von Daniel Große am 21.04.2009, 11:50 Uhr in 2009, Allgemein
Eigentlich schläft das Blog ja bereits seinen Sommerschlaf. Kurzer Hinweis aber noch schnell an alle die, die sich derzeit mit dem Gedanken tragen, ein neues Auto zu kaufen, aber nicht wissen, wie hoch die jährliche Steuerbelastung sein wird. Das Bundesfinanzministerium hat dieser Tage einen Online-Rechner für die neue Kraftfahrzeugsteuer ab 1. Juli bereit gestellt. Hier kann man sich bequem und unverbindlich die Höhe der Kfz-Jahressteuer für einen Pkw mit Erstzulassung zwischen dem 1.7.2009 und dem 31.12.2011 ausrechnen. Das ist besonders interessant, wenn man mehrere Autos für einen Kauf in die engere Wahl genommen hat. Denn mit dem Steuerrechner lässt sich sehr schön und schnell vergleichen, wie sich etwa die Höhe des CO2-Werts auf die KFZ-Steuer auswirkt.
Alles was man für die Berechnung braucht, ist die Antriebsart, der Hubraum und der CO2-Ausstoß. Diese Daten liefern Autohändler heutzutage mit und so ist es ein leichtes, die Steuer auszurechnen.
Auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums finden sich außerdem ausführliche Informationen, Fragen und Antworten rund um die Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer. Weitere Fragen beantwortet das neue Dialogportal des Bundesfinanzministeriums.
Jetzt kommentieren!
von Thomas Gigold am 15.04.2009, 10:16 Uhr in 2009

Die Automobilindustrie ist im Umbruch. Dies zeigt das noch junge Jahr deutlich, und auch wenn man sich über die Dramatik nicht freuen muss oder kann, so ist der bevorstehende Wandel doch notwendig.
Das Automobil wie wir es kennen existiert nicht mehr lange. “Wir müssen das Auto nochmals neu erfinden”, sagt dann auch Masatami Takimoto, Executive Vice President und Forschungsleiter Antriebstechnik bei Toyota in einem aktuellen Interview. Das Zeitalter von Öl steht am Ende, eine Tatsache die sich heute bereits über sinkende Spritverbräuche bei Neuwagen, steigende Spritpreise und die Annäherung der Automobilindustrie an Hybrid-, Elektro- und Wasserstoff-Autos zeigt.
Für Autofahrer, -liebhaber und -bauer stehen dramatische, aber auch zukunftsweisende, Jahre vor der Tür. Viele, auch wir Konsumenten, müssen anfangen mitzudenken. Die kommenden Jahre werden für die Autoindustrie und uns Autofahrer nicht leicht, aber am Ende steht eine neue Art der persönlichen Mobilität. Auf Pferdedroschken werden wir auch in 20 Jahren sicherlich nicht wieder zurückgreifen müssen. Aber wir werden Autos fahren, die energieeffizienter, umweltschonender und wahrscheinlich vollständig Öl-los sind. Sauber.
Die AMI wird diese Entwicklung weiterhin begleiten. Im nächsten Jahr zum 20sten Mal. Die Autoindustrie befindet sich vor einem evolutionären Sprung, was dieser in den nächsten 18 Monaten hervorbringt, werden Sie vom 10. bis 18. April 2010 sehen können. In Leipzig. Wo sonst?
Das AMI-Blog-Team verabschiedet sich für 2009. Es war eine wunderbare Zeit, wir hoffen Ihnen hat es Spaß gemacht. Wenn Sie wissen wollen, was Sie Alles verpasst haben, klicken Sie einmal hier. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!
Jetzt kommentieren!
von Daniel Große am 09.04.2009, 09:09 Uhr in 2009, Rückspiegel
Die AVAG Holding AG griff in diesem Jahr Nissan unter die Arme und ermöglichte so, dass der japanische Autobauer doch noch an der AMI teilnehmen konnte. Jetzt wurde Bilanz gezogen und die fällt überaus positiv aus. Trotz eines “abgespeckten” Messestands sei man mit der Präsenz “absolut zufrieden”, betonte AVAG-Vorstand Markus Hofmann im Gespräch mit AUTOHAUS Online. Rund zehn Autos der japanischen Marke seien verkauft worden. Etwa 900 Interessenten besuchten den Stand und ließen sich vor allem zum Pixo und dem Qashquai beraten. Für die AVAG war diese Aktion einmalig. Eine Beteiligung an der IAA stehe nicht zur Debatte. (Autohaus Online)
Jetzt kommentieren!
von Daniel Große am 08.04.2009, 13:30 Uhr in 2009, Allgemein, Interview, Rückspiegel, Umwelt

Wie erwartet hat das Bundeskabinett heute die neuen Regeln für die Abwrackprämie beschlossen. Das Gesamtvolumen wird von 1,5 Millliarden auf 5 Milliarden Euro aufgestockt. Diese Summe soll nun für zwei Millionen Prämien reichen, weiterhin werden pro Auto, das mindestens neun Jahre alt ist, 2500 Euro gezahlt. Am Ende des Jahres - oder wenn die 5 Milliarden Euro erschöpft sind - soll die Förderung auslaufen.
Für die Entscheidung erntet das Bundeskabinett nicht nur Lob: Die Opposition hat die Aufstockung als “milliardenschweres Wahlgeschenk ohne großen Nutzen für die deutsche Industrie” kritisiert. FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms sagte auf Deutschlandradio Kultur, dass zwei Drittel der über die Abwrackprämie verkauften Fahrzeuge im Ausland gebaut würden. Um deutschen Herstellern mit ihrem Angebot an Mittelklassewagen zu helfen, hätten die Abschreibungen für Geschäfts- und Dienstwagen erhöht werden müssen. Stattdessen werde der Automarkt nach Auslaufen der Prämie einbrechen. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast bemängelte, die Abwrackprämie sei von Anfang an Murks gewesen. Auch sie erwartet einen rapiden Einbruch der Verkaufszahlen. “Wer jetzt einen Neuwagen kauft, wird sich nächstes und übernächstes Jahr - wenn neue, umweltfreundlichere Modelle auf den Markt kommen - nämlich keinen kaufen”, sagte sie der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. (Reuters)
Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz kritisiert die Maßnahme als Strohfeuer. Der Verschrottungsbonus sei eine Subventionierung einer bestimmten Branche zulasten anderer, kritisierte er am Mittwoch im ZDF-”Morgenmagazin”. Das sei eine Wettbewerbsverzerrung, denn dafür würden beispielsweise weniger Sofas oder Fernseher gekauft. (FAZ/ddp)
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), ideeller Träger und Mitveranstalter der AMI in Leipzig begrüßt die Aufstockung der Prämie und die Fortzahlung in gleicher Höhe. Auf Anfrage des AMI-Blogs sagte Thomas Böhm, Pressesprecher des VDIK: “Natürlich gibt es nach jeder Förderung ein Loch. Dennoch benötigen wir jetzt den Konjunkturanschub. Es zeigt sich, dass der Kunde nun nachholt, was er unter Umständen jahrelang vor sich herschob, nämlich den Kauf von umweltschonenden und effizenten PKW.” Zudem geht Böhm davon aus, dass das “Loch” nach Ende der Förderung nicht so tief ausfalle. “Das generelle Interesse am Automobil ist jetzt geweckt, das wird auch anhalten”, meinte er. Die Umweltprämie sei die einzige Maßnahme, die sofort und positiv wirke.
Zum Kritikpunkt, vor allem ausländische Autobauer würden profitieren, sagte Böhm, die Verwobenheit im Produktionsprozess sei so groß, dass gesichert sei, dass alle profitieren, auch deutsche Zulieferer. “Ein Beispiel ist der neue Renault Mégane. Hier sind 33 von 41 Zuliefern deutsche Unternehmen. Oder der Suzuki Splash: Etwa 30 von 40 Herstellern kommen aus Deutschland”, zählte er auf. Zudem sei es falsch, zu glauben, deutsche Autos würden aus Deutschland kommen. “27 Prozent der in Deutschland verkauften Autos stammen aus ausländischer Produktion, viele deutsche Autobauer und Zulieferer haben auch Werke im Ausland”, so Böhm.
Bereits jetzt mache sich der Umwelteffekt bemerkbar. So wurde die Durchschnittsemission an CO2 gesenkt. “Wir bekommen jetzt endlich die Euro-1 und Euro-2-Autos von der Straße, davon gab es mal 16 Millionen. Die Senkung der CO2-Emmission ist ein wichtiger Schritt. Und je eher er passiert, desto besser. Wettbewerbsverzerrung befürchtet Böhm nicht, allenfalls eine kurze Zurückhaltung. “Viele Anbieter wie Möbelhäuser oder Elektronikmärkte haben doch die Abwrackprämie adaptiert und geben Sonderzahlungen beim Kauf eines neuen Artikels.”
Ein Kommentar »
von Daniel Große am 07.04.2009, 22:47 Uhr in 2009, Rückspiegel
Mensch, schon wieder Dienstag. Am Sonntag ging die AMI zu Ende und wir trauern irgendwie immernoch. Kein Gratis-Kaffee im Pressezentrum mehr, keine Glitzer-Girls bei Kia mehr, keine Spritztouren - sorry - Probefahrten in schicken neuen Autos mehr, keine Wadenkrämpfe vom vielen Laufen quer durch die Hallen (ja, man wird halt alt, nich wahr…). Und überhaupt. Wir vermissen die AMI. Aber es gibt zum Glück nette Menschen, die die Videoportale dieser Welt mit Bewegtbildern überschütten.
Darum schauen wir doch mal. Den ganzen Beitrag lesen »
Jetzt kommentieren!
von Daniel Große am 07.04.2009, 18:26 Uhr in 2009, Rückspiegel
Zufriedene Gesichter und eine volle Visitenkartenmappe - so ungefähr lautet das Fazit des Technikums Mittweida. Die Studenten haben in diesem Jahr auf der AMI ihren Rennwagen gezeigt, mit dem sie bei der Formula Student angetreten sind. In Halle 1 konnten die Besucher den Flitzer begutachten.
Ein kurzer Rückblick in Text und Video wurde nun auf medien-mittweida.de veröffentlicht.
Jetzt kommentieren!
von Daniel Große am 06.04.2009, 11:57 Uhr in 2009, Live, Rückspiegel

„Octavia, Baujahr 1964, Neuwagen“ - so lautete im Juli 1999 eine Anzeige im Oldtimer Markt. Ein Neuwagen von 1964? Das machte Theresia und Werner Hempe stutzig, aber zugleich auch neugierig. Darum nahmen sie Kontakt zum Besitzer auf – und erfuhren so die ganz besondere Geschichte eines Skoda Octavia erster Baureihe, den das Ehepaar heute besitzt. „Der Octavia stand jahrelang unbeachtet in einem Autohaus in München“, berichtet Theresia Hempe. Später wurde das Auto dann zwar verkauft, der Besitzer meldete ihn aber nie an. Knapp 3000 Kilometer standen auf dem Tacho, als das Rentner-Ehepaar den Octavia 1999 kaufte. “Wir vermuten, der einstige Besitzer ist damit nur auf Feldwegen oder Privatgrundstücken gefahren“, sagen die beiden.
Heute hat der „junge Oldtimer“ rund 23.000 Kilometer auf der „Uhr“ - und wird noch immer gefahren. Etwa zu diversen Oldtimer-Treffen. Dort lernten die Hempes auch Peter Sudeck kennen. Der ist Oldtimer-Experte und Verbindungsmann zwischen Volkswagen und der Tochter Skoda. „Im Februar rief er bei uns an und fragte, ob wir unseren Octavia nicht ausstellen wollen. Natürlich sagten wir sofort zu“, lächelt Theresia Hempe.
Einen speziellen Anlass gab’s natürlich: Skoda feiert in diesem Jahr das 50. Jubliäum des Octavia.
Ein Kommentar »
von Thomas Gigold am 06.04.2009, 09:31 Uhr in 2009, Live

… auf Arbeit zu gehen.
Denn die AMI ist leider rum. Chance vertan, sofern Sie nicht einer der 250.000 Besucher in diesem Jahr waren. Und falls Sie diesmal nicht dazu gekommen sind, besuchen Sie die beste, schönste und vor allem 20. AMI doch einfach nächstes Jahr. Wenn Sie dieses Jahr da waren, dann kommen Sie nächstes Jahr sowieso ja wieder, stimmt’s?
Vom 10. bis 18. April 2010 lädt Leipzig zur dann größten Automobilmesse Deutschlands ein. Also schonmal rot im Kalender markieren.
… und wir gehen jetzt einen Kaffee trinken, und überlegen, was wir Ihnen diese Woche noch so Schönes berichten, damit Sie Appetit auf nächstes Jahr bekommen. Guten Morgen, und einen wunderbaren Start in die Woche!
Jetzt kommentieren!
von Daniel Große am 05.04.2009, 20:42 Uhr in 2009, Live
Am Ende der AMI folgt immer das, was einem Gänsehaut auf die Arme und ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Viele Menschen an den Ständen liegen sich in den Armen, leeren Sektgläser und drücken auf die Hupen ihrer Autos. Es scheint, als ob sich die Hostessen und Standbetreuer den Stress der vergangenen Tage von der Seele hupen. Manche mit einer erkennbaren Melodie, andere im Dauerton. Wichtig ist nur: Sie zeigen, dass sie zufrieden sind mit dem Verlauf der Messe. Und dass sie nun froh sind, wieder zu ihren Familien zu dürfen. Danke nochmals an alle, die dafür gesorgt haben, dass diese AMI trotz schwierigem Umfeld, trotz einigen fehlenden Ausstellern so erfolgreich verlief. Wir sind verdammt stolz auf Euch alle.
Und hier, meine Damen und Herren: Das Hupen. Zwei Minuten lang, danach kommen wir Blogger nochmal kurz zu Wort. Bis nächstes Jahr!

AMI-Blog.de Podcast 2009: Der Tag (9) [4:56m]:
Play Now |
Play in Popup |
Download (870)
2 Kommentare »
von Thomas Gigold am 05.04.2009, 17:30 Uhr in 2009
Traditionell trumpfen die Aussteller zum Schluss mit Blicken hinter die Fassade auf. In den letzten Shows an den Ständen gegen 16 Uhr zeigt man nicht nur, man feiert … Und so wird es an den Ständen von Skoda, Volkswagen, smart und Co. noch einmal so richtig laut, bunt und lustig.
So sind die abschließenden Modeshows von Volkswagen und Skoda beispielsweise eher eine Party für die Teams, denn normale Präsentationen für das Publikum. So gibt es jede Menge Dinge zu sehen, staunen und lachen, die mehr ein Blick hinter die Kulissen der Team-Gefühle sind.
Kein Wunder, dass die Abschlussshows jede Menge Publikum anziehen.
Die Stimmung lässt sich nur schlecht transportieren, schwankt sie doch zwischen Trauer, Euphorie und Erlösung. Zehn Tage AMI hinterlassen ihre Spuren … Bis nächstes Jahr wieder, Ihr Aussteller-Teams, Hostessen, Betreuer und Probefahrtbegleiter. Wir freuen uns auf Euch!
Jetzt kommentieren!
von Thomas Gigold am 05.04.2009, 17:23 Uhr in 2009

Zum Schluss gönnte ich mir noch etwas Nobles: Die letzte Probefahrt der AMI 2009 machte ich mit dem Skoda Superb. Die Limousine der oberen Mittelklasse feierte 2008 hier in Leipzig ihre Deutschlandpremiere, in diesem Jahr durfte man sie einmal auf einer Tour um das Messegelände erleben.
Platz nahm ich in beigen Ledersitzen, umhüllt von kühler Luft aus der Klimaanlage und mit einem einladenden Gaspedal. Das schmiegte sich im 2.0 Liter Common Rail-Diesel mit 170 PS auch wunderbar an meinen rechten Fuß, so dass ich dem Superb noch einmal ein wenig Auslauf auf der Autobahn gönnte. 220 km/h schafft der große Tscheche ohne murren, danach ist laut Papieren Schluss …
Der Superb ist für Preise zwischen 20.000 und 30.000 Euro beim Händler zu haben, und der Preis geht vollkommen in Ordnung für das Auto. Die Ausstattung ist gut, die Verarbeitung ebenso und die Technik auf dem aktuellen Stand. Man merkt: Unter dem Kleid von Skoda steckt Technik von Volkswagen. Ein schöner Abschluss für die AMI 2009, so freut man sich auf intensive Probefahrtstunden 2010 …
Jetzt kommentieren!
von Thomas Gigold am 05.04.2009, 16:58 Uhr in 2009
Jetzt kommentieren!
von Thomas Gigold am 05.04.2009, 16:31 Uhr in 2009
Jenson Button brauchte heute morgen in Sepang zwei Stunden um das Rennen bei monsunartigem Regen zu gewinnen. Jürgen Ruscher brauchte heute nur eineinhalb Stunden zum Gewinn. Und während Jenson Button nur mit der Hälfte der möglichen Punkte aus Sepang abreist, kann Jürgen Ruscher aus Heinzdorf bei Zwickau heute mit einem ganzen, nagelneuen Suzuki Splash nach Hause fahren.
Beim Gewinnspiel von Lichtenauer gewann Ruscher den Kleinwagen dank seines Sohnes Christian, der darauf bestand beim Gewinnspiel mitzumachen. Gut so! Nun steht der Splash bald als Zweitwagen der Familie daheim und ersetzt den zehn Jahre alten Wagen von Ruschers Frau, die ihrem Lebensgefährten die Nachricht des Gewinns am Telefon erst nicht glauben wollte, bis ein Mitarbeiter von Lichtenauer den Gewinn ihr am Telefon bestätigte.
Jetzt kommentieren!
von Thomas Gigold am 05.04.2009, 12:29 Uhr in 2009
Mit der Abschluss-Pressekonferenz am Sonntag vormittag läuteten Messechef Wolfgang Marzin und Volker Lange, Präsident des VDIK, den letzten Messetag der AMI heute ein. Mit am Tisch zum Pressegesprächs saßen Thorsten Bradler, Regionalleiter Ost von Volkswagen und Tilman Becker, Leiter der Abteilung Motorsport bei Citroën.
“Ein Treibhaus für den Optimismus”, nannte Wolfgang Marzin die AMI 2009, die heute Abend mit über 250.000 Besuchern enden wird. Das sind zwar ein paar tausend Besucher weniger als im Vorjahr, trotzdem sind die Aussteller zufrieden. So loben Citroën, VW, Opel, Ford, und viele Aussteller mehr, die Leipziger Messe: “Wir haben ein sehr viel interessierteres Publikum gesehen, das ganz bewußt die Messe auch genutzt hat, um eine Kaufentscheidung zu treffen bzw. zu bestätigen”, sagt Thosten Bradler stellvertretend für viele Aussteller. Es ist feststellbar, betont auch Marzin, dass in diesem Jahr die “Qualität siegt” und die AMI Besucher angezogen hat, die nicht nur schauen, sondern auch testen wollten.
“Einige Marken sind hier bis zur Erschöpfung probegefahren worden”, ergänzt Volker Lange und sieht das Konzept der AMI mit dem breiten Angebot an Test- und Spritspar-Fahrten so erfolgreich wie nie in diesem Jahr.
Die AMI hat es geschafft die Kunden zu begeistern, viele Aussteller sind intensiver vor Ort als je zuvor und präsentieren sich nicht nur für das Publikum, sondern auch für ihre Händler - führen Händlertrainings und -kurse durch. Das macht die AMI sowohl für Käufer als auch Händler zum “Leuchtfeuer in schwieriger See”, wie es Lange formuliert. “Wir haben zwar weiter ein schwieriges Gewässer, aber die AMI kommt zum richtigen Zeitpunkt. Das haben wir auch von Ausstellern gehört. Deswegen ist die AMI aus unserer Sicht ein voller Erfolg.”
Den Grund für die geringer Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr, sieht Lange im Erfolg der Abwrackprämie. So kamen in diesem Jahr sicherlich diejenigen nicht, die sich vor der AMI bereits ein neues Auto gekauft und die Abwrackprämie genutzt haben. Der Rest konnte die AMI als Informationsmesse nutzen. Wolfgang Marzin als Messechef relativiert die Zahlen auch: “Wir werden uns in Deutschland daran gewöhnen müssen, dass wir uns nicht nur über Stück- und Besucherzahlen, sondern über Technik, Qualität und Umsatz definieren müssen.” So sei die Leipziger Messe mit den Zahlen der AMI 2009 äußerst zufrieden.
“Wir werden 2010 hier wieder als erfolgreiches Team vertreten sein”, versprechen Wolfgang Marzin und Volker Lange als Chefs der Messe und des VDIK. Beide freuen sich auf eine erfolgreiche AMI 2010 - und die findet vom 10. bis 18. April 2010 statt.
Jetzt kommentieren!
von Daniel Große am 05.04.2009, 09:51 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

In Halle 5 hat Kia einen beachtlichen, großen Stand gemietet. Die langbeinigen Hostessen laufen in Glitzergewändern herum und beraten zu den neuesten Modellen des koreanischen Herstellers, der 1998 von Hyundai übernommen wurde. Heute ist die Hyundai Kia Automotive Group der siebtgrößte Autobauer der Welt.
Soweit zu den recht erfreulichen Fakten. Nun zum Kia Soul. Doch, man muss das leider so scharf trennen und auch so betonen. Denn einen bleibenden Eindruck hinterließ die Probefahrt in dem SUV-Mini-Van-Verschnitt nur in negativer Hinsicht. Schade, denn für die erste Probefahrt auf der AMI 2009 hatten wir uns eigentlich etwas anderes gewünscht.
“The Power to surprise” lautet Kias Schlachtruf. Überraschungen gab’s nur wenige. Der Soul ist - zumindest aussen - ein Spaßmobil. Das eigenwillige Design könnte Fahranfängern, also eher jungen Leuten gefallen. Ein Stadtflitzer mit SUV-Ambitionen, das hat was, ist frech und modern. Ein Konzept, das durchaus aufgehen könnte. Wenn man es richtig macht.
Setzt man sich in den Soul, wird man allerdings vor den Kopf gestoßen. Sämtliche Erwartungen, die man eben noch hatte, werden enttäuscht. Plastik, das den Anschein macht, von der billigsten Sorte zu sein, dominiert das Cockpit. Auch die Seitenverkleidungen kommen nicht in den Genuss hochwertiger Materialien. Die Verarbeitung ansich ist okay, teilweise wirkt sie aber billig. Etwa die sichtbaren Schrauben der Vordersitze oder die Befestigungen der Gurte, die man so in einem Auto heutzutage nicht mehr sehen möchte.
Das Fahrverhalten des Souls ist okay. Allerdings brummt der Motor viel zu laut für einen Benziner, die Schaltung ist hakelig. Beim Tritt aufs Gaspedal hat man das Gefühl, irgendwas ist kaputt, denn so richtig “ziehen” kann der Soul nicht. Dass der Benzinmotor 126 PS leisten soll, konnten wir nicht recht glauben.
Insgesamt fehlt dem Soul das, was er verspricht: Sehle. Trotzdem gibt es sicher eine Zielgruppe für das kleine Ding. Vielleicht junge Frauen, denn immerhin kommt der Soul in diversen knalligen Farben daher. Vielleicht auch ältere Leute, die zeigen wollen, dass sie noch “hipp” sind. Man kann dem Soul nur wünschen, dass er seine Zielgruppe noch findet. Oder die Zielgruppe ihn.
Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum wir so lange gewartet haben, um unsere erste Probefahrt der diesjährigen AMI aufzuschreiben.
Ein Kommentar »