Probefahrt

Yes, we Can-Am!

von Daniel Große am 15.04.2010, 17:04 Uhr in 2010, Probefahrt

can-am

“Alter vor Schönheit”, sagte Kollege Gigold heute auf dem Freigelände hinter Halle 2. Dabei hatte er Glück, überhaupt Platz nehmen zu dürfen auf dem Can-Am Spyder Roadster. Denn wer das Dreirad über den Parcours fahren will, muss mindestens 30 sein. Für uns drückte das nette Team ein Auge zu und ließ Thomas, der in diesem Jahr noch nullen wird, auch an den Lenker.

Ausgerüstet mit Helm, einer schicken Can-Am-Jacke und jeder Menge Neugier saßen wir auf. Ein Instruktor erklärte uns Startvorgang, Lenkbewegungen und - ganz wichtig - die Bremse. Die ist nicht etwa am Lenker montiert, sondern in Form eines Tasters im Bereich des rechten Fußes. 106 PS hat das nette Maschinchen - und das merkt man auch. Wer im Leerlauf den Gashebel betätigt, bekommt diese Kraft zu spüren. Der Motor heult auf und bringt einen schicken, röhrenden Sound aus dem Auspuff. Nur der Instruktor war nicht gerade amused über meine nassforsche Entdeckungsreise über die Hebelchen und Taster des Can-Ams.

Echte Begeisterung konnte zumindest ich für das Gefährt nicht aufbringen. Nicht, weil es nicht sexy wäre, daran liegt es nicht. Aber zwei Runden über den Kurs reichen nicht, um eins zu werden mit dem Can-Am. Um ein Gefühl für Gas, Bremse und Lenkung (ohne Servo) zu entwickeln. Spaß machte es trotzdem. Und vielleicht schauen wir nochmal vorbei, um etwas sicherer zu werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Probefahrt: Kia Soul

von Daniel Große am 05.04.2009, 09:51 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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In Halle 5 hat Kia einen beachtlichen, großen Stand gemietet. Die langbeinigen Hostessen laufen in Glitzergewändern herum und beraten zu den neuesten Modellen des koreanischen Herstellers, der 1998 von Hyundai übernommen wurde. Heute ist die Hyundai Kia Automotive Group der siebtgrößte Autobauer der Welt.

Soweit zu den recht erfreulichen Fakten. Nun zum Kia Soul. Doch, man muss das leider so scharf trennen und auch so betonen. Denn einen bleibenden Eindruck hinterließ die Probefahrt in dem SUV-Mini-Van-Verschnitt nur in negativer Hinsicht. Schade, denn für die erste Probefahrt auf der AMI 2009 hatten wir uns eigentlich etwas anderes gewünscht.

“The Power to surprise” lautet Kias Schlachtruf. Überraschungen gab’s nur wenige. Der Soul ist - zumindest aussen - ein Spaßmobil. Das eigenwillige Design könnte Fahranfängern, also eher jungen Leuten gefallen. Ein Stadtflitzer mit SUV-Ambitionen, das hat was, ist frech und modern. Ein Konzept, das durchaus aufgehen könnte. Wenn man es richtig macht.

kia-soul_240.jpgSetzt man sich in den Soul, wird man allerdings vor den Kopf gestoßen. Sämtliche Erwartungen, die man eben noch hatte, werden enttäuscht. Plastik, das den Anschein macht, von der billigsten Sorte zu sein, dominiert das Cockpit. Auch die Seitenverkleidungen kommen nicht in den Genuss hochwertiger Materialien. Die Verarbeitung ansich ist okay, teilweise wirkt sie aber billig. Etwa die sichtbaren Schrauben der Vordersitze oder die Befestigungen der Gurte, die man so in einem Auto heutzutage nicht mehr sehen möchte.

Das Fahrverhalten des Souls ist okay. Allerdings brummt der Motor viel zu laut für einen Benziner, die Schaltung ist hakelig. Beim Tritt aufs Gaspedal hat man das Gefühl, irgendwas ist kaputt, denn so richtig “ziehen” kann der Soul nicht. Dass der Benzinmotor 126 PS leisten soll, konnten wir nicht recht glauben.

Insgesamt fehlt dem Soul das, was er verspricht: Sehle. Trotzdem gibt es sicher eine Zielgruppe für das kleine Ding. Vielleicht junge Frauen, denn immerhin kommt der Soul in diversen knalligen Farben daher. Vielleicht auch ältere Leute, die zeigen wollen, dass sie noch “hipp” sind. Man kann dem Soul nur wünschen, dass er seine Zielgruppe noch findet. Oder die Zielgruppe ihn.

Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum wir so lange gewartet haben, um unsere erste Probefahrt der diesjährigen AMI aufzuschreiben.

Traktor auf Ecstasy

von Thomas Gigold am 04.04.2009, 12:29 Uhr in 2009, Live, Probefahrt


Für das Einsteigen in den Isuzu braucht es Fitness, oder eine Treppe. Mit einer Einstiegshöhe von gefühlten zwei Metern erklimmt man den Isuzu D-Max eher, genießt nach dem Einsteigen dann allerdings das Gefühl der Erhabenheit. So muss es sein, wenn man nach einer Klettertortur oben auf der Bergspitze eines 3000er steht … Da sitzt man nun, thront schon eher und ist eingehüllt von diesem Gefühl: Hier kann mir nix und niemand was. Kleine smarts im Weg? Macht nix. Drüber! Größere Mittelklassewegen? Wegschubsen! Der D-Max fördert dieses “King of the Road”-Gefühl. Und es keimt der Gedanke auf, warum man eigentlich nicht gleich in einem 40-Tonner Platz nimmt … Besser kann das Gefühl der Erhabenheit dort auch nicht mehr sein.

Dann wirft man das 2.5 Liter Diesel-Aggregat an und ist überrascht von der Laufruhe. Man hätte eher dieses Traktorenbrummen erwartet, wird aber von einem fordernden Dieselnageln eingelullt … dieser Motor will fahren! Leerlauf ist für Babykätzchen. Also Kupplung kommen lassen und rein in die Wildnis!
Die Wildnis ist bei der Probefahrt eine Tour über Landstraße, allerdings über Stücke rund um das Messegelände, die man sonst hier mit keinem anderen Auto kennenlernen wird.

Der D-Max ist steif, wer ihn mit einem SUV vergleichen will, der vergleicht auch Kiwis mit Ananas. Es geht einfach nicht, der D-Max ist ein Arbeiter, einer der sich auf dem Feld austoben will und der Landstraße als notwendiges Übel ansieht. Er brummt leise vor sich hin, und kehrt den lieben Bauern raus: Belastbar, bei manchen Dingen vielleicht ein wenig schrullig aber absolut handlich und freundlich. Der zuschaltbare Allrad macht aus dem landwirtschaftlichem Normalo einen kernigen Macho, der selbst im hohen Tempo den kleinsten Kreisverkehr meistert. So fährt man auf Schienen. Den D-Max aus der Kontrolle zu verlieren muss schon mutwillig geschehen …


Uns hat die Fahrt im D-Max viel Spaß bereitet - nicht nur aufgrund der Fahrt-Begleitung durch ein echtes Berliner Original, sondern auch, weil der D-Max einen sehr guten Eindruck hinterlässt.
Der Pick-Up ist sicherlich kein reines Stadtauto - das wäre so, als würde man einen Husky in einer Ein-Raum-Wohnung halten. Der D-Max will arbeiten, er will raus spielen - ohne Leine. Deswegen sollte man die Chance auf eine Probefahrt einmal wahr nehmen, so schnell wird man hinter dem Lenkrad eines so wunderbaren Autos nicht mehr sitzen - obwohl, vielleicht als Zweitwagen für das wilde Wochenende mit dem Sohnemann? Ab 20.000 Euro gibt es den D-Max schon. Und der ist im Gegensatz zum gleichnamigen TV-Sender nicht nur für Männer … ;-)

Isuzu findet man in Halle 1, dort meldet man sich auch zur Probefahrt an.

Manchmal siegt die Unvernunft

von Thomas Gigold am 03.04.2009, 10:45 Uhr in 2009, Live, Probefahrt


Unterschiedlicher könnten unsere Probefahrten insgesamt kaum sein. Mit Transportern, Winzlingen, Sparmeistern und Boxern haben wir die Straßen um das Leipziger Messegelände bereits unsicher gemacht. Und gestern nahmen wir Platz im wohl schnellsten Läufer der AMI: Dem Renault Mégane Coupé.

Es ist in diesem Jahr das erste Auto, mit dem man uns auf die Autobahn lässt. Und obwohl sich der Mégane auf der Landstraße extrem wohl fühlt, merkt man seine Freude an der Autobahn: Bis zu 220 km/h beschleunigt der 2.0 Liter-Benziner das 1,4 Tonnen schwere Coupé, und selbst dann geben die 180 Pferde einem nicht das Gefühl, am Ende ihrer Kräfte zu sein.

Das straffe Sport-Training hat Renault dem Megané mit dem Blick auf VW Scirocco und Opel Astra GTC verordnet. In den beiden deutschen Modellen sucht der Megané seine Gegner und kann sich gegen sie behaupten.
Der Franzose ist flott, liegt wunderbar in der Hand und klingt, wie so ein Sport-Spaß-Mobil klingen muss: Pur, markig und nicht zu leise.

Das Mégane Coupé ruft einem zu “Ich will nur spielen”, und mehr will man mit dem Kleinen auch nicht … Es gibt eben vernünftige Autos und Autos mit dem gewissen Spaßfaktor. So ganz unvernünftig ist der Mégane dann auf der anderen Seite aber auch nicht: Fährt man gesittet, will das Coupé rund 7,5 Liter. Bei unserem kleinen Testausflug über die A14 allerdings haben wir den Sportler nicht nach dem Verbrauch gefragt, man muss auch nicht immer alles wissen. Die Tachoanzeige im Coupé ist groß genug, damit das Unterbewusstsein schuldbewusst schonmal plant, 3 Quadratkilometer mehr Regenwald in Brasilien zu kaufen…

“Läuft der Motor schon?”

von Daniel Große am 02.04.2009, 17:33 Uhr in 2009, Live, Probefahrt, Umwelt

insight

Was echte Laufruhe bedeutet, erfuhren wir heute im wahrsten Sinne des Wortes. Im Honda Insight. Der Hybrid aus Benzin- und Elektroantrieb hinterließ bei uns einen bleibenden Eindruck. Und das Wissen, dass es echt Spaß macht, einen Hybriden zu fahren.

insight_batterieBeginnen wir am Anfang: Der freundliche Begleiter während unserer Probefahrt zeigte uns zu Beginn den Elektromotor. Der ist nicht wie beim Hybrid-Civic hinter der Rückbank montiert - was zur Folge hatte, dass diese nicht mehr umklappbar ist - sondern unter einer Abeckung im Kofferraum versteckt. Hier stört er nicht und kann in Ruhe seine Arbeit tun.

Ruhe - da ist es wieder, dieses Wort, das den Insight wohl am Besten beschreibt. Nach Umdrehen des Zündschlüssels waren wir uns nicht sicher. “Läuft der Motor schon?”, fragten wir uns. Ja, er tat es. Leise. Sehr leise. Das Fahrverhalten war erste Klasse. Sehr “sahnig”, sanft und ruhig glitten wir dahin. Und waren trotzdem schnell. Bei 120, 130 km/h hört man den Benzinmotor schon, klar. Die Geschwindigkeit spürt man im Insight trotzdem nicht. So etwas haben wir während unserer Probefahrten hier noch nicht erlebt.

insight_detailDer Hybridantrieb funktionierte reibungslos. Bei Geschwindigkeiten von etwa 25 bis 50 km/h arbeitet nur der Elektromotor. Drüber oder drunter kommt der Benzinmotor zu Hilfe. Im niedrigen Drehzahlbereich oder im Rollen wird die Energie zurückgeführt und lädt den Elektromotor auf. Außerdem hat der Insight eine Auto-Stopp-Funktion, die bei unter 10 km/h oder im Leerlauf bei Betätigung der Bremse den Motor abstellt. Lässt man die Bremse wieder los, springt der Motor sofort wieder an - fast unbemerkt und dezent im Hintergrund.

Insgesamt die bislang ruhigste Probefahrt hier auf der AMI. Demnächst soll das Prinzip, so sagte uns der Honda-Mitarbeiter, auch im Jazz verbaut werden. Und hoffentlich bald in noch mehr Fahrzeugen, auch anderer Hersteller. Denn mit einem Verbrauch von 4,6 Litern auf 100 km liegt die voll ausgestattete Limousine im absoluten Spitzenfeld.

Der Honda Insight steht ab 18. April beim Händler.

Honda finden Sie in Halle 5.

Automobile Kontraste

von Thomas Gigold am 01.04.2009, 17:20 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

Größer könnten die Unterschiede bei unseren Probefahrten heute nicht sein: Vom Größten zum Kleinsten auf der AMI. In der einen Ecke des Rings ein echter Boxer - ein löwenstarker Transporter mit hundert PS -, in der anderen Ecke das Fliegengewicht Aixam - mit fünf PS.


Aixam baut Leichtfahrzeuge, automobile Fliegengewichte mit einem gesamten Kampfgewicht von gerade einmal 350 Kilogramm. Daneben stand für uns heute der Peugeot Boxer - allein das zu Demonstrationszwecken im Heck des Probefahr-Transporters geladene Gewicht betrug 400 Kilogramm.

Peugeot Boxer gegen Aixam, das ist wie ein Gipfeltreffen zwischen Ottfried Fischer und Bernhard Hoëcker. Wie ein Kampf zwischen Elefant und Ameise.
Natürlich ist das Gipfeltreffen der beiden Autos ein unfairer Vergleich. Den Aixam kann man mit Führerschein-Klasse S fahren, den Peugeot mit der Pkw-Erlaubnis. Den Aixam gibt es mit maximal 45 km/h, im Boxer ist man ruckzuck bei 100 km/h, ohne es großartig zu merken. Den Aixam umgibt eine Karosserie aus Acrylnitril-Butadien-Styrol, der Peugeot kommt im soliden, wohlgeformten Blechkleid daher.
Groß gegen Klein. Das ist das typische, mittlerweile ruhige, Diesel-Nageln im Peugeot-Transporter gegen ein nahezu unerträgliches Rattern des Motor im Aixam mit 67,5 db bei 30 km/h. Dass der Aixam den lauten Kerl markiert, liegt zum einen an dem verbauten Diesel aus einem Kleinbagger, zum anderen natürlich am fehlenden Dämmmaterial, denn beim Leichtauto wird Gewicht gespart, wo es geht.

Aixam fahren ist ein Erlebnis, für manche Menschen allerdings mehr - die einzige Möglichkeit nämlich, mobil zu bleiben. Und daneben sind sie, abgesehen vom Anschaffungspreis, kostengünstig: Günstiger Versicherungstarif, keine Steuern und drei Liter Verbrauch auf 100 Kilometer - damit kommt der Peugot Boxer gerade einmal 30 Kilometer …

smart? schlau? wunderbar!

von Thomas Gigold am 31.03.2009, 13:36 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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Heute Morgen schnappten wir uns die zwei zweitkleinsten Probefahrangebote der AMI und drehten eine Runde um das Messegelände. Mit dem iQ fordert Toyota den smarten Stuttgarter heraus und muss sich gefallen lassen, dass man beide vergleicht. Auch wenn man die beiden Autos grundsätzlich eigentlich nicht vergleichen kann, wie ich nach der Probefahrt feststellen muss. Wer kann Intelligenz auch schon mit Smartheit vergleichen?

So gleich die iQ und smart von außen wirken, so ungleich sind die zwei Cityflitzer im Inneren. Auf der einen Seite zwei Sitze, Tip-Tronic, Zweifarboptik und Kart-Feeling. Auf der anderen Seite drei plus ein Sitze, manuelle Schaltung, seriöses Auftreten und das Gefühl, ein “ausgewachsenes” Auto zu fahren.

Die Unterschiede von außen bestehen beim iQ und smart vor allem darin, dass Toyotas Antwort auf den Frühstarter smart “ein A4 Blatt länger” ist, wie es smart auch auf seinem Stand visualisiert. Einmal reingesetzt könnten die Unterschiede dann allerdings nicht dramatischer sein. Der smart versprüht noch immer den Eindruck, ein Spaßmobil zu sein, dies fängt bei der aussergewöhnlichen Form des Armaturenbretts an, wirkt in den eher steifen Sitzen und führt konsequent zum Fahrgefühl. Wer smart fährt, weiß, wie sich Michael Schumacher zu Beginn seiner Karriere im Go Kart gefühlt haben muss. Das ist nicht negativ zu sehen - mit einem smart durch die Innenstadt zu kicken, macht Spaß. Der Zweisitzer, der sich innerhalb des Daimler Konzerns vom Sorgenkind zum Strahlemann entwickelt hat, weil er nur zehn Jahre zu früh auf dem Markt war, ist ein wunderbarer City-Flitzer. Das ältere oder bequemer eingestellte Publikum verprellt der smart allerdings - im wahrsten Sinn des Wortes. Zumindest in Innenstädten wie Leipzig, wo es um die Straßenqualität nicht in jeder Seitenstraße gut bestellt ist. Dort nämlich wandert das harte Fahrwerk mit jeder vertikalen Bewegung durchs Rückgrat.

Anders der iQ. Dort eingestiegen macht sich schnell der Eindruck von “Auto” breit. Wo der smart wirkt wie ein halbstarker Jugendlicher versprüht der iQ den Charme eines im Leben stehenden Berufstätigen. Design-Experimente sucht man im iQ vergebens. Das Mutigste ist, neben einem Startknopf anstelle des Schlüssellochs, der Anschluss für die Modernität iPod - etwas, das in Autos des aktuellen Jahrgangs mittlerweile aber zum Ausstattungsstandard gehört.
Man fällt in bequeme Sitze (die zwei Sitze, die aus dem iQ einen 3+1 Sitzer machen sind weniger bequem, aber eben auch nur als Alibi-Sitze zu sehen), startet einen ruhig laufenden 1 Liter Benziner mit 68 PS (der Probefahrt-Wagen, ein 1.4 Liter Motor mit 100 PS soll im Sommer folgen, daneben gibt es einen 1.2 Liter Diesel) und schaltet sich manuell durch die Stadt.
An Sachen spritzigem Fahren muss sich der iQ vor dem smart nicht verstecken, auch wenn der Stuttgarter aufgrund der Halb- bzw. Vollautomatik beim Ampel-Wettbewerb sicherlich den Startvorteil hat. Dafür fühlt sich das Fahren im iQ einfach erwachsener an. Man hat das Gefühl, ein vollwertiges Auto zu fahren - ebenso könnte man in einem Corsa oder Polo sitzen. Wo man im smart am Lenkrad die Leichtigkeit des Autos merkt, fühlt man dem iQ eine Fülle an.

iQ und smart sind Autos, die sich in der Stadt wohl fühlen. In welchem man sich selbst wohl fühlt, muss man selbst entscheiden. Mag man das Spaßgefühl des smart, oder eher die Erhabenheit des iQ. Insoweit konnten die Namen der beiden Konkurrenten nicht besser gewählt sein. Wer sich entscheiden mag: Beide Autos kann man noch bis Sonntag auf der AMI einmal Probefahren.

Zwei Liter, 100 Prozent Fahrspaß

von Daniel Große am 31.03.2009, 13:25 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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Punkt 9 Uhr holten wir uns heute den Schlüssel für eine Probefahrt bei Subaru. Der japanische Autobauer bietet diverse Modelle für eine Spritztour durch den Leipziger Frühling an, wir entschieden uns für einen Legacy mit 2.0 Liter Boxer-Diesel. Der Allrader mit Rallye-Genen ist äußerlich durch die Hutze auf der Motorhaube zu erkennen. Irgendwohin muss ja die Hitze, die der kräftige Motor entwickelt…

Kaum eingestiegen und den Zündschlüssel rumgedreht, merkte unser Begleiter von Subaru an, dass es sich wirklich um einen Diesel handele. Das erstaunte wirklich, denn der Motor war absolut ruhig, während des Fahrens störten hinten eher die Windgeräusche, der Motor war nicht zu hören. Die Kupplung reagierte sehr sportlich, sprich man muss schon Gas geben, sonst geht er aus.

Die Verarbeitung innen ist solide, von außen gewinnt der Legacy sicher keinen Schönheitspreis. Aber den Japaner zeichnen vor allem Zuverlässigkeit, sehr gute Fahreigenschaften und eine nicht zu beschreibende Laufruhe aus. Es macht einfach Spaß, den Legacy über die Straße zu jagen, ihn durch Kurven schnippeln zu lassen. Beschleunigungswerte haben wir nicht parat, können aber behaupten, er beschleunigt sehr schnell und sehr gut. :-)

Insgesamt ein Auto, das Spaß macht und sehr gut “in der Hand liegt”. Vor dem Test hatten wir keine Meinung zu Subaru, weil die Erfahrung mit dieser Marke fehlte. Jetzt können wir sagen, wir sind überzeugt und würden ihn weiterempfehlen. Nur am konservativen Design - innen wie außen - kann man sicher noch etwas tun.

Probefahrten sind angesagt

von Daniel Große am 31.03.2009, 08:38 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

Guten Morgen, liebe Blogleser. Heute wollen wir diverse Probefahrten durchführen. Gleich um 9 steigen wir in einen Subaru Impreza, um mal zu erfahren, wie sich permanenter Allradantrieb in einer Limousine anfühlt. Später, so ist der Plan, lassen wir einen smart und den Toyota iQ gegeneinander antreten. Auf unser Vorhaben angesprochen, spuckten die Fahrtrainer bei smart gestern schon große Töne: “Da wird er aber alt aussehen, der iQ!”. Na, wir sind gespannt. Und werden hier natürlich berichten.

Wer kann, sollte es uns gleich tun. Das Wetter ist optimal und die Schlangen an den Probefahrt-Anmeldungen nicht ganz so lang wie am Wochenende. :-)

Gas geben mit dem VW EOS und Autogas

von Daniel Große am 30.03.2009, 08:52 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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Ein Kurzbericht von Ralf Ortmayr, Herausgeber autogasblog.info

Auf der AMI kann ich als Autogas-Fan mal die Anlagen und Autos testen, in die man sich sonst nicht setzen kann. Der eine Tag, den ich mir reserviert hatte, reichte allerdings nicht wirklich, um besonders viel zu schaffen.

Was ich schaffte, war der VW EOS mit einer Autogas-Anlage von Landi Renzo, zu mieten dort am Stand in Halle 3.
Die Fahrt ist eigentlich ziemlich schwer zu beschreiben weil ich mich die ganze Zeit auf den Verkehr konzentrieren musste und ich so nicht mitschreiben konnte aber ich gebe mein Bestes. ;-)

eos_kofferraum.jpgÄußerlich kann man den Gas-Eos von einem normalen Eos an den bunten Aufklebern unterscheiden. Verschiedenfarbige Blumen und die Aufschrift “Autogas” würde man sich normalerweise nicht auf das Auto kleben lassen aber vielleicht kann man dann das Auto etwas günstiger haben…?
Für zwei Leute ist bequem Platz- die dritte Person musste sich schon etwas hinten reinzwängen. Viel Platz ist im Kofferraum nicht, obwohl der Tank platzsparend in die Reserveradmulde eingebaut wurde. Aber die Abdeckklappe, die wohl für das Verdeck gebraucht wird, lässt kaum Platz für eine anständige Golfausrüstung oder eine Kiste Bier.

eos_tank.jpgDer Eos startet wunderbar im Benzinbetrieb. Der Umschalter ist für meinen Geschmack etwas zu unauffällig vor dem Schaltknüppel verbaut- ich hätte ihn lieber besser im Sichtfeld, aber das ist Ansichtssache. Die Umschalttemperatur ist wohl bei dem Testfahrzeug etwas hoch eingestellt damit der Verdampfer nicht vereist- die Nadel der Temperaturanzeige vom Kühlwasser zeigt etwa 60 Grad, als die Anlage ohne Anstand in den Gasmodus umspringt. Beschleunigungen sind sowohl im Gas- als auch im Benzinbetrieb identisch und lassen keine Wünsche übrig. Sogar einen BMW konnte ich bei einer Beschleunigungsphase hinter mir lassen (vielleicht lag es auch an dem Tempolimit).

Der Eos zieht super, die Anlage läuft ohne Klagen und ist auffällig unauffällig - wären nicht die bunten Blumen, könnte man meinen, man fährt gar kein Gasfahrzeug. Fazit: Test bestanden.

Probefahrten bei der AMI: So funktioniert’s

von Daniel Große am 25.03.2009, 10:07 Uhr in 2009, Allgemein, Probefahrt

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Die AMI ist auch in diesem Jahr wieder ein Paradies für Probefahrer. Zahlreiche Aussteller bieten Ihnen an, in den neuesten Modellen Platz zu nehmen und diese über Leipziger Straßen und ein Stück Autobahn zu jagen. Die AMI ist damit die ideale Gelegenheit, die persönlichen Wunsch-Autos zu testen. Das Procedere ist recht einfach, ein wenig Zeit sollten Sie allerdings mitbringen.

Wenn Sie ein Modell Probe fahren wollen, suchen Sie am Besten gleich zu Beginn Ihres AMI-Rundgangs den Stand des gewünschten Herstellers auf. Dort gibt es meist einen speziellen Info-Stand, an dem die Anmeldung zur Probefahrt durchgeführt wird. Personalausweis und Führerschein sollten natürlich mitgebracht werden. Den freundlichen Hostessen an der Anmeldung sagen Sie, welches Modell Sie Probe fahren wollen und melden sich dafür an. Sie bekommen bei den meisten Ausstellern ein Schlüsselbändchen mit einem Probefahrt-Ausweis überreicht. Mit etwas Glück startet die Probefahrt direkt im Anschluss, es kann aber auch sein, dass Sie etwas warten müssen. Bei unseren Probefahrten in den vergangenen Jahren handelte es sich meist um zwei bis drei Stunden. Das ist sicher verschmerzbar - zu sehen gibt es auf der Messe ja einiges, so dass die Wartezeit gut überbrückt wird.

AMI 2008Vor der Probefahrt sammeln sich alle Interessierten am Info-Stand des Ausstellers. Ein Mitarbeiter begleitet Sie dann nach draußen. Am Auto gibt es meist eine kurze Instruktion (gern wird auf die fiesen Blitzer in Leipzig hingewiesen) und danach geht’s los. Viele Aussteller setzen Ihnen einen Begleiter auf den Beifahrersitz, bei einigen dürfen Sie aber auch allein losfahren. Die Strecke ist vorgegeben und führt über die B2 Richtung Podelwitz. Dort wird gewendet, zurück geht es dann am BMW-Werk Leipzig vorbei. Einige Aussteller erlauben auch einen kurzen Sprint auf der Autobahn Richtung Flughafen.

Eine Übersicht der Modelle, die zur Probefahrt zur Verfügung stehen, finden Sie hier. Wir wünschen viel Spaß und eine gute Fahrt!

Mazdas Sportlicher Großauftritt

von Thomas Gigold am 13.04.2008, 15:50 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

Vor 20 Jahren wurden Kombis gebaut. Heute sind es Avants und Tourings oder Sport Wagons. Insgesamt soll mit der neuen Namensgebung soll der Familienvater wohl dazu gezwungen werden, im Bekanntenkreis nicht mehr von seiner “Familienkutsche”, sondern seinem “Großraumsportler” zu berichten.

Das mancher Kombi aber durchaus den sportlichen Anspruch, den er im Modell-Namen trägt, gerecht wird zeigte sich bei unserer Probefahrt mit dem Mazda 6 Sport Kombi. Das Großraummodell von Mazda trägt den Namen “Kombi” tatsächlich noch im Namen, obwohl da durchaus auch ein “Touring”, “Avant” oder “Wagon” stehen könnte.
Auf der AMI konnte man die Kombi-Variante des neuen 6er bereits vor seiner Händler-Premiere testen, die feiert der schicke Japaner nämlich erst am 19. April.

Wir nahmen die frühe Chance wahr und fuhren eine Runde mit dem 2,5-Liter Benziner - insgesamt gibt es drei Benziner und ein Diesel im Motorenprogramm. Das 170 PS starke Aggregat leistet im 1,5 Tonnen schweren Kombi gute Arbeit und lässt den Gedanken an ein Familienauto schnell vergessen. Wer butterweiche, gemütliche Mittelgebirgsfahrten mit 60 km/h sucht sollte sich nach einem anderen Modell umsehen. Der Mazda beeindruckt mit straffem, sportlich-direkt ausgelegtem Fahrwerk und zeigt: Hier wird dynamisch gefahren. An die Kombis von vor 20 Jahren erinnert hier nichts mehr.

Auch nicht der Innenraum. Der ist selbst in der Grundausstattung extrem komplett und wartet mit Klimaanlage und CD-Radio auf, gerahmt in wertigem Kunststoff. In den Ausstattungsvarianten Dynamic und Top wird das Mazda-eigene Audiosystem gar gegen ein Bose-System ausgetauscht. Das - auch in unserem Testwagen verbaut - überzeugt mit sattem Klang aus acht Lautsprechern und sorgt neben dem wohlig grollenden Motor für eine sportliche Geräuschkulisse. Die wirkt zu keinem Zeitpunkt aufdringlich und wird auch nicht von Windgeräuschen gestört - die nämlich tauchten bei unserem kurzen Proberitt gar nicht erst auf.

Trotz hoher Sportlichkeit muss man beim neuen 6er keine Abstriche in Sachen Raum machen. So zeigt der Mazda, dass man Dynamik und Raum wunderbar vereinbaren kann und bietet immerhin für 500 Liter Platz - bei aufgerichteten Rücksitzen. Das ist so einiges mehr als beim neuen A4 Avant, 3er-Touring oder dem C-Klasse T-Modell, die 30 bis 60 Liter weniger aufnehmen. Klappt man die Sitze um packt der Mazda sogar 1751 Liter und übertrumpft damit sogar noch Mondeo Turnier und Passat Variant. Damit bietet der 6er genug Platz für den ein oder anderen Trip zum Möbelhaus des Vertrauens …

Der Mazda 6 Sport Kombi hinterließ einen guten Eindruck bei uns. Die Verarbeitung ist exzellent, an den Spaltmaßen im Cockpit kann sich manch anderer Hersteller etwas abschauen. Der Motor zeigte sich drehfreudig, agil und sparsam. Insgesamt sollte es Mazda damit gelingen im Sektor von A4, 3er Touring und Mondeo ordentlich fischen zu gehen. An Qualität und Preis kann er zumindest nicht scheitern. Ab 25.000 Euro geht es los für die Basis-Ausstattung.

Hyundais großer Schritt

von Thomas Gigold am 12.04.2008, 16:47 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

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Wie kann man das schöne Wetter auf der AMI am Besten nutzen? Genau: Auto schnappen und eines der über 100 Modelle Probe fahren.
Haben wir - wie angekündigt - heute getan und uns den Hyundai i30 CW geschnappt. Mit dem neuen Kombi-Modell des i30 sind wir eine Runde im Leipziger Messeumland unterwegs gewesen und konnten uns mit dem neuen Kombi Hyundais ein wenig bekannt machen.

Der i30 cw überrascht bereits beim Einsteigen. Das Auto wirkt sowohl außen, als auch innen europäischer als erwartet. Das liegt wahrscheinlich nicht zuletzt am deutschen Designer des cw. Thomas Bürkle entwarf den neuen Hyundai-Kombi im deutschen Designzentrum und schnitt ihn für den europäischen Markt zurecht. So ist der cw zwar kein Kunstobjekt, aber er wirkt gut und punktet beim ersten Eindruck nicht nur mit Aussehen, sondern auch mit wertigem Interieur (angenehme Kunststoffe im Armaturenbrett, feste Sitze) und guter Verarbeitung. Auffallend vor allem auf der Rücksitzbank: Die Beinfreiheit. Hier sollten selbst übergroße Menschen Platz haben ohne sich die Knie am Fahrer- oder Beifahrersitz Wund zu schruppen. Dieser Platz wirkt sich auf den Kofferraum aus, für den normalen Gebrauch sollte der allerdings trotzdem ausreichen: Im Vergleich zum aktuellen Golf kann der i30 cw zwar mit 415 Litern Volumen knapp 90 Liter weniger aufnehmen (die auch bei umgeklappten Rücksitzen fehlen), dafür aber kommt man mit heilen Knien am Ziel an …

Zwei Benziner und zwei Diesel stehen im Koreaner zur Wahl. Wir fuhren den kleinsten Benziner, den 1,6 Liter Vierzylinder mit 126 PS. Der zeigte sich drehfreudig und beeindruckend agil für einen Kombi und lässt Fahrspaß aufkommen. Dank ESP und langem Radstand kommt der Hyundai so gut wie nie aus der Ruhe und selbst bei hohem Tempo oder Lastenwechsel fasst man schnell Vertrauen in den Kombi.

Der i30 cw beeindruckt final nicht nur über seinen Preis - für knapp 17.500 Euro gibt es einen wertigen Kombi mit serienmäßiger Klimaanlage, gutem Audiosystem und Dachreling - sondern auch über seine Qualität und Fahreigenschaft. Der Neue Golf-Rivale macht es dem Wolfsburger nicht einfach und dürfte in nächster Zeit häufiger mit ins Gespräch kommen, wenn es um die bekannte Golf-Klasse geht.

Das Kürzel “cw” übrigens steht nicht, wie gestern im Podcast vermutet, für das sächsische “Carawahn“, sondern für “Crossover Wagon” ;-)

Für die Probefahrten bei Hyundai meldet Ihr Euch einfach beim Hyundai-Stand in Halle 1 an.
Mehr Bilder vom i30 cw nach dem Klick: Den ganzen Beitrag lesen »

GT’aime!

von Thomas Gigold am 11.04.2008, 14:07 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

P1090012.jpgEinmal auf dem Straßenboden Platz nehmen und mit deutlich anderer Geschwindigkeit Probe fahren? Geht bei Opel. Die Rüsselsheimer nämlich haben neben den OPC-Varianten von Vectra und Zafira auch den Roadster GT zur Probefahrt bereit gestellt.

Platz nimmt man im GT auf gut geformten Ledersitzen, nur wenige Zentimeter über dem Asphalt schwebend. Die 2.0 Liter-Turbo-Maschine grollt wie ein Löwe in Drohstellung und wartet auf den rechten Fuß. Den muss man mit Bedacht einsetzen: Der GT ist ein Hecktriebler mit Power. Über 264 PS herrscht man hier und ist trotz der 1,4 Tonnen, die der GT dann doch wiegt, schnell bei 220 km/h ohne es zu merken. Und ein Tipp mehr auf das Gaspedal verriet: Da könnte noch mehr kommen - auch wenn Opel die Höchstgeschwindigkeit mit 229 km/h angibt.

Die Windgeräusche im Inneren halten sich in Grenzen und werden erst bei der Top-Geschwindigkeit des GT zu laut - da oben im Schnelligkeitsbereich will man aber eigentlich überhaupt nicht wirklich fahren. Am Schönsten ist das dahingleiten. So oder so aber bleibt der GT immer in der Spur. Die Lenkung ist direkt aber ruhig - selbst bei 180 km/h läuft der GT schnurgerade und ruhig gerade aus, obwohl man vor allem beim Beschleunigen die Kraft der Hinterräder spürt.

Über Platz muss man in einem Auto wie den GT nicht sprechen. Das Auto ist kompromisslos, sowohl in seinen Ausstattungs-, wie Motorenvarianten (es gibt nur eine), als auch beim Platz (es gibt nicht wirklich welchen). Beim Shopping muss man sich zurück halten, insbesondere bei schönem Wetter, wenn man den GT offen fahren will. Aber der Opel Roadster will auch kein praktisches Auto sein. Es ist ein Fahrzeug für den Spaß, auch wenn die 32.000 Euro, die für ihn fällig werden, dann doch recht hoch für ein reines Spaßmobil sind …

Probefahren könnt ihr die Opel-Modelle neben Halle 3

Opel GT ProbefahrtOpel GT Probefahrt
Opel GT ProbefahrtOpel GT Probefahrt
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Scharfer Mini

von Karen Arnold am 10.04.2008, 17:36 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

Ein Gastbeitrag von unserer Karen Arnold, Journalistin in Leipzig.

AMI 2008Als Frau wollte ich natürlich ein Auto in meiner Lieblingsfarbe ROT fahren. Die Farbpalette des Mini Cooper allerdings brachte mich ein wenig ins Schwitzen, denn die Namen der Farben allein waren schon einen Hingucker wert. Von Pepper White über Mellow Yellow wurde ich kurz bei Hot Chocolate schwach, blieb dann aber doch “meiner” Farbe treu und setzte mich in den scharfen Chili Red Mini Cooper, der mich ebenfalls mit seinen großen Augen ansah. Vorab mußte ich aber noch mein Alter der Öffentlichkeit preisgeben, da der Fahrer mindestens 30 Jahre alt sein muss.

Und dann ging es auch schon los - allein, ohne Beifahrer. Doch mit der Streckenvorgabe vom Personal konnte ich auf Landstraße und Autobahn den Kleinwagen aus dem Hause BMW auf Tempo und Bequemlichkeit testen. Was natürlich gleich auffällt, dass der Kleine sicherlich keine Familienkutsche ist, dafür aber ein schnittiges Stadtauto mit einigen Vorzügen. Gerade in der Zeit von Spritsparstunde und Umweltschutzdiskussionen bietet das Auto neben dem ohnehin guten Verbrauch von 5,4 Litern ein leicht schaltbares 6-Gang-Schaltgetriebe, um gerade in der Stadt noch mehr Sprit zu sparen. Dabei hilft auch die praktische Auto-Start-Stopp-Funktion: Steht man an der roten Ampel und nimmt den Fuss von den Pedalen, schaltet der Motor ab und wird durch leichten Druck des Schalthebels wieder in Gang gesetzt. Das geht sehr schnell und verzögert die zügige Anfahrt kaum. Mit seinen 120 PS kommt der Kleine schnell auf Tempo und ich hatte das Gefühl, in einem Sportwagen zu sitzen, auch nicht zuletzt durch das lederbezogene Sportlenkrad in meinen Händen. Nur als ich sehen wollte, wie hoch die Geschwindigkeit ist, musste ich etwas schielen. Der riesige Tachometer in der Mitte des Armaturenbretts ist nicht nur vom Anblick her sehr gewöhnungsbedürftig, sondern auch an seiner Position eher unpraktisch. Ebenso an die Schaltknöpfchen u.a. für die Fensterheber in der Mittelkonsole muss man sich erst gewöhnen. Mini halt.
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