Für Ladies, Lords und Nerds.
Die Zahl des Tages, werte Leser, gestern war 54.000. Aber natürlich wollen wir uns jeden Tag ein wenig steigern, und so entschlossen wir uns, heute in etwas Platz zu nehmen, dass ein paar mehr Euro in die Waagschale wirft. Und Kilo. Und Antriebsräder. Und .. Nerdigkeit.
Die Wahl ist also schnell getroffen, denn über dem Mercedes E-Cabrio rangieren bei den Probe zu fahrenden Autos nur zwei: Der RWE-Tesla für 100.000 Euro. Und der Range Rover. Für ab 85.900 Euro.
Der Range Rover fährt irgendwie ausser jeglicher Konkurrenz. Er ist mehr Geländewagen als ein SUV. Er ist höher als ein .. KEP Transporter. Er ist stärker als ein .. KEP Transporter. Und Platz gibt es ausreichend. Bekommt man die Beine hoch in die Jagdkanzel des Range Rovers steigt man in eine andere Welt. Eine, die anfängt sich zu “booten” – wie ein Computer erwacht der Range Rover aus dem Schlaf, wenn man sich ihm mit dem Schlüssel nähert. All die kleinen nerdigen Sachen springen an, bis zu dem Punkt, an dem man Platz nimmt. Platz, im Sessel ihrer königlichen Majestät herself. Sitzend wird man von einem Monitor hinter dem Lenkrad begrüßt. Einem Monitor, der via LED anzeigt wie schnell man ist, welche Drehzahlen man fährt, wie spät es ist, .. Mechanischer Tacho mit richtigen Zeigern? Oh my dear, c’mon on! We live in the 21st century. We don’t have such stuff anymore!
Nerdigkeit setzt sich dann fort, wenn man in die Rückspiegel blickt, in denen drei kleine Lichter blinken, sobald jemand im toten Winkel auftaucht. Sie setzt sich fort in fünf kleinen Kameras, die über das Auto außen verteilt sind und sich auf dem mittleren Monitor nicht nur ansehen, sondern auch steuern lassen. Und die Oberklasse des englischen Understatements – und meiner Nerdigkeit, aufgrund meiner Begeisterung dafür – erreichen wir, wenn man auf dem Beifahrersitz Fernsehen (!) schauen kann, während der Fahrer auf dem gleichen Monitor vom Navigationssystem sich die Strecke zeigen lässt!
Der Range Rover ist ein Traum .. Er ist wie eines dieser modernen Smartphones. Du kannst jede Menge Zeug mit ihm machen. Es gibt überall Gimmicks, Zusatzfächer und Kleinigkeiten zu entdecken. Ach so, ja. Fahren kann man damit übrigens auch. Sogar auf nassem Rasen mitten im Gelände.
Aber eigentlich ist das nebensächlich. Eigentlich, will man nur in diesen Sitzen Platz nehmen, den Motor säuseln lassen und diese erhabene Position da oben genießen. Während man auf den Beifahrersitz gelehnt DVDs anschaut.
Den Range Rover darf man allein im Leipziger Umland bewegen, den Counter zur Probefahrt-Anmeldung findet ihr auf dem Freigelände hinter Halle 2/4 in der kanadischen Blockhütte.
… und wer jetzt noch immer nicht weiß, was ich eigentlich sagen will, der schaue Auto-Gott Jeremy Clarkson dabei zu, wie er Spaß mit dem Range Rover hat!
Übrigens: Über die den von uns gefahrenen 3.6 TDV8 Benziner mit 272 PS und Automatik-Getriebe konnten wir uns nicht beschweren. Die unter der hohen Haupe steckenden Pferde (und man will fast glauben, dass darunter wirklich Pferde arbeiten) ziehen den 2,8 Tonnen scheren Range Rover mit Leichtigkeit über die Straße und das Gelände. Wer es etwas größer haben will, für den gibt es den im Video von Clarkson angesprochenen 5.0-Liter V8 Turbo nehmen. Aber um es mit Clarksons Worten zu sagen: “That makes absolutly no sense!” ;)

1. Das wird teuer: AMI-Blog Podcast #5, AMI-Blog.de - Das offizielle Weblog zur AMI, AMITEC und AMICOM 2010 in Leipzig · 13. April 2010 um 21:56 Uhr
[...] Unter 85.000 Euro machen wir’s nicht mehr. Probefahren meinen wir. Wie sensationell unsere Fahrt mit dem Range Rover war (natürlich nicht mit einem solchen Parkstopp wie hier oben), hört ihr heute im [...]