Interview

Mein erstes Auto: Hans-Holger Frenzel

von Daniel Große am 06.04.2010, 13:26 Uhr in 2010, Aktion, Interview, Live

Teil 6 unserer Serie “Mein erstes Auto”, in der wir Blogger, Promis und andere Persönlichkeiten bitten, uns von ihrem ersten Auto zu erzählen. Heute: Hans Holger Frenzel, Oldtimer-Liebhaber.

Hans-Holger Frenzel ist Vorsitzender des Verbandes der deutschen Museen für Auto, Motor und Technik e.V. Der Verband organisiert die Sonderschau „Einblicke in automobile Schatzkammern“. Ein Faible für alte Autos hatte der heute 64-Jährige schon immer.

Frage: Was war Ihr erstes Auto?

Hans-Holger Frenzel: Ein Mercedes 300 Adenauer. Den habe ich mit 18 Jahren gekauft, gleich nachdem ich den Führerschein hatte. Der Adenauer stand in München, wo ich wohnte, bei einem Gebrauchtwagenhändler. Er kostete damals 500 Mark, war verstaubt und stand wohl schon sehr lange. Ich habe ihn dann hergerichtet, aber quasi nie gefahren, weil mir ein Jaguar Mark 7 den Kopf verdrehte.

Was gab es für bewegende Momente mit dem Jaguar?

Nun, das war unser Hochzeitsauto. Ich habe meine Frau 1971 in Nizza kirchlich geheiratet, dort war der Jaguar nicht dabei. Aber für die Feierlichkeiten in Deutschland danach war er unser Liebesschlitten.

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Und bei Jaguar blieben Sie dann?

Nein, ich bin relativ schnell zu Maserati gewechselt, habe einen Ghibli gefahren. Ich habe damals in einer Werbeagentur gearbeitet, da fährt man zwangsläufig verrückte Autos. In dieser Zeit formierte sich schnell ein deutscher Maserati-Club, dessen Vorsitzender ich war.

Das klingt, als hätten Sie schon einige Autos in Ihrem Leben gefahren?

Ja, zu meinen Museumszeiten, als ich das Automuseum Rosso Bianco in Aschaffenburg betrieben hatte, durfte ich etwa zehn Oldtimer privat fahren. Ich selbst hatte wohl insgesamt etwa 15 Autos, unter anderem auch einen Jensen Interceptor und einen Bentley S1. Oldtimer sind also schon immer mein Leben und seit langer Zeit auch beim Beruf. Früher habe ich mich im Museum um 200 Autos gekümmert, heute betreue ich über den Verband 200 Museen. Wir haben 215 Automuseen in Deutschland – damit sind wir Weltmeister. 50 davon sind im Verband engagiert.

Wir danken für das Gespräch und freuen uns auf die Sonderschau in der Glashalle.

5 Milliarden für Abwrackprämie bestätigt

von Daniel Große am 08.04.2009, 13:30 Uhr in 2009, Allgemein, Interview, Rückspiegel, Umwelt

abwrack

Wie erwartet hat das Bundeskabinett heute die neuen Regeln für die Abwrackprämie beschlossen. Das Gesamtvolumen wird von 1,5 Millliarden auf 5 Milliarden Euro aufgestockt. Diese Summe soll nun für zwei Millionen Prämien reichen, weiterhin werden pro Auto, das mindestens neun Jahre alt ist, 2500 Euro gezahlt. Am Ende des Jahres - oder wenn die 5 Milliarden Euro erschöpft sind - soll die Förderung auslaufen.

Für die Entscheidung erntet das Bundeskabinett nicht nur Lob: Die Opposition hat die Aufstockung als “milliardenschweres Wahlgeschenk ohne großen Nutzen für die deutsche Industrie” kritisiert. FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms sagte auf Deutschlandradio Kultur, dass zwei Drittel der über die Abwrackprämie verkauften Fahrzeuge im Ausland gebaut würden. Um deutschen Herstellern mit ihrem Angebot an Mittelklassewagen zu helfen, hätten die Abschreibungen für Geschäfts- und Dienstwagen erhöht werden müssen. Stattdessen werde der Automarkt nach Auslaufen der Prämie einbrechen. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast bemängelte, die Abwrackprämie sei von Anfang an Murks gewesen. Auch sie erwartet einen rapiden Einbruch der Verkaufszahlen. “Wer jetzt einen Neuwagen kauft, wird sich nächstes und übernächstes Jahr - wenn neue, umweltfreundlichere Modelle auf den Markt kommen - nämlich keinen kaufen”, sagte sie der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. (Reuters)
Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz kritisiert die Maßnahme als Strohfeuer. Der Verschrottungsbonus sei eine Subventionierung einer bestimmten Branche zulasten anderer, kritisierte er am Mittwoch im ZDF-”Morgenmagazin”. Das sei eine Wettbewerbsverzerrung, denn dafür würden beispielsweise weniger Sofas oder Fernseher gekauft. (FAZ/ddp)

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), ideeller Träger und Mitveranstalter der AMI in Leipzig begrüßt die Aufstockung der Prämie und die Fortzahlung in gleicher Höhe. Auf Anfrage des AMI-Blogs sagte Thomas Böhm, Pressesprecher des VDIK: “Natürlich gibt es nach jeder Förderung ein Loch. Dennoch benötigen wir jetzt den Konjunkturanschub. Es zeigt sich, dass der Kunde nun nachholt, was er unter Umständen jahrelang vor sich herschob, nämlich den Kauf von umweltschonenden und effizenten PKW.” Zudem geht Böhm davon aus, dass das “Loch” nach Ende der Förderung nicht so tief ausfalle. “Das generelle Interesse am Automobil ist jetzt geweckt, das wird auch anhalten”, meinte er. Die Umweltprämie sei die einzige Maßnahme, die sofort und positiv wirke.

Zum Kritikpunkt, vor allem ausländische Autobauer würden profitieren, sagte Böhm, die Verwobenheit im Produktionsprozess sei so groß, dass gesichert sei, dass alle profitieren, auch deutsche Zulieferer. “Ein Beispiel ist der neue Renault Mégane. Hier sind 33 von 41 Zuliefern deutsche Unternehmen. Oder der Suzuki Splash: Etwa 30 von 40 Herstellern kommen aus Deutschland”, zählte er auf. Zudem sei es falsch, zu glauben, deutsche Autos würden aus Deutschland kommen. “27 Prozent der in Deutschland verkauften Autos stammen aus ausländischer Produktion, viele deutsche Autobauer und Zulieferer haben auch Werke im Ausland”, so Böhm.

Bereits jetzt mache sich der Umwelteffekt bemerkbar. So wurde die Durchschnittsemission an CO2 gesenkt. “Wir bekommen jetzt endlich die Euro-1 und Euro-2-Autos von der Straße, davon gab es mal 16 Millionen. Die Senkung der CO2-Emmission ist ein wichtiger Schritt. Und je eher er passiert, desto besser. Wettbewerbsverzerrung befürchtet Böhm nicht, allenfalls eine kurze Zurückhaltung. “Viele Anbieter wie Möbelhäuser oder Elektronikmärkte haben doch die Abwrackprämie adaptiert und geben Sonderzahlungen beim Kauf eines neuen Artikels.”

Aussteller bekennen sich zur AMI

von Daniel Große am 19.02.2009, 11:02 Uhr in 2009, Interview, Live, Meinung, Presse, amitec

Heute gab es die Vor-Pressekonferenz zur AMI. Hier wurde erklärt, warum die AMI das richtige Signal und unentbehrlich ist. Wir haben live gebloggt. Lesen Sie unser Protokoll.

Anwesend sind:
Volker Lange, Präsident des VDIK
Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH
Matthias Kober, Projektdirektor der AMI und AMITEC
Jens Becker, Geschäftsführer Subaru Deutschland GmbH
Gerd Schlosske, Geschäftsführer ad AUGROS Autoteile Werkstattausrüstungen und Service Handelsgesellschaft

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Es geht los. Thomas Tenzler, Pressesprecher der AMI begrüßt die Pressevertreter. Tenzler hat heute Geburtstag. :-)

Wolfgang Marzin hat das Wort.
Wir haben gerade das sechste Erfolgsjahr in Folge der Leipziger Messe hinter uns. Die ersten Monate sind auch erfolgreich verlaufen. Die Partner Pferd, Haus-Garten-Freizeit und Beach & Boat waren Publikumsmagnete.

Zur AMI: Die vergangenen Jahre waren Rekordjahre für den Automobilmarkt. Heute weht ein extremer Wind. Das hat die Marketinginstrumente erreicht, nicht nur den Messemarkt. Es wäre vermessen, zu sagen, dass das Boot mit Vollbesetzung segelt. Aber: Wir haben 40 Marken vertreten, es gibt 60 Deutschland- und Weltpremieren. Es sind rund 80 Prozent der Marken der vergangenen Jahre vertreten. Nur auf der AMI gibt es eine große Bandbreite an Marken, Premieren und ein großes Rahmenprogramm.
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Promis und ihr erstes Auto: Torsten Frings

von Daniel Große am 31.03.2008, 12:36 Uhr in 2008, Aktion, Interview

frings.jpgDer Fußball-Nationalspieler Torsten Frings zeigt auf der AMI im Rahmen der Sonderschau “Die Autos der Promis” seinen Wiesmann Roadster MF3. Wir unterhielten uns mit ihm über sein erstes Auto.

Herr Frings, verraten Sie uns, was ihr erstes Auto war?
Ja, natürlich - das war ein bordeaux-farbener Opel Kadett!

Selbst bezahlt?
Ja, ein paar Monate, nachdem ich den Führerschein gemacht habe. Vorher durfte ich das Auto meiner Eltern nutzen.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Auto? War es ein schönes Auto, das Sie gern gefahren haben, oder eher ein “notwendiges Übel”?
Mit diesem Auto bin ich zum ersten Mal mit meiner Frau, damals Freundin, in den Urlaub an die Ostsee gefahren. Damals war es natürlich ein schönes Auto und ich habe es gerne gefahren. Heute würde ich es unter Jugendsünde ablegen…lach. Ich mag es heute lieber ein wenig schneller und sportlicher.

Foto: presented by GmbH

Der Mehrwert steht im Vordergrund

von Daniel Große am 30.03.2008, 13:58 Uhr in 2008, Allgemein, Beschleunigung, Interview, Presse

Welt Online hat ein Interview mit Messegeschäftsführer Wolfgang Marzin und VDIK-Präsident Volker Lange veröfentlicht. Darin erklärt Marzin unter anderem den Unterschied der AMI zu anderen Automessen.

Was uns von anderen Messen deutlich abhebt, ist die aktive Einbeziehung der Besucher. In Leipzig steht der Käufer im Mittelpunkt. Unser Motto: “Sehen. Staunen. Testen.” Beispielhaft möchte ich die in Europa wohl einzigartigen Möglichkeiten zum Probefahren nennen. 27 Pkw-Hersteller stellen über 100 Modelle bereit. Die Zahl der Fahrten dürfte gegenüber 2007 (21 000) nochmals kräftig zulegen. 23 Hersteller offerieren zudem “Spritsparstunden” als Beratung, wie man den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren kann. Generell steht der Mehrwert für unsere Besucher im Vordergrund.

Das ganze Interview gibt es hier.

Promis und ihr erstes Auto: Hans-Joachim Stuck

von Daniel Große am 26.03.2008, 14:02 Uhr in 2008, Beschleunigung, Interview, Motorsport

stuck.jpgEr ist eine deutsche Rennfahrer-Legende und Le-Mans-Sieger. Auf der AMI wird im Rahmen der Sonderschau “Die Autos der Promis” sein Sammlerstück, ein BMW 2002ti stehen - das erste Rennauto, mit dem er 1969 startete. Wir hatten vor wenigen Minuten die Gelegenheit, mit Hans-Joachim Stuck zu telefonieren.

Herr Stuck, welches war ihr erstes Auto?
Das war ein BMW 700, durch die Vorbelastung meines Vaters musste es dieses Auto sein. Er gewann damit 1960 die Deutsche Bergmeisterschaft. Für mich kam immer nur dieses Auto in Frage. Außerdem war es recht günstig damals.

Wann haben Sie den BMW bekommen und haben Sie ihn selbst bezahlt?
Den 700 habe ich 1967 bekommen, da war ich gerade 16. Durch eine Sonderregelung durfte ich mit 16 den Führerschein machen, weil mein Vater auf seinen Fahrten eine Unterstützung brauchte. Ich war sozusagen der Zweitfahrer. Bezahlt habe ich ihn nicht komplett alleine, dafür reichten die Ersparnisse aus Rasen schneiden und Auto waschen nicht. Mein Vater hat einen Zuschuss gezahlt.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Auto?
Das war einfach ein toller Wagen mit einer super Straßenlage. Ein schönes Sportcoupé. Wir haben später noch dran rumgebastelt, andere Endrohre angebaut und solche Dinge.

Wie lange haben Sie den 700er gefahren?
Ich glaube, so zwei, drei Jahre.

Befindet sich das Auto nun in Ihrer Oldtimersammlung?
Nein, dieses Auto von damals nicht, aber ich habe wieder einen BMW 700, der ist nur noch nicht fertig restauriert. Mein damaliger 700er steht im BMW-Museum München.

Vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke auch.