Weihnachten war vorbei, oder?

Da ist er wieder.
Als hätten wir ihn vermisst .. dieses weiße Wunderwerk der Natur.
Manche nennen es Mist. Andere Zeug. Im Duden wird es als „Schnee“ bezeichnet. Also nutzen wir doch der Einfachheit halber im kommenden Eintrag diesen Namen für dieses Zeug.
Schnee also. Wer seine Fahrerlaubnis länger als 20 Jahre hat oder in den Alpen lebt kennt das vielleicht noch. Zumindest in dem Umstand, dass dieser Schnee länger als 24 Stunden liegt. Und im März schon wieder fällt. Wir Flachland-Eier sind aber diesen Umstand kaum gewohnt, müssen bei Wikipedia nachschauen, was Schneeketten sind und fragen uns, ob wir demnächst den Nachbarshund essen müssen, weil der Weg zum Supermarkt mit 15 Zentimeter Neuschnee versperrt ist.
Ok, ganz so schlimm jetzt vielleicht nicht. Aber der – noch nicht hinter uns liegende – Winter 2009/2010 war hart. Nicht nur für den einfühlsamen Menschen. Auch für die eigene Auto-Batterie, den Heerscharren Starthilfe-Gebern, die Winterreifen-Lieferanten und vor allem unsere Straßen.
Über Letztere singen Presse und Kommunen derzeit ja ein Klagelied. Und in das könnten unsere Stoßdämpfer sicherlich mit einstimmen. So mancher weißer Fleck erweist sich als gefühlt metertiefes Loch im Asphalt.
Es wird einige Millionen Euro kosten, die vom Winter verursachten Schäden zu beseitigen. Euro, die Kommunen eigentlich nicht haben. Weswegen man im grünen Herzen Deutschlands den Kopf eingeschaltet und eine Idee gefunden hat. Die ist nicht nur lustig, sondern auch helfend: Im thüringischen Dörfchen Niederzimmern kam man auf die Idee aus Schlaglöchern Patenkinder zu machen. Statt sich nämlich über die Stoßdämpfermordenden Asphaltschächte aufzuregen, sollte man als Niedernzimmerner lieber 50 Euro in die Hand nehmen und damit das Loch auffüllen. Sinnbildlich. Denn für 50 Euro wird das „eigene“ Schlagloch nicht nur gefüllt, sondern auch plaketiert: In das aufgefüllte Schlagloch wird eine kleine Plakette eingeschlagen, mit der Wunschaufschrift des Schlagloch-Paten.
Eine durchaus schöne Aktion. Versuchen Sie das doch, der eigenen Stadt vorzuschlagen … Potential gibt es da sicherlich nicht nur in Hamburg ;)
Übrigens: Aufregen über die Schlaglöcher lohnt nicht. Nur Ausweichen ;)
Solange der Winter uns noch im Griff hat, können die Schlaglöcher auch nicht richtig repariert werden, da Feuchtigkeit und Kälte den Teer darin hindern sich richtig zu verbinden und korrekt auszuhärten.
Bild: lonkopix