Wer sich über die aktuellen “Alternativmodelle” ab Werk informieren will: Ford finden Sie in Halle 4.

… wenn nicht jetzt, wann dann?

von Thomas Gigold am 03.03.2009, 18:22 Uhr in 2009, Beschleunigung, Frühling, Umwelt

Die AMI ist traditionell eine Publikumsmesse, auf der sich Autobegeisterte über aktuelle Modelle und Aktionen der Autobauer informieren können. Und dank "Abwrackprämie" dürfte die Leipziger Automesse für Jeden das wohl wichtigste Ausflugsziel sein, der über den Neukauf eines Autos nachdenkt.

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Bereits über 100.000 Anträge zur Umweltprämie sind gestellt worden – bleiben noch rund 500.000 Anträge im Wert von 2.500 Euro übrig. Die hohe Zahl an durch die Prämienzahlung motivierten Autokäufen schlägt sich auch in den Neuzulassungen in diesem Jahr nieder: Mit insgesamt 277.700 Neuzulassungen im Februar liegt der Markt 21 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Für Jeden, der sich bisher noch nicht entscheiden konnte bietet die AMI Ende März nun die beste Möglichkeit sich einen Überblick zu schaffen. Über 40 Automarken werden sich auf der AMI präsentieren. Das Standpersonal ist bestens darauf vorbeireitet jede Frage zur staatlichen Umweltprämie und aktuellen Sonderangeboten der Automobilhersteller zu beantworten. Dazu können Sie auch einmal Platz nehmen und die Modelle vergleichen. Wichtig auch: In Leipzig haben Sie die Möglichkeit nicht nur "normal motorisierte" Autos zu fahren. Sie können auch Erdgas-Modelle testen – eine Möglichkeit die sie bei vielen Autohändlern nicht haben, obwohl zunehmend mehr Autobauer Gas-Fahrzeuge direkt ab Werk bieten.

Leipzig im Frühling präsentiert sich in diesem Jahr nicht nur von Seiten der Natur her grün. Auch auf der AMI nimmt das Thema "Umwelt" einen großen Stellenwert ein – dank alternativer Antriebe, umweltfreundlicher Neuwagen und alter Rußschleudern, die dank AMI-Besuch vielleicht bald auch bei Ihnen ihren letzten Frieden mit Mutter Natur schließen ;)

Das Fachprogramm zur AMI/AMITEC 2009

von Daniel Große am 02.03.2009, 14:34 Uhr in 2009, Kongress, Umwelt, amitec

cclWährend der AMI wird für die Besucher in den Hallen und auf dem Freigelände ein breit gefächertes Programm geboten. Aber auch für Fachbesucher lohnt ein Besuch der AMI und AMITEC, denn begleitend zum mitteldeutschen Automobilsalon gibt es im Congress Center Leipzig ein hochkarätiges Programm von Symposien, Tagungen und Kongressen für alle Interessierten.

In Kooperation mit unterschiedlichen Partnern ist der VDIK Mitveranstalter mehrerer Fachveranstaltungen. Dazu gehört der internationale AMI Kongress „Antriebe Mobilität Innovationen – was treibt uns morgen an?“. Renommierte Experten aus Politik und Automobilindustrie zeigen, welche alternativen Antriebe in den nächsten zehn Jahren Realität werden können und welche Rolle die elektrische Mobilität dabei spielen wird. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wird diese außerordentlich wichtige Thematik in Form eines Grundsatzreferates selbst ansprechen und die Strategien der Bundesregierung darstellen.

Das DEKRA / VDIK-Symposium wird sich mit den neuen Emissionsnormen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, den Abgasstufen Euro5 und Euro6, beschäftigen.

Mit dem Thema der Finanzdienstleistungen im Lebenszyklus eines Autos im Hinblick auf eine lückenlose Mobilität beschäftigt sich in diesem Jahr der VDIK / Allianz‑Kongress. Am Abend des Kongresstages wird der Verkehrsicherheitspreis GENIUS der Allianz in Leipzig verliehen.

Darüber hinaus veranstaltet die TÜV SÜD Automotive GmbH den zweitägigen Kongress „crash.tech“, der sich mit der Fahrzeugsicherheit 2020 und den dann erforderlichen Ansprüchen an Prozesse, Funktionen und Systeme widmet.

„Networking Schadenfall – Wege zum Ziel“ ist das Motto des diesjährigen FSP‑Sachverständigen-Tags, der bereits zum sechsten Mal in Folge während der AMI in Leipzig durchgeführt wird.

AMITEC mit neuen Ausstellern

von Daniel Große am 22.02.2009, 11:08 Uhr in 2009, Beschleunigung, Kongress, Umwelt, amitec

amitec-leipzig.jpgTrotz allgemeiner Krise und schlechter Stimmung auf dem Automobilmarkt ist die AMITEC auch in diesem Jahr zu 100 Prozent ausgebucht. So konnten gar einige neue Aussteller dazu gewonnen werden. Etwa Suplex, ein Hersteller von Fahrwerksfedern, oder Carsoft M.F.T., ein Diagnoseanbieter. Auch auf dem Gebiet der Pflege zeigen sich neue Aussteller, beispielsweise Caramba Chemie oder Smartwax. Informationen zu allgemeinen Produktneuheiten auf der AMITEC finden Sie in dieser Pressemitteilung.

Die AMITEC findet statt vom 28. März bis 1. April und ist zu finden in Halle 2.

kongress.jpgDirekt angegliedert an das Messegelände ist das Congress Center Leipzig (CCL). Dort wird am 31. März der internationale Kongress “Antriebe. Mobilität. Innovation - Was treibt uns morgen an?” stattfinden. Die Veranstaltung wird ausgerichtet von Albert Berner Deutschland, dem Forschungs- und Transferzentrum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen, dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller und der Leipziger Messe.

Wissen Sie, was “alternative Antriebe” sind? Wir helfen.

von Thomas Gigold am 12.02.2009, 11:50 Uhr in 2009, Umwelt

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Der Trend zum grünen Auto ist da. Und damit meinen wir einmal nicht Autofarben, sondern Umweltverträglichkeit.
Einer aktuellen Umfrage der Dekra zufolge, erklärten sich 92,4 Prozent der Befragten zu einem Umstieg auf ein Auto mit alternativer Antriebstechnik bereit. Dabei präferierten 43 Prozent einen Gasantrieb und 37 Prozent einen Hybrid-Antrieb.Rein elektrisch würden immerhin 22 Prozent der Umfrageteilnehmer fahren wollen, mit Biodiesel und Ethanol allerdings nur jeweils 12 Prozent.

Für die Umweltfreundlichkeit würden die meisten Autofahrer gar Nachteile wie eine geringere Fahrleistung (immerhin fast 2/3 der Befragten) in Kauf nehmen. Auf eine geringe Reichweite allerdings könnten nur 40 Prozent nicht achten. Darin begründet dürfte derzeit auch noch der Vorbehalt gegen Elektro-Autos liegen. Denn obwohl wir uns im Alltag nur wenige Kilometer am Tag mit dem Auto bewegen, denken viele ein Elektroauto mit seiner dann doch begrenzten Reichweite bis zur nächsten Aufladung hätte Nachteile.

Auch sonst macht die Umfrage noch immer große Wissenslücken bei den Befragten ausfindig. So fühlen sich beispielsweise nur 19 Prozent der befragten Frauen ausreichend über alternative Antriebssysteme aufgeklärt.

Da können wir helfen:
Auf der AMI können Sie sich ausgiebig zu den Themen alternative Antriebe informieren. Jeder Automobil-Aussteller hat entsprechende Informationen, daneben gibt es eigene Stände zu den Themen Erd- und Autogas. Und hier im AMI-Blog werden wir unsere “grüne Motoren”-Serie der letzten beiden Jahre natürlich auch in diesem Jahr fortsetzen. In den kommenden Tagen werden wir Sie ausführlich über die Themen Elektroantrieb, Hybrid, Erdgas und Co. aufklären. Wenn Sie Fragen haben, stehen wir gern zur Verfügung.

Alles leer, in Berlin?!

von Thomas Gigold am 03.02.2009, 15:23 Uhr in 2009, Meinung, Umwelt

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Die BILD machte es gestern in ihrer Berlin-Ausgabe zum großen Thema: Den Berliner Autohäusern scheinen die Kleinwagen auszugehen.

So zitiert die Zeitung Verantwortliche diverser Autohäuser, die bestätigen: Kleinwagen verkauften sich im Januar dank Abwrackprämie hervorragend. Zur Zeit muss man etwas über einen Monat ohne Auto auskommen, entscheidet man sich jetzt für das Verschrotten und den Neukauf: “Zurzeit verkaufen wir überdurchschnittlich viele Kleinwagen. Ein Renault mit Wunschausstattung hat jetzt eine Lieferzeit bis Ende März, ein Dacia bis April”, so Reinhard Zirpel, Vorstand Kommunikation bei Renault Deutschland gegenüber BILD. Und auch bei anderen Herstellern wie Skoda, VW oder Daihatsu muss man Wartezeiten auf den neuen Kleinwagen einkalkulieren - bis Jahresmitte kann es dann dauern, bevor man im neuen Wagen Platz nehmen darf.

Die Abwrackprämie wird aus einem Sparschwein in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gezahlt, ist das Geld aufgebraucht wird es keine staatliche Verschrottungsprämie mehr geben. Doch noch ist genug da, bisher wurden 2000 Anträge bewilligt, Geld vorhanden ist für 600.000. Die Zeit also reicht durchaus noch, um sich auf der AMI ein Bild vom Marktangebot zu machen und erst dann zuzugreifen.

Biosprit-Verordnung gestoppt?

von Thomas Gigold am 02.04.2008, 14:17 Uhr in 2008, Umwelt

222826782_11dca2a0be_m.jpgDas Bundesumweltministerium gerät zunehmend unter Druck und hat in diesen Tagen darüber zu entscheiden, ob die Biosprit-Verordnung vorerst gestoppt wird oder nun doch kommt. Das bedeutet: Die 10 %ige Beimischung von Bioethanol in Kraftstoffe steht noch immer nicht fest. Am Mittwoch hies es kurzzeitig gar, das Ministerium habe die Verordnung bereits wieder zurück genommen, was man aber offenbar dementierte. Am Donnerstag nun verkündete nicht nur der VdA neue Zahlen, wieviele Autos den Biosprit nun nicht vertragen, das Bundesumweltministerium denkt offenbar auch noch immer über einen Stop oder Go nach.

So kursieren immer wieder neue Zahlen und Schätzungen: Laut ADAC würden 3,5 Millionen Autos die höhere Biosprit-Beimischung in Benzin und Super nicht vertragen, laut dem Umweltministerium vorliegenden Zahlen seien es 300.000 Autos deutscher Hersteller und laut Auskunft des VdA nur etwas mehr als 100.000 Wagen aus deutscher Produktion.
Bevor sich nun das Bundesumweltministerium zur Biosprit-Verordnung entscheidet, will man die noch ausstehenden Zahlen ausländischer Autobauer kennen. Sprich: Man schiebt die Entscheidung ein ums andere Mal auf, während die Autofahrer von einer unsicheren Meldung zur anderen geschubst werden und niemand etwas genaues weiß.

In den letzten Wochen war die Verordnung immer wieder in der Diskussion, u.a. weil alte PKW, welche die hohe Beimischung von Biosprit nicht vertragen würden, auf das teuere Super Plus umsteigen müssten.
Auch hatte der Beirat für Agrarpolitik vor wenigen Tagen eine Studie (PDF) vorgestellt, laut der in Deutschland gefertigter Biosprit weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll sei. Ins gleiche Horn stießen vor wenigen Wochen bereits britische Wissenschaftler und die UNO. Die Weltorganisation befürchtet vor allem steigende Nahrungsmittelpreise, weil Biosprit aus Weizen, Mais und anderen energiereichen Agrarpflanzen gewonnen wird.

Die höhere Beimischung von Biosprit sollte mit dazu beitragen den CO2-Ausstoß von Autos zu senken. Dieser Weg könnte nun vorerst verschlossen bleiben.

Umweltfreundlich geht aber auch ohne Beimischung von Biosprit: So kann man beim Neuwagenkauf heute aus einer breiten Angebotspalette aller Autohersteller zurück greifen, die nicht nur mit herkömmlichem Benzin sondern zusätzlich auch mit Bioethanol (eben Biosprit), Auto- oder Erdgas fahren. Wie bereits im letzten Jahr wird man sich auch 2009 darüber ausführlich auf der AMI informieren können.

Bild: carlsonimkeller

Toyota trifft Europa. Ziel: Leipzig

von Daniel Große am 25.03.2008, 16:45 Uhr in 2008, Aktion, Beschleunigung, Umwelt

toyota-prius.jpgDrei Toyota Prius fahren am 27.März nach Leipzig. Soweit nichts ungewöhnliches. Doch die Fahrt dieser drei Autos ist alles andere als alltäglich. Es handelt sich um eine Sternfahrt zur AMI. Von den äußersten Punkten des europäischen Festlandes durchqueren die drei Prius 17 Länder, um schließlich zum Pressetag am 4. April wohlbehalten anzukommen. Rund 10.000 Kilometer legen die Teams vom norwegischen Kirkenes, dem portugiesischen Lissabon und dem griechischen Athen zurück. Die drei Hybrid-Fahrzeuge werden von unabhängigen Journalisten gefahren, die den Kraftstoffverbrauch auf der Tour exakt dokumentieren.

Mehr zur Sternfahrt gibt es hier. Und im Tourtagebuch könnt ihr ab 27. März täglich lesen, welche Abenteuer die Fahrer erlebten.

Die Wiederauferstehung der Isetta?

von Thomas Gigold am 20.03.2008, 15:25 Uhr in 2008, Beschleunigung, Umwelt

isetta.jpgAm Dienstag stellte BMW Group-Vorstand Norbert Reithofer die Bilanz des Konzerns für 2007 vor und gab einen Ausblick auf die Pläne für die nächsten Jahre. Spannend dabei ist BMWs neues “Project i”, das die Entwicklung eines Stadtautos vorsieht.

Ziel der Projekt-Gruppe ist die Konzeptionierung eines neuen Fahrzeugtypus, das sich für Ballungsräume eignet. Also quasi die Neuerfindung der BMW Isetta, die bis heute zu den erfolgreichsten Micro-Autos aller Zeiten zählt. Über 160.000 Exemplare verkaufte BMW von der Isetta in nur sieben Jahren - zwischen 1955 und 1962.

Das neue Konzept soll schließlich in eine neue Automarke münden, die BMW unterhalb von MINI positionieren will. Ob das Concept über einen konventionellen oder einen Elektro-Motor verfügen soll, will man recht zeitnah entscheiden. Unwahrscheinlich ist die Entscheidung für ein Elektro-Auto nicht. Die Technik ist ausgereift genug, die Laufstrecken der Elektroantriebe für ein Ballungsraumfahrzeug ausreichend weit.

Es wird spannend zu sehen sein, wie die Autobauer mit neuen Modellen - und Marken - auf die Herausforderungen des wachsenden Umweltbewußtseins seitens ihrer Kunden reagieren werden. Sicherlich werden wir in den kommenden zehn Jahren zunehmend Hybrid- und Elektro-Antriebe in Serienreife sehen. Ein smart fortwo, Toyota iQ oder VW Up! eignen sich bestens für diese weichen Antriebe.

Bild: Studio Reichel Vogt für den BMW Oldtimer Kalender der BMW AG, München

Skol! (Grüne Motoren: Saab)

von Thomas Gigold am 19.04.2007, 12:32 Uhr in Live, Umwelt

Alkohol im Straßenverkehr ist ein absolutes No-Go. Jedoch nur, wenn der Fahrer getankt hat: Tankt das Auto hingegen Alkohol, kann es besser kaum sein …

Nicht mehr als Alkohol nämlich ist Ethanol. Und das gilt als Alternative zum Benzin.
Ethanol wird aus pflanzlichen Rohstoffen vergärt und ist durch geringen Herstellungsaufwand und nachwachsende Rohstoffe dem herkömmlichen Benzin überlegen, auch wenn man rund ein Drittel mehr Ethanol tanken muss um die gleiche Strecke wie ein Benziner zurück legen zu können.
Allerdings: An CO2 kommt aus dem Ethanol-Auspuff nur das, was eine Pflanze aufnimmt und durch steuerliche Begünstigungen ist das tanken von Ethanol derzeit günstiger.

saabbio.jpgAuf der AMI zeigen viele Hersteller Modelle, die mit Ethanol betrieben werden können. So auch der europäische Marktführer Saab.
Dort kann man jetzt auf die gesamte Fahrzeug-Palette zurück greifen, will man zukünftig lieber Ethanol tanken. Bis 2012 will General Motors - zu denen Saab gehört - seine Flotte zu 50 Prozent auf E85-Ethanol-Fahrzeuge umstellen. Ein großes Ziel.
An dem wird Opel vorerst nicht mitarbeiten. Die Rüsselsheimer haben Ethanol zwar auf der Beobachtungsliste, bieten derzeit allerdings kein Modell an.
Der Grund dafür ist der größte Nachteil des Ethanol-Antriebs: Derzeit nämlich ist das Netz an Tankstellen minimal. Gerade einmal 92 Ethanol-Tankstellen gibt es derzeit in Deutschland.

Das hindert allerdings nicht daran, dass auch andere Autobauer auf den Ethanol-Antrieb setzen. So zieht Volvo seinem schwedischen Mitbewerber nach und will bereits im Sommer die ersten Modelle als “FlexiFuel”-Autos nach Deutschland bringen. Peugeot und Ford sind ebenfalls dabei, erste FlexiFuel-Fahrzeuge anzubieten.
FlexiFuel-Autos können sowohl mit Benzin als auch Ethanol betankt werden. Und das in beliebigem Mischverhältnis, denn im Gegensatz zum Erdgas-Fahrzeug wandern Ethanol und Benzin bei FlexiFuel-Fahrzeugen in den gleichen Tank.
An Tankstellen gibt es derzeit vor allem das Ethanol E85, welches mit 15 Prozent Benzin angereichert ist, um auch an kalten Tagen vom Fleck zu kommen.

Saab findet ihr in Halle 3, Volvo ebenso.

Spaß, mit Gas.

von Thomas Gigold am 18.04.2007, 16:08 Uhr in Live, Umwelt

Die Show am Stand der Erdgasfahrzeuge ist bereits legendär. Doch dahinter steckt das Ziel, auf ein Thema aufmerksam zu machen, das vor allem beim Kauf eines Neuwagens in den kommenden Jahren eine Rolle spielen sollte: Erdgas ist ein sinnvoller Ersatz zum Benzin.

Monovalente Erdgasfahrzeuge - also Autos, die nur mit Erdgas betankt werden können - haben einen geringeren CO2-Ausstoß als ihre benzinbetriebenen Brüder und sind durch steuerliche Begünstigungen und bessere Energieeffizienz kostengünstiger zu betreiben.
Darüber hinaus: Unsere Erdgas-Ressourcen reichen weiter als die derzeit bekannten Erdöl-Reserven der Welt - etwa noch für weitere 200 Jahre. Als Übergang zu einem wirklich alternativen Antrieb ist Erdgas heute für die nächsten Jahre sicherlich eine wirkliche Alternative für eine moderne Fortbewegung.

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Dass Erdgas nun nicht Langweilig sein muss oder den Weg in familientaugliche Autos findet, beweist die Studie des Opel Corsa D 1.6 CNG. Die steht am Erdgas-Stand in Halle 3 und verfügt als monovalentes Auto über immerhin 94 PS und einen CO2-Austoß von gerade einmal 117 g/km. Eine Betankung reicht für 510 Kilometer, und vielleicht reicht das Feedback der AMI ja auch, um dieses Auto bald auf deutschen Straßen zu sehen.

H2O statt CO2

von Thomas Gigold am 17.04.2007, 13:47 Uhr in Live, Umwelt

Mit den neuen EfficientDynamics-Motoren im 1er und 5er geht BMW erste Schritte, um durch neue Einspritz-, Filter- und Hybrid-Techniken möglichst effizient und umweltfreundlich mit den heute üblichen Benzin-Füllungen eines Tank umzugehen.

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Doch bereits seit einigen Jahren forscht BMW - wie andere Autobauer auch - im Bereich des Wasserstoff-Antrieb, der gemeinhin als Energieträger der Zukunft gehandelt wird. Mit dem “BMW Hydrogen 7″, den man hier auf der AMI sehen kann, hat man nun erstmals ein Auto in Kleinst-Serie mit Wasserstoff-Antrieb ausgestattet und stellt dieses ausgewählten Kunden zur Verfügung, die den 7er im Alltag testen sollen.
Wann wir alle einen BMW mit Wasserstoff-Antrieb fahren können, steht allerdings in den Sternen. Wie bei wohl allen anderen Autobauern auch werden noch einige Entwicklungsjahre und - vor allem - der Ausbau eines Tankstellen-Netz notwendig, bevor es Wasserstoff-Autos zur Serienreife bringen.

Mehr Informationen zu den Bemühungen BMWs zum sauberen Antrieb kann man sich in folgenden Videocasts ansehen: Fahrt mit dem BMW Hydrogen 7 und einen offizielles BMW-Video zum Thema. Auf Deutsch kann man diese Informationen auch haben: Einfach in Halle 5 bei BMW vorbei schauen …