Probefahrt

Probefahrten bei der AMI: So funktioniert’s

von Daniel Große am 25.03.2009, 10:07 Uhr in 2009, Allgemein, Probefahrt

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Die AMI ist auch in diesem Jahr wieder ein Paradies für Probefahrer. Zahlreiche Aussteller bieten Ihnen an, in den neuesten Modellen Platz zu nehmen und diese über Leipziger Straßen und ein Stück Autobahn zu jagen. Die AMI ist damit die ideale Gelegenheit, die persönlichen Wunsch-Autos zu testen. Das Procedere ist recht einfach, ein wenig Zeit sollten Sie allerdings mitbringen.

Wenn Sie ein Modell Probe fahren wollen, suchen Sie am Besten gleich zu Beginn Ihres AMI-Rundgangs den Stand des gewünschten Herstellers auf. Dort gibt es meist einen speziellen Info-Stand, an dem die Anmeldung zur Probefahrt durchgeführt wird. Personalausweis und Führerschein sollten natürlich mitgebracht werden. Den freundlichen Hostessen an der Anmeldung sagen Sie, welches Modell Sie Probe fahren wollen und melden sich dafür an. Sie bekommen bei den meisten Ausstellern ein Schlüsselbändchen mit einem Probefahrt-Ausweis überreicht. Mit etwas Glück startet die Probefahrt direkt im Anschluss, es kann aber auch sein, dass Sie etwas warten müssen. Bei unseren Probefahrten in den vergangenen Jahren handelte es sich meist um zwei bis drei Stunden. Das ist sicher verschmerzbar – zu sehen gibt es auf der Messe ja einiges, so dass die Wartezeit gut überbrückt wird.

AMI 2008Vor der Probefahrt sammeln sich alle Interessierten am Info-Stand des Ausstellers. Ein Mitarbeiter begleitet Sie dann nach draußen. Am Auto gibt es meist eine kurze Instruktion (gern wird auf die fiesen Blitzer in Leipzig hingewiesen) und danach geht’s los. Viele Aussteller setzen Ihnen einen Begleiter auf den Beifahrersitz, bei einigen dürfen Sie aber auch allein losfahren. Die Strecke ist vorgegeben und führt über die B2 Richtung Podelwitz. Dort wird gewendet, zurück geht es dann am BMW-Werk Leipzig vorbei. Einige Aussteller erlauben auch einen kurzen Sprint auf der Autobahn Richtung Flughafen.

Eine Übersicht der Modelle, die zur Probefahrt zur Verfügung stehen, finden Sie hier. Wir wünschen viel Spaß und eine gute Fahrt!

Mazdas Sportlicher Großauftritt

von Thomas Gigold am 13.04.2008, 15:50 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

Vor 20 Jahren wurden Kombis gebaut. Heute sind es Avants und Tourings oder Sport Wagons. Insgesamt soll mit der neuen Namensgebung soll der Familienvater wohl dazu gezwungen werden, im Bekanntenkreis nicht mehr von seiner “Familienkutsche”, sondern seinem “Großraumsportler” zu berichten.

Das mancher Kombi aber durchaus den sportlichen Anspruch, den er im Modell-Namen trägt, gerecht wird zeigte sich bei unserer Probefahrt mit dem Mazda 6 Sport Kombi. Das Großraummodell von Mazda trägt den Namen “Kombi” tatsächlich noch im Namen, obwohl da durchaus auch ein “Touring”, “Avant” oder “Wagon” stehen könnte.
Auf der AMI konnte man die Kombi-Variante des neuen 6er bereits vor seiner Händler-Premiere testen, die feiert der schicke Japaner nämlich erst am 19. April.

Wir nahmen die frühe Chance wahr und fuhren eine Runde mit dem 2,5-Liter Benziner – insgesamt gibt es drei Benziner und ein Diesel im Motorenprogramm. Das 170 PS starke Aggregat leistet im 1,5 Tonnen schweren Kombi gute Arbeit und lässt den Gedanken an ein Familienauto schnell vergessen. Wer butterweiche, gemütliche Mittelgebirgsfahrten mit 60 km/h sucht sollte sich nach einem anderen Modell umsehen. Der Mazda beeindruckt mit straffem, sportlich-direkt ausgelegtem Fahrwerk und zeigt: Hier wird dynamisch gefahren. An die Kombis von vor 20 Jahren erinnert hier nichts mehr.

Auch nicht der Innenraum. Der ist selbst in der Grundausstattung extrem komplett und wartet mit Klimaanlage und CD-Radio auf, gerahmt in wertigem Kunststoff. In den Ausstattungsvarianten Dynamic und Top wird das Mazda-eigene Audiosystem gar gegen ein Bose-System ausgetauscht. Das – auch in unserem Testwagen verbaut – überzeugt mit sattem Klang aus acht Lautsprechern und sorgt neben dem wohlig grollenden Motor für eine sportliche Geräuschkulisse. Die wirkt zu keinem Zeitpunkt aufdringlich und wird auch nicht von Windgeräuschen gestört – die nämlich tauchten bei unserem kurzen Proberitt gar nicht erst auf.

Trotz hoher Sportlichkeit muss man beim neuen 6er keine Abstriche in Sachen Raum machen. So zeigt der Mazda, dass man Dynamik und Raum wunderbar vereinbaren kann und bietet immerhin für 500 Liter Platz – bei aufgerichteten Rücksitzen. Das ist so einiges mehr als beim neuen A4 Avant, 3er-Touring oder dem C-Klasse T-Modell, die 30 bis 60 Liter weniger aufnehmen. Klappt man die Sitze um packt der Mazda sogar 1751 Liter und übertrumpft damit sogar noch Mondeo Turnier und Passat Variant. Damit bietet der 6er genug Platz für den ein oder anderen Trip zum Möbelhaus des Vertrauens …

Der Mazda 6 Sport Kombi hinterließ einen guten Eindruck bei uns. Die Verarbeitung ist exzellent, an den Spaltmaßen im Cockpit kann sich manch anderer Hersteller etwas abschauen. Der Motor zeigte sich drehfreudig, agil und sparsam. Insgesamt sollte es Mazda damit gelingen im Sektor von A4, 3er Touring und Mondeo ordentlich fischen zu gehen. An Qualität und Preis kann er zumindest nicht scheitern. Ab 25.000 Euro geht es los für die Basis-Ausstattung.

Hyundais großer Schritt

von Thomas Gigold am 12.04.2008, 16:47 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

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Wie kann man das schöne Wetter auf der AMI am Besten nutzen? Genau: Auto schnappen und eines der über 100 Modelle Probe fahren.
Haben wir – wie angekündigt – heute getan und uns den Hyundai i30 CW geschnappt. Mit dem neuen Kombi-Modell des i30 sind wir eine Runde im Leipziger Messeumland unterwegs gewesen und konnten uns mit dem neuen Kombi Hyundais ein wenig bekannt machen.

Der i30 cw überrascht bereits beim Einsteigen. Das Auto wirkt sowohl außen, als auch innen europäischer als erwartet. Das liegt wahrscheinlich nicht zuletzt am deutschen Designer des cw. Thomas Bürkle entwarf den neuen Hyundai-Kombi im deutschen Designzentrum und schnitt ihn für den europäischen Markt zurecht. So ist der cw zwar kein Kunstobjekt, aber er wirkt gut und punktet beim ersten Eindruck nicht nur mit Aussehen, sondern auch mit wertigem Interieur (angenehme Kunststoffe im Armaturenbrett, feste Sitze) und guter Verarbeitung. Auffallend vor allem auf der Rücksitzbank: Die Beinfreiheit. Hier sollten selbst übergroße Menschen Platz haben ohne sich die Knie am Fahrer- oder Beifahrersitz Wund zu schruppen. Dieser Platz wirkt sich auf den Kofferraum aus, für den normalen Gebrauch sollte der allerdings trotzdem ausreichen: Im Vergleich zum aktuellen Golf kann der i30 cw zwar mit 415 Litern Volumen knapp 90 Liter weniger aufnehmen (die auch bei umgeklappten Rücksitzen fehlen), dafür aber kommt man mit heilen Knien am Ziel an …

Zwei Benziner und zwei Diesel stehen im Koreaner zur Wahl. Wir fuhren den kleinsten Benziner, den 1,6 Liter Vierzylinder mit 126 PS. Der zeigte sich drehfreudig und beeindruckend agil für einen Kombi und lässt Fahrspaß aufkommen. Dank ESP und langem Radstand kommt der Hyundai so gut wie nie aus der Ruhe und selbst bei hohem Tempo oder Lastenwechsel fasst man schnell Vertrauen in den Kombi.

Der i30 cw beeindruckt final nicht nur über seinen Preis – für knapp 17.500 Euro gibt es einen wertigen Kombi mit serienmäßiger Klimaanlage, gutem Audiosystem und Dachreling – sondern auch über seine Qualität und Fahreigenschaft. Der Neue Golf-Rivale macht es dem Wolfsburger nicht einfach und dürfte in nächster Zeit häufiger mit ins Gespräch kommen, wenn es um die bekannte Golf-Klasse geht.

Das Kürzel “cw” übrigens steht nicht, wie gestern im Podcast vermutet, für das sächsische “Carawahn“, sondern für “Crossover Wagon” ;-)

Für die Probefahrten bei Hyundai meldet Ihr Euch einfach beim Hyundai-Stand in Halle 1 an.
Mehr Bilder vom i30 cw nach dem Klick: Den ganzen Beitrag lesen »

GT’aime!

von Thomas Gigold am 11.04.2008, 14:07 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

P1090012.jpgEinmal auf dem Straßenboden Platz nehmen und mit deutlich anderer Geschwindigkeit Probe fahren? Geht bei Opel. Die Rüsselsheimer nämlich haben neben den OPC-Varianten von Vectra und Zafira auch den Roadster GT zur Probefahrt bereit gestellt.

Platz nimmt man im GT auf gut geformten Ledersitzen, nur wenige Zentimeter über dem Asphalt schwebend. Die 2.0 Liter-Turbo-Maschine grollt wie ein Löwe in Drohstellung und wartet auf den rechten Fuß. Den muss man mit Bedacht einsetzen: Der GT ist ein Hecktriebler mit Power. Über 264 PS herrscht man hier und ist trotz der 1,4 Tonnen, die der GT dann doch wiegt, schnell bei 220 km/h ohne es zu merken. Und ein Tipp mehr auf das Gaspedal verriet: Da könnte noch mehr kommen – auch wenn Opel die Höchstgeschwindigkeit mit 229 km/h angibt.

Die Windgeräusche im Inneren halten sich in Grenzen und werden erst bei der Top-Geschwindigkeit des GT zu laut – da oben im Schnelligkeitsbereich will man aber eigentlich überhaupt nicht wirklich fahren. Am Schönsten ist das dahingleiten. So oder so aber bleibt der GT immer in der Spur. Die Lenkung ist direkt aber ruhig – selbst bei 180 km/h läuft der GT schnurgerade und ruhig gerade aus, obwohl man vor allem beim Beschleunigen die Kraft der Hinterräder spürt.

Über Platz muss man in einem Auto wie den GT nicht sprechen. Das Auto ist kompromisslos, sowohl in seinen Ausstattungs-, wie Motorenvarianten (es gibt nur eine), als auch beim Platz (es gibt nicht wirklich welchen). Beim Shopping muss man sich zurück halten, insbesondere bei schönem Wetter, wenn man den GT offen fahren will. Aber der Opel Roadster will auch kein praktisches Auto sein. Es ist ein Fahrzeug für den Spaß, auch wenn die 32.000 Euro, die für ihn fällig werden, dann doch recht hoch für ein reines Spaßmobil sind …

Probefahren könnt ihr die Opel-Modelle neben Halle 3

Opel GT ProbefahrtOpel GT Probefahrt
Opel GT ProbefahrtOpel GT Probefahrt
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Scharfer Mini

von Karen Arnold am 10.04.2008, 17:36 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

Ein Gastbeitrag von unserer Karen Arnold, Journalistin in Leipzig.

AMI 2008Als Frau wollte ich natürlich ein Auto in meiner Lieblingsfarbe ROT fahren. Die Farbpalette des Mini Cooper allerdings brachte mich ein wenig ins Schwitzen, denn die Namen der Farben allein waren schon einen Hingucker wert. Von Pepper White über Mellow Yellow wurde ich kurz bei Hot Chocolate schwach, blieb dann aber doch “meiner” Farbe treu und setzte mich in den scharfen Chili Red Mini Cooper, der mich ebenfalls mit seinen großen Augen ansah. Vorab mußte ich aber noch mein Alter der Öffentlichkeit preisgeben, da der Fahrer mindestens 30 Jahre alt sein muss.

Und dann ging es auch schon los – allein, ohne Beifahrer. Doch mit der Streckenvorgabe vom Personal konnte ich auf Landstraße und Autobahn den Kleinwagen aus dem Hause BMW auf Tempo und Bequemlichkeit testen. Was natürlich gleich auffällt, dass der Kleine sicherlich keine Familienkutsche ist, dafür aber ein schnittiges Stadtauto mit einigen Vorzügen. Gerade in der Zeit von Spritsparstunde und Umweltschutzdiskussionen bietet das Auto neben dem ohnehin guten Verbrauch von 5,4 Litern ein leicht schaltbares 6-Gang-Schaltgetriebe, um gerade in der Stadt noch mehr Sprit zu sparen. Dabei hilft auch die praktische Auto-Start-Stopp-Funktion: Steht man an der roten Ampel und nimmt den Fuss von den Pedalen, schaltet der Motor ab und wird durch leichten Druck des Schalthebels wieder in Gang gesetzt. Das geht sehr schnell und verzögert die zügige Anfahrt kaum. Mit seinen 120 PS kommt der Kleine schnell auf Tempo und ich hatte das Gefühl, in einem Sportwagen zu sitzen, auch nicht zuletzt durch das lederbezogene Sportlenkrad in meinen Händen. Nur als ich sehen wollte, wie hoch die Geschwindigkeit ist, musste ich etwas schielen. Der riesige Tachometer in der Mitte des Armaturenbretts ist nicht nur vom Anblick her sehr gewöhnungsbedürftig, sondern auch an seiner Position eher unpraktisch. Ebenso an die Schaltknöpfchen u.a. für die Fensterheber in der Mittelkonsole muss man sich erst gewöhnen. Mini halt.
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Groß, größer, Grand Voyager

von Thomas Gigold am 09.04.2008, 11:03 Uhr in 2008, Probefahrt

AMI 2008Bereits am Chrylser-Stand kann man sich von den beachtlichen Innen-Maßen des Grand Voyager überzeugen. Dort haben vier Einzelsitze plus einer mit drei Sitzen versehenen Rückbank ihren Platz, die sich alle – bis auf den des Fahrers natürlich – mit ein wenig Elektronik oder drei Handgriffen komplett im Boden des Chrysler versenken lassen.
Der Amerikaner zeichnet sich durch seine Größe und das große Platzangebot aus. Mit 5,1 Meter Länge ist der Grand Voyager zwar nicht das längste auf der AMI stehende Auto, sicherlich aber das längste zur Probefahrt angebotene.

Und so nahmen wir uns eine halbe Stunde Zeit und gaben dem 2.8 Diesel auf der Autobahn einmal die Chance aus dem normalen Probefahrt-Rythmus des Stadtverkehrs auszubrechen.
Begleitet wurden wir bei unserer kleinen Tour auf der A14 von Chrysler-Beifahrerin Stefanie, die uns vom Alltag als “Berufsbeifahrer” erzählte und uns die ganzen schönen elektrischen Gimmicks des Grand Voyager vorführte. So lassen sich nicht nur Spiegel, Sitze und dergleichen elektrisch verstellen, sondern auch die Schiebetüren aus dem Cockpit so öffnen.

AMI 2008Der Chrysler hat die Ausmaße eines Kleintransporter – doch er fährt sich nicht so. Zum ersten Mal verstehe ich, warum die Lieferwagen öfter mal im Graben liegen. Fahren die sich nur halb so bequem wie der Grand Voyager muss man sich über deren Trängeln bei 180 km/h nicht mehr wundern. Die Geschwindigkeit nämlich schafft der Grand Voyager ohne mit der Wimper zu zucken oder eine Anstrengung anzudeuten. Für die Ausmaße und das hohe Eigengewicht (etwas mehr als zwei Tonnen), die der Riese aus Amerika aufweist, beschleunigt er trotzdem schnell genug um nicht zum Hindernis zu werden. Auffällig eigentlich nur: Das Automatikgetriebe schaltet ein wenig spät – vielleicht irritiert mich als manueller Schalter das Hochdrehen aber auch nur, eben weil ich selten Automatik fahre …

Über den Innenraum muss man fast schon nicht mehr sprechen, und wenn muss man große Worte nutzen. Zum Beispiel sowas wie Extrembeinfreiheit. Oder Texasfarmausmaße. Oder auch: Lautsprechen. Denn eben das muss man sich im Chrysler angewöhnen. Nicht wegen des etwas lauter als bei anderen Chrysler-Modellen vernehmbaren Nageln des Diesel, sondern allein aufgrund der Entfernung der Sitze zueinander. Wie bereits oben geschrieben lassen sich alle Sitze mit wenig Arbeit im Boden versenken, dazu die Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer ausbauen und schon wird aus dem “Bus” ein Kleintransporter. In die vielen Ablageflächen, insbesondere neben der dritten Sitzreihe, findet das typische “Unterwegsspielzeug” der Kleinen satt Platz und dank Entertainment-System maulen weder Kinder noch chauffierte Oma oder Opa – denn die beiden Monitore können unterschiedliche Inhalte abspielen. An Unterwegskaffeetrinker wie mich hat Chrysler auch gedacht und gleich für ordentlich Platz gesorgt: 13 Cupholder findet man an allen Stellen des Grand Voyager verteilt, davon allein 4 direkt neben dem Fahrersitz.

Insgesamt ist der Chrysler Grand Voyager ein Schiff für die Familie mit 2+ Kindern. Wer hier keinen Platz findet muss dann zum Kleinbus greifen. Dazu überzeugt der gute Diesel, der aber auch seine – während unserer Fahrt als Durchschnitt angezeigten – 10 bis 11 Liter Diesel braucht. Der Grand Voyager ist, als Fazit, ein guter Kompromiss zwischen mütterlichen Fürsorge-Ansprüchen und väterlichem Sportverlangen ;-)

Französisch durchdacht: Der Citroën C5

von Daniel Große am 08.04.2008, 13:15 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

Citroen C5 TourerUnsere erste Testfahrt am heutigen Dienstag führte uns zu Citroën. Hier nahmen wir zu morgendlicher Stunde im neuen C5 Tourer Platz. Der C5 feiert hier auf der AMI seine Deutschlandpremiere und wird ab dem 28. April beim Händler stehen – zu unserer Überraschung (und Freude) kann man den C5 bereits auf der AMI einmal selbst testen und sich so bereits vor allen anderen ein Bild vom neuen Franzosen machen.

Bereits beim Probesitzen auf dem Citroën-Stand in Halle 5 hat uns der C5 überzeugt. Die Sitze sind bequem, die Verarbeitung exzellent und das Raumangebot gut bemessen. Insgesamt machte die ausgestellte Version mit in Leder gehülltem Armaturenbrett einen fantastischen Eindruck, den die Kombi-Variante des C5 während unserer Probefahrt auch auf der Straße bestätigen konnte. “Beim Anfahren etwas mehr Gas geben, das Fahrzeug hat eine elektrische Feststellbremse, die sich dann von allein löst”, so unser Probefahrt-Begleiter. Die erste Bekanntschaft mit der zuweilen schon verspielt häufigen Elektronik sollte nicht die Einzige bleiben. In der höchsten Ausstattungsvariante, die wir gefahren haben, verfügt der C5 unter anderem über beheizbare Vordersitze mit Massagefunktion für die unteren Lendenwirbel und elektronische Sitzeinstellungen inklusive einer Memory-Funktion für zwei Fahrer. Im Alltag bewähren wird sich die automatische Verstellung der Außenspiegel. Dank elektronischem Helferlein neigen sich, sobald man den Rückwärtsgang einlegt, die Spiegel auf Fahrer- und Beifahrerseite ein Stück nach unten und gewähren bequemen Blick auf eventuell vorhandene Bordsteine. Ebenso praktisch und logisch durchdacht ist der Fahrersitz, der ein Stück zurückfährt, sobald die Tür geöffnet wird und dem Piloten so das bequeme Aussteigen ermöglicht.

Citroen C5 TourerWas man eigentlich nicht möchte, das Aussteigen. Denn das Fahrgefühl ist in jeder Lage angenehm, was nicht zuletzt an der von Citroën bekannten Hydropneumatik liegen dürfte. Obwohl der C5 Tourer ein schweres, weil sicheres Fahrzeug ist, fährt er sich sehr leichtgängig und direkt. Wie bei Citroën bereits üblich steht auch beim neusten Modell die Lenkradnabe fest. Heißt: Der Fahrer bewegt nicht das komplette Lenkrad, sondern nur den Kranz, was vor allem dem Sicherheitsanspruch geschuldet sei, so unser Begleiter: “Nur so ist gesichert, dass der Airbag auch wirklich optimal geformt heraus kommt.”

Die 2,4 Liter-Dieselmaschine, die in unserem Testfahrzeug ihren Dienst verrichtete, zeigte sich dank der 170 PS sehr durchzugsstark, wovon man im Innenraum erstaunlich wenig hört. Das typische nageln des Diesel ist so gut wie nicht hörbar im Innenraum. “Schuld” daran haben die Doppelverglasung und die dicken Türen.

Fazit: Wir wurden vom neuen C5 positiv überrascht. Das Auto zeichnet sich innen wie außen durch ein angenehmes, vordringendes Design aus und kann dank Elektronik, Platzangebot und der guten und sparsamen Motorisierung überzeugen. Zumindest wir haben uns spontan verliebt.