Meinung

Hoffnung für Opel

von Daniel Große am 13.03.2009, 09:38 Uhr in 2009, Beschleunigung, Meinung

opel_1.jpg

Die Opelaner kämpfen ums Überleben. Weiterhin sucht der Autobauer einen Investor und ob der geplante Rettungsfonds der Händler tatsächlich kommt, ist bislang ungewiss. Allerdings - und das ist die gute Nachricht - fährt Opel derzeit schon wieder Sonderschichten. Der Insignia, das Auto des Jahres 2009, verkauft sich wie geschnitten Brot und auch der Corsa ist dank Abwrackprämie ein Verkaufs-Hit.

Diese aktuelle Tendenz gibt Hoffnung. Hoffnung, dass sich die Branche doch noch selbst helfen kann. Hoffnung, dass viele Tausend Arbeitsplätze und so manches Traditionsunternehmen, nicht nur Opel, gerettet werden kann.

Hoffnung verbreitet auch eine halbseitige Anzeige, die Opel heute in diversen Tageszeitungen schaltet. “Danke, Deutschland” ist dort zu lesen. Und von 50.000 verkauften Opel-Fahrzeugen im Februar. Das macht Mut.

opel_2.jpg

An diesem Wochenende feiert der Insignia Sports Tourer seine Premiere bei den Händlern. Ein Kombi mit Audi-esken Grundzügen, der “Raum für neue Hoffnungen” lässt.

Den Insignia Sports Tourer und alle anderen aktuellen Modelle von Opel finden Sie auf der AMI in Halle 3.

Aussteller bekennen sich zur AMI

von Daniel Große am 19.02.2009, 11:02 Uhr in 2009, Interview, Live, Meinung, Presse, amitec

Heute gab es die Vor-Pressekonferenz zur AMI. Hier wurde erklärt, warum die AMI das richtige Signal und unentbehrlich ist. Wir haben live gebloggt. Lesen Sie unser Protokoll.

Anwesend sind:
Volker Lange, Präsident des VDIK
Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH
Matthias Kober, Projektdirektor der AMI und AMITEC
Jens Becker, Geschäftsführer Subaru Deutschland GmbH
Gerd Schlosske, Geschäftsführer ad AUGROS Autoteile Werkstattausrüstungen und Service Handelsgesellschaft

ami_pk

Es geht los. Thomas Tenzler, Pressesprecher der AMI begrüßt die Pressevertreter. Tenzler hat heute Geburtstag. :-)

Wolfgang Marzin hat das Wort.
Wir haben gerade das sechste Erfolgsjahr in Folge der Leipziger Messe hinter uns. Die ersten Monate sind auch erfolgreich verlaufen. Die Partner Pferd, Haus-Garten-Freizeit und Beach & Boat waren Publikumsmagnete.

Zur AMI: Die vergangenen Jahre waren Rekordjahre für den Automobilmarkt. Heute weht ein extremer Wind. Das hat die Marketinginstrumente erreicht, nicht nur den Messemarkt. Es wäre vermessen, zu sagen, dass das Boot mit Vollbesetzung segelt. Aber: Wir haben 40 Marken vertreten, es gibt 60 Deutschland- und Weltpremieren. Es sind rund 80 Prozent der Marken der vergangenen Jahre vertreten. Nur auf der AMI gibt es eine große Bandbreite an Marken, Premieren und ein großes Rahmenprogramm.
Den ganzen Beitrag lesen »

Irrungen und Wirrungen in schwierigen Zeiten

von Daniel Große am 13.02.2009, 19:35 Uhr in 2009, Beschleunigung, Meinung

Wann ist eine Messe sinnvoll und wann nicht? Diese Diskussion keimt derzeit unter Experten auf und wird auch von den Medien breitgetragen. Nach der Bekanntgabe einiger Aussteller, in diesem Jahr auf einen Messeauftritt zu verzichten, sprach sich Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen dafür aus, die AMI in diesem Jahr abzusagen, um einer “dürftigen Veranstaltung” zu entgehen.

Nun, dürftig ist die AMI bei weitem nicht. 450 Aussteller, 40 Marken und etwa 60 Premieren erwarten die Besucher. Natürlich sind Absagen immer keine schöne Sache, vor dem Hintergrund der aktuellen Krise muss man aber Verständnis dafür haben. Dennoch ist das kein Grund, diese vielfältige Messe komplett aus dem Kalender zu streichen.

Das findet auch Jens Becker, Geschäftsführer von Subaru Deutschland:

Für die Pkw-Hersteller und Aussteller der 40 Marken auf der AMI 2009 in Leipzig darf ich sagen, dass wir uns auf diese große Frühjahrsschau des Autos freuen. Wir sehen in dieser Kunden- und Käufermesse die gute Chance, gestützt durch die Umweltprämie und die Kfz-Steuerreform die automobile Konjunktur zu beleben.

Herr Prof. Dudenhöffer irrt wieder einmal. Seine nicht sachgerechten Äußerungen schaden Automobilausstellungen, der Automobilwirtschaft nicht nur in Deutschland und gefährden Arbeitsplätze in diesen Bereichen.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche AUTO MOBIL INTERNATIONAL 2009 und ich bin sicher, die vielen hunderttausend hochinteressierten Besucher freuen sich genau so wie wir.

Und auch der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der ideelle Träger der AMI widerspricht und erhebt schwere Vorwürfe gegen Dudenhöffer.

Herr Prof. Dudenhöffer hat in den vergangenen Wochen mit seinen „Expertenäußerungen“ vielfach falsch gelegen und seine Aussagen werden in der letzten Zeit immer wieder von vielen Unternehmen und Verbänden in Zweifel gezogen. Seine neuesten Äußerungen bestätigen dies, er irrt wieder und kann damit der gesamten Automobilbranche Schaden zufügen.

VDIK-Präsident Volker Lange: „Es ist bedauerlich, dass der selbsternannte Automobilexperte mit seinen sachfremden Äußerungen der gerade jetzt aufkeimenden automobilen Konjunktur einen Bärendienst erwiesen hat. Gerade in diesen Zeiten werden die Aussteller in Leipzig mit ihrer breiten Modellpalette die Besucher und potentiellen Käufer in die Messehallen ziehen und die Autokonjunktur ankurbeln. Herr Prof. Dudenhöffer, der weder die Messe Leipzig noch das Konzept der AMI näher kennt, versucht wie in den letzten Monaten mehrfach mit Fehlinformationen und Scheinprognosen geschäftsschädigende Meinungsmache zu betreiben. Es ist der untaugliche Versuch, sich damit wieder in den Vordergrund zu spielen!“

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe betont, dass die AMI mit ihrem Konzept gerade in der jetzigen Situation dazu beitragen könne, den Konsum anzukurbeln. Die Erlebnismesse bietet neben den Premieren auch Infos über Umweltverträglichkeit und alternative Antriebe, sowie ein seit vielen Jahren erfolgreiches und beliebtes Rahmenprogramm.

Unser Vorschlag: Kommen Sie auf die AMI und überzeugen Sie sich selbst von der Vielfalt dieser Messe.

Kalt im Auto?

von Daniel Große am 04.02.2009, 11:38 Uhr in 2009, Frühling, Meinung

snow-carEs gibt Tests, bei denen fragt man sich, warum sie durchgeführt werden. Zudem noch, wenn sie jedes Jahr durchgeführt werden. Auch 2009 begab sich die Zeitschrift Auto BILD auf ein kaltes und zugeschneites Testgelände, warf die Motoren mehrerer Autos an und simulierte eine typische Fahrt zur Arbeit. Ziel: Zu ermitteln, welches Auto am schnellsten warm wird.

Ein echtes Kaufkriterium sei es laut Auto BILD, wenn ein Auto schnell warme Luft aus den Schlitzen blase. Ich widerspreche dem. Natürlich will ich, dass ich nicht die gesamte Fahrt über bibbere, entscheidend für den Kauf sind dann aber doch eher Aussehen, Dynamik, Verbrauch und Alltagstauglichkeit.

Gewonnen jedenfalls hat im “Wer macht’s am schnellsten kuschelig”-Test der BMW 730d, auf Platz 2 kam ein 26 Jahre alter Mercedes-Benz 190, auf Platz 3 der aktuelle Ford S-Max. Für Überraschungen habe der Lada 2170 Priora gesorgt. Laut der Zeitschrift bekäme man in keinem anderen Auto so schnell warme Füße. Ich sehe schon jetzt tausende Frauen zum Lada-Händler stürmen…

Foto: sxc.hu

Alles leer, in Berlin?!

von Thomas Gigold am 03.02.2009, 15:23 Uhr in 2009, Meinung, Umwelt

leer.jpg
Die BILD machte es gestern in ihrer Berlin-Ausgabe zum großen Thema: Den Berliner Autohäusern scheinen die Kleinwagen auszugehen.

So zitiert die Zeitung Verantwortliche diverser Autohäuser, die bestätigen: Kleinwagen verkauften sich im Januar dank Abwrackprämie hervorragend. Zur Zeit muss man etwas über einen Monat ohne Auto auskommen, entscheidet man sich jetzt für das Verschrotten und den Neukauf: “Zurzeit verkaufen wir überdurchschnittlich viele Kleinwagen. Ein Renault mit Wunschausstattung hat jetzt eine Lieferzeit bis Ende März, ein Dacia bis April”, so Reinhard Zirpel, Vorstand Kommunikation bei Renault Deutschland gegenüber BILD. Und auch bei anderen Herstellern wie Skoda, VW oder Daihatsu muss man Wartezeiten auf den neuen Kleinwagen einkalkulieren - bis Jahresmitte kann es dann dauern, bevor man im neuen Wagen Platz nehmen darf.

Die Abwrackprämie wird aus einem Sparschwein in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gezahlt, ist das Geld aufgebraucht wird es keine staatliche Verschrottungsprämie mehr geben. Doch noch ist genug da, bisher wurden 2000 Anträge bewilligt, Geld vorhanden ist für 600.000. Die Zeit also reicht durchaus noch, um sich auf der AMI ein Bild vom Marktangebot zu machen und erst dann zuzugreifen.

Super gemacht: Tschüß, Normalbenzin!

von Daniel Große am 30.01.2008, 14:38 Uhr in 2008, Meinung

zapfpistole.jpgDas war ja klar, dass das so kommt. Nachdem Ende November 2007 der Preis für Normal-Benzin an Aral- und danach auch an Konkurrenz-Tankstellen dem des Super-Benzins angeglichen wurde, denkt das Unternehmen nun ganz über eine Abschaffung der 91-Oktan-Flüssgkeit nach. “Schuld” sei der Absatzeinbruch bei Normal-Benzin. Nur noch 14 Prozent statt 25 Prozent mache der Anteil von Otto Normal am Gesamtabsatz aus. Womit die Konzerne erreicht haben dürften, was sie wollten: Normal teurer machen, damit Super mehr gekauft wird. Super gemacht, liebe Multis. Nächste Stufe: Super wird teurer, weils ja mehr nachgefragt wird.

So ganz nebenbei hat der Konzern BP, zu dem Aral gehört, heute auch seinen Gewinn für das vergangene Jahr mitgeteilt. Laut eigenen Angaben habe sich dieser für die Marke Aral verdoppelt. Was aber nicht an höheren Kraftstoffpreisen liege, sondern vielmehr an Verbesserungen der Rentabilität innerhalb eines internen Programms. Natürlich.

Foto: henner_p2/photocase