Studie

Auto aus Holz, Baumwolle und Basalt

von Daniel Große am 12.04.2010, 09:20 Uhr in 2010, Live, Studie, Umwelt

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Ein Fahrzeug, das völlig anders ist als die meisten, gibt es in Halle 3 zu sehen. Der Nios ist eine Konzeptstudie, die von Studenten dreier Hochschulen entwickelt wurde: von der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, der Hochschule Merseburg (FH) und der TU Chemnitz. Unter dem Label “Hydrokultur” bauten sie dieses Ultraleichtfahrzeug in ungewöhnlichem Design.

Der Nios ist allerdings nicht nur ein Showcar, sondern ein voll einsatzfähiger Fahrzeugprototyp. Die Studenten werden am 6. und 7. Mai damit den eco-Marathon 2010 in der Klasse UrbanConcept bestreiten und damit gegen Teams aus ganz Europa antreten. Beim eco-Marathon, der von Shell unterstützt und durchgeführt wird, gilt es, ein Fahrzeug zu entwerfen, konstruieren und letztlich auch bauen und zu fahren. Schwierigste Bedingung: Mit nur einem Liter Kraftstoff muss es die größte Distanz fahren, um zu gewinnen.

Beim Nios soll das vor allem durch den Einsatz nachwachsender und vor allem leichter Rohstoffe gelingen. Holz, Baumwolle und Basalt sind die Hauptbestandteile. Damit bringt das Gefährt gerade mal 160 Kilo auf die Waage. Angetrieben wird es von einer Brennstoffzelle und einem Elektromotor. 70 Prozent der Materialien sind regenerativ, der Dreisitzer kann zudem zu 90 Prozent recycled werden – eine Gesamtenergiebilanz, die nicht jedes Fahrzeug aufweisen kann.

Wer den Nios mal sehen will: Halle 3, Stand D42. Vor Ort sind auch einige der Projektverantwortlichen, die gern Rede und Antwort stehen.

Das fehlende Bindeglied

von Daniel Große am 31.03.2009, 08:45 Uhr in 2009, Live, Studie

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peugeot_conceptAls “fehlendes Bindeglied” bezeichnet Peugeot seinen “Concept Scooter”. Das Dreirad schaffe eine Verbindung zwischen der Welt des Motorrads und des Automobils. Der Scooter ist ein Hybrid aus Elektro- und Benzinroller. Fährt er elektrisch, stößt er natürlich keine Schadstoffe aus, im gemischten Betrieb sind es noch 47g/km CO2. Die Vorderräder werden mit Elektro-, das Hinterrad mit einem Benzinmotor angetrieben. Wobei man bei einem Roller sicher auch komplett auf den Benzinantrieb verzichten kann, zumal, wenn man ein zukunftsweisendes Mobil bauen will. Die drei Räder sollen vor allem der Stabilität dienen.

29 PS schaffe das Vehicel, dessen Design Anleihen an aktuellen Studien des französischen Herstellers nimmt. Innovativ sei das Start-Stop-System, das hier auch verbaut worden ist. Eine Vorreiterrolle in Sachen Ökologie und Zukunftskonzepte wolle Peugeot hier einnehmen. Und auch, wenn das alles gut gemeint und weit gedacht ist – man wird das Gefühl trotzdem nicht los, so etwas so ähnlich schonmal gesehen zu haben.

Wer mehr wissen will über das ungewöhnliche Concept, spricht die netten Hostessen in Halle 3 einfach mal an – oder kämpft sich durch die Bleiwüste auf der Peugeot-Website.

Terrafugia: Es fliegt!

von Daniel Große am 25.03.2009, 08:35 Uhr in 2009, Allgemein, Beschleunigung, Studie

Vor wenigen Tagen noch sponnen wir hier ein wenig auf der automobilen Zukunft herum. Jetzt absolvierte der Terrafugia Transition seinen erfolgreichen Jungfernflug. Ab 2011 könnte das Flugauto in Serienproduktion gehen.


Was glauben Sie? Lösen Flugautos die automobilen Probleme des 21. Jahrhunderts und darüber hinaus? Oder ist das alles Spinnerei?

Worlds next C-Max

von Daniel Große am 23.03.2009, 14:25 Uhr in 2009, Beschleunigung, Premiere, Studie

Wie sich Ford den nächsten (Focus) C-Max vorstellt, zeigt der Kölner Autobauer als Deutschlandpremiere auf der AMI. Der iosis MAX Concept ist ein Studienfahrzeug, das schon sehr viele Merkmale eines Serienmodells zeigt – und hoffentlich ändert sich auch nicht mehr viel daran. Denn optisch ist der iosis MAX ein Knaller:

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Limelight heißt das extravagante grün-gelb, in dem die Studie daherkommt. Äußerlich dominiert das bekannte und sehr erfolgreiche Kinetic-Design. Ein großer Kühlergrill soll Wuchtigkeit und Selbstbewusstsein verkörpern. Die kurze Motorhaube geht in die flache Frontscheibe über, welche sich über das gesamte Dach zieht und erst kurz vor der Heckklappe endet. Was nicht lustig werden dürfte, wenn bei Steinschlag die Frontscheibe (bis zum Dach?) gewechselt werden muss. Aber dafür ist’s ja eine Studie, die durchaus noch Anpassungen bedarf. Die Heckklappe soll sich zweigeteilt öffnen lassen. Die großen Glasflächen lassen die B-Säule verschwinden – die hinteren Türen, die übrigens Schiebetüren sind, wurden an der C-Säule befestigt.

008_iosismaxInnen dominiert viel Helligkeit und Luftigkeit. Die vier frei schwebenden Carbon-Sitze mit Nylonnetzen wirken gemeinsam mit dem Cockpit sehr futuristisch. In der Mittelkonsole ist ein Touchscreen-Display verbaut, über das sich alle Infotainment-Systeme bedienen lassen. Sprit soll die Studie auch sparen: durch weniger Gewicht und eine verbesserte Aerodynamik. So gibt es etwa aktive Lufteinlässe, die bei Nichtgebrauch selbsttätig schließen und so den Verbrauch reduzieren.

Weitere Höhepunkte am Stand von Ford in Halle 4: Der neue Ford Ka mit seinen Individual-Styling-Paketen. Außerdem der rassige Ford Focus RS mit 224 kW (305 PS) und 263 km/h Höchstgeschwindigkeit und sein kleiner, nicht weniger rassiger Bruder: der dynamische Ford Fiesta Sport.
Außerdem zu sehen: die neue Generation des Ford Ranger und neue Ford Fiesta ECOnetic mit extrem niedrigen CO2-Emissionswerten. Eine echte Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen bietet darüber hinaus der Ford Mondeo LPG mit Autogas-Antrieb.

iChangeTheWorld (?)

von Thomas Gigold am 20.03.2009, 16:03 Uhr in 2009, Beschleunigung, Studie, Umwelt

iChange. Wer jetzt an ein neues Produkt des Computer-Herstellers Apple denkt, ist falsch. Wenn auch nicht grundlegend.
“iChange” ist der Name einer Designstudie Frank Rinderknechts, der mit seiner Firma Rinspeed nicht nur Autos veredelt, sondern mit Concept Cars immer wieder auch für großes Aufsehen sorgt.

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Dabei ist der Name des Autos diesmal Programm. Der iChange soll nämlich wirklich etwas verändern – die Welt! “Der ‘iChange’ will Zeichen dafür sein, dass wir weltweit vor großen Veränderungen in Sachen Mobilität stehen, denen wir mit neuen Ideen Rechnung tragen müssen”, sagt Frank Rinderknecht. Und das sagt er aus Überzeugung, denn Rinderknecht versucht seine Liebe zum Automobil mit seiner grünen Seele zu vereinen. Der “iChange” ist eine Symbiose dieser beiden Herzen Rinderknechts: Ein windschlüpfriger Sportwagen, emissionsfrei, umweltfreundlich und leichtgewichtig (1050 Kilogramm).

ichange-2.jpgDer iChange ist ein Elektrosportler mit einem 150kW-starken Siemens-Motor, der den Wagen auf bis zu 220 Stundenkilometer beschleunigt und von 0 auf 100 km/h nur ein wenig mehr als vier Sekunden benötigt. Im Innenraum wurde natürliche Wolle im Hightech-Verfahren verbaut, der Routenplaner berechnet die energiefreundlichste Strecke, …
Clou des Autos: Zum einen das Dach, das sich anheben kann, sollen neben dem Fahrer auch noch zusätzliche Passagiere mit an Bord. Und die Steuerung der Autoelektronik – hier schwingen wir den Bogen zurück zu Apple -, die ein iPhone übernimmt. Das zukunftsweisende Telefon wird einfach per Dock an den “iChange” geklemmt und übernimmt die Aufgaben, die sonst Schalter übernehmen – Licht an, Tür (in diesem Fall: Dach) auf und Motor an.

Weniger fahrend, dafür aber auf auf seinen P Zero Reifen in den Dimensionen 215/40-17 und 245/40-18 stehend, kann man den “iChange” während der AMI am Stand von Pirelli sehen – Halle 4, Stand B31.

Kraftpaket mit Boom-Faktor

von Daniel Große am 20.03.2009, 09:44 Uhr in 2009, amitec, Beschleunigung, Studie

Er ist grün. Giftgrün. Und stark. 570 PS bringt der Dodge Challenger auf die Straße, wenn man ihn lässt. Das Auto von GeigerCars zieht bereits in der jetzigen Form neidische und interessierte Blicke auf sich. Auf der AMITEC bekommt der amerikanische Traum von Freiheit und Abenteuer den letzten Schliff: Entertainment auf höchstem Niveau wird in das Schmuckstück verbaut.

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Am Stand von EMMA, der European Mobile Media Association in Halle 2, Stand H41, wird der Dodge ab Freitag, 28.März, umgebaut und veredelt. “Die Besucher werden alle Umbauten nachvollziehen und unsere Techniker dazu befragen können”, sagt Peter Fuhrmann, Geschäftsführer der Xplus 1 GmbH, die den Umbau vornehmen wird.

dodge-challenger_2.jpgBereits am Mittwoch vor der Messe wird der Dodge zu einem Einbaupartner in Leipzig geliefert, wo Spezialteile angefertigt und angepasst werden. Auf der AMITEC wird der Challenger dann von Freitag bis Montag aufgemotzt. So bekommt der Kraftprotz ein DoppelDin Navigationsgerät verpasst. Für guten Empfang sorgt ein DVB-T Tuner. Klangpower sollen das 16cm 2-Wege-Komponentensystem und der 30cm Subwoofer mit 4-Kanal- und MonoEndstufe erzeugen. “Die Endstufen werden dabei im Kofferraum unter eine Plexiglasabdeckung in, zum Fahrzeug passendem, grünem und schwarzem Leder zu sehen sein. Der Subwoofer wird im linken Seitenteil in einer ebenfalls passenden Blende sitzen”, erklärt Fuhrmann. Das Navigationsgerät wird anstatt des originalen Systems verbaut und auch die Lenkradfernbedienung adaptiert. Die Hochtöner des Frontsystems sollen in der A-Säule angewinkelt platziert und die A-Säule danach neu bezogen werden. Und natürlich wird das gesamte Fahrzeug gedämmt und hochwertig verkabelt.

Ein Umbau, der nicht alltäglich ist und der mit Sicherheit großes Interesse hervorrufen wird. Nach der AMITEC wird der Dodge Challenger zurückgehen an GeigerCars in München – es sei denn, jemand interessiert sich direkt in Leipzig dafür und bringt die geschätzten 100.000 Euro gleich mit.

Bilder – Klick und groß …:
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Die automobile Zukunft… hat begonnen

von Daniel Große am 18.03.2009, 08:30 Uhr in 2009, Allgemein, Beschleunigung, Studie

Die automobile Welt von heute dreht sich vor allem um das Thema Umweltverträglichkeit. Dringendstes Problem scheint zu sein, das sauberste Auto der Welt zu entwickeln, das am Besten gar keine Schadstoffe ausstößt. Einem ganz anderen Aspekt widmen sich verschiedene Tüftler, die bereits die Zukunft im Blick haben: Wie kann der zunehmende Verkehr auf der Straße besser gelenkt werden? Ein möglicher Ansatz: Den Verkehr von der Straße in die Luft bringen. Mit fliegenden Autos.

Einer dieser neuen Flug-Pioniere ist Paul Moller. Wobei “neu” eigentlich nicht stimmt, denn immerhin beschäftigt sich der Amerikaner bereits seit mehr als 40 Jahren mit fliegenden Autos. Vor 40 Jahren präsentierte er den Prototypen, der einen starken Antrieb hatte und so in der Lage war, einen Senkrechtstart zu schaffen. Seitdem lässt Paul Moller der Traum vom staufreien Autofahren nicht mehr los. Bei einem Test im Jahre 2002 präsentierte Moller ein 700-Kilo-Auto, das mit 950 PS ebenfalls senkrecht vom Boden abhob und eine größere Strecke zurücklegte. In 50 Jahren, so schätzt Moller, wird jeder amerikanische Autofahrer längere Strecken in der Luft statt auf der Straße zurücklegen.
Sein aktuelles Skycar M400 stellt sich Moller im Einsatz als Rettungsflugzeug, für militärische Zwecke, aber durchaus auch als persönliches Transportmittel vor.

Damit sich fliegende Autos im Himmel nicht ins Gehege kommen, entwickelt das NASA Langley Research Center derzeit ein mitdenkendes Navigationssystem, das alle im Himmel befindlichen Autos so steuert, dass Zusammenstöße vermieden und ein ungehindertes Vorankommen ermöglicht werden.

PAL-V.jpgÄhnliche Pläne wie Paul Moller verfolgt der Niederländer John Bakker. Mit seinem PAL-V, dem “Personal Air and Landing Vehicle” ist Bakker bereits kurz vor der Serienproduktion. Vorteil hier: Das PAL-V bleibt unter 1500 Metern Flughöhe und beachtet damit Gesetze für solche neuartigen Fluggeräte, die in den USA und Europa eingeführt wurden. Der Start kann praktisch immer und jederzeit erfolgen – darf er aber nicht. Aus rechtlichen Gründen darf der PAL-V nur von Flugplätzen aus starten, der Pilot muss eine spezielle Fluglizenz besitzen. Über Preise schweigt sich der Hersteller aus, sie sollen erst im nächsten Jahr bekannt gegeben werden, bevor 2011 die Serienproduktion beginnt.

Ob und welche Lösung der zahlreichen Ansätze, von denen hier beispielhaft nur zwei genannt werden sollen, tatsächlich durchsetzt, werden die nächsten Jahre zeigen. Bis dahin werden wir, wollen wir fliegende Autos sehen, wohl das Grafikprogramm bemühen müssen. Oder Werbeagenturen engagieren – wie 2007, als Ford im Werbespot für den neuen Mondeo tatsächlich Autos – oder zumindest Modelle – fliegen ließ:


Konzept auf drei Beinen

von Daniel Große am 10.03.2009, 10:41 Uhr in 2009, Aktion, amitec, Live, Studie

Die AMITEC zeigt auch in diesem Jahr wieder alles rund um das KFZ-Gewerbe, Werkstattausrüstungen und Teile. Doch die Fachmesse hat noch mehr zu bieten – beispielsweise ein ganz besonderes Konzeptauto. Dieses wird derzeit in der Meisterschule für Karosserie- und Fahrzeugbau Erlbach/Tragnitz bei Leisnig gebaut. Und so soll es mal aussehen:

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Das auf den Namen MeiTra 9 (das neunte Conceptcar der Meisterschule Tragnitz) getaufte Gefährt sieht mit seinen segmentartigen Armen auf den ersten Blick aus wie eine Mischung aus Skorpion und Vogelspinne. Unter der blechernen Haube aber steckt moderne Technik. Den ganzen Beitrag lesen »