Automobile Kontraste
Größer könnten die Unterschiede bei unseren Probefahrten heute nicht sein: Vom Größten zum Kleinsten auf der AMI. In der einen Ecke des Rings ein echter Boxer – ein löwenstarker Transporter mit hundert PS -, in der anderen Ecke das Fliegengewicht Aixam – mit fünf PS.

Aixam baut Leichtfahrzeuge, automobile Fliegengewichte mit einem gesamten Kampfgewicht von gerade einmal 350 Kilogramm. Daneben stand für uns heute der Peugeot Boxer – allein das zu Demonstrationszwecken im Heck des Probefahr-Transporters geladene Gewicht betrug 400 Kilogramm.
Peugeot Boxer gegen Aixam, das ist wie ein Gipfeltreffen zwischen Ottfried Fischer und Bernhard Hoëcker. Wie ein Kampf zwischen Elefant und Ameise.
Natürlich ist das Gipfeltreffen der beiden Autos ein unfairer Vergleich. Den Aixam kann man mit Führerschein-Klasse S fahren, den Peugeot mit der Pkw-Erlaubnis. Den Aixam gibt es mit maximal 45 km/h, im Boxer ist man ruckzuck bei 100 km/h, ohne es großartig zu merken. Den Aixam umgibt eine Karosserie aus Acrylnitril-Butadien-Styrol, der Peugeot kommt im soliden, wohlgeformten Blechkleid daher.
Groß gegen Klein. Das ist das typische, mittlerweile ruhige, Diesel-Nageln im Peugeot-Transporter gegen ein nahezu unerträgliches Rattern des Motor im Aixam mit 67,5 db bei 30 km/h. Dass der Aixam den lauten Kerl markiert, liegt zum einen an dem verbauten Diesel aus einem Kleinbagger, zum anderen natürlich am fehlenden Dämmmaterial, denn beim Leichtauto wird Gewicht gespart, wo es geht.
Aixam fahren ist ein Erlebnis, für manche Menschen allerdings mehr – die einzige Möglichkeit nämlich, mobil zu bleiben. Und daneben sind sie, abgesehen vom Anschaffungspreis, kostengünstig: Günstiger Versicherungstarif, keine Steuern und drei Liter Verbrauch auf 100 Kilometer – damit kommt der Peugot Boxer gerade einmal 30 Kilometer …