Sicherheitspreis Genius für Volvo City Safety System

Volvo verzichtet in diesem Jahr auf eine Präsentation auf der AMI. Dabei hätte der schwedische Hersteller durchaus allen Grund, sich vor den Tausenden Besuchern zu zeigen. Etwa wegen des Volvo City Safety Systems. Dieses gewann gestern Abend den Allianz Sicherheitspreis Genius.
Es sind, so sagte Moderator Wolfgang Rother vom DSF-Magazin “Motor”, die wohl peinlichsten Unfälle. Kurz nicht aufgepasst im Straßenverkehr – und schon ist man dem Vordermann aufs Heck gefahren. Und auch wenn seine Schilderung vom Autofahrer, der sabbernd einer kurz berockten Frau hinterherschaut, als Grund für so einen Unfall etwas eigentümlich war, so hat er schon recht: Als Auffahrender bist du immer der Depp.
Genau hier greift das Volvo City Safety System. Es scannt serienmässig im XC60 die Straße per Radar. Bei bis zu 30 km/h werden pro Sekunde 50 Impulse ausgesandt, die den Raum vor dem Auto scannen. Ist ein Hindernis erkennbar, senkt es die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und verhindert so eine Kollission oder verringert zumindest die Aufprallgeschwindigkeit. Ein Umstand, der Fahrern des Volvo XC 60 bei der Volvo Autoversicherung bereits eine um zwei Stufen verbesserte Typklasse beschert. Auch Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG, kann sich vorstellen, dass der Einbau solcher Systeme zukünftig den Fahrern bei allen Versicherungen Vorteile bringen. Entgegen nahm den Preis Thomas Viehweg, Geschäftsführer von Volvo Cars in Deutschland.
Die geladenen Gäste im Rübesams Da Capo in Leipzig wurden dann noch live Zeuge, wie dieses System funktioniert. Im Außenbereich führte Wolfgang Rother vor, dass der XC 60 tatsächlich ohne Einwirkung des Fahrers vor einem Hindernis zum Stehen kommt. Bei über 30 km/h allerdings greift das City Safety nicht mehr – hier half nur ein Ausweichen vor den Baken. Auch das meisterte der Moderator mit Bravour.