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smart? schlau? wunderbar!

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Heute Morgen schnappten wir uns die zwei zweitkleinsten Probefahrangebote der AMI und drehten eine Runde um das Messegelände. Mit dem iQ fordert Toyota den smarten Stuttgarter heraus und muss sich gefallen lassen, dass man beide vergleicht. Auch wenn man die beiden Autos grundsätzlich eigentlich nicht vergleichen kann, wie ich nach der Probefahrt feststellen muss. Wer kann Intelligenz auch schon mit Smartheit vergleichen?

So gleich die iQ und smart von außen wirken, so ungleich sind die zwei Cityflitzer im Inneren. Auf der einen Seite zwei Sitze, Tip-Tronic, Zweifarboptik und Kart-Feeling. Auf der anderen Seite drei plus ein Sitze, manuelle Schaltung, seriöses Auftreten und das Gefühl, ein “ausgewachsenes” Auto zu fahren.

Die Unterschiede von außen bestehen beim iQ und smart vor allem darin, dass Toyotas Antwort auf den Frühstarter smart “ein A4 Blatt länger” ist, wie es smart auch auf seinem Stand visualisiert. Einmal reingesetzt könnten die Unterschiede dann allerdings nicht dramatischer sein. Der smart versprüht noch immer den Eindruck, ein Spaßmobil zu sein, dies fängt bei der aussergewöhnlichen Form des Armaturenbretts an, wirkt in den eher steifen Sitzen und führt konsequent zum Fahrgefühl. Wer smart fährt, weiß, wie sich Michael Schumacher zu Beginn seiner Karriere im Go Kart gefühlt haben muss. Das ist nicht negativ zu sehen – mit einem smart durch die Innenstadt zu kicken, macht Spaß. Der Zweisitzer, der sich innerhalb des Daimler Konzerns vom Sorgenkind zum Strahlemann entwickelt hat, weil er nur zehn Jahre zu früh auf dem Markt war, ist ein wunderbarer City-Flitzer. Das ältere oder bequemer eingestellte Publikum verprellt der smart allerdings – im wahrsten Sinn des Wortes. Zumindest in Innenstädten wie Leipzig, wo es um die Straßenqualität nicht in jeder Seitenstraße gut bestellt ist. Dort nämlich wandert das harte Fahrwerk mit jeder vertikalen Bewegung durchs Rückgrat.

Anders der iQ. Dort eingestiegen macht sich schnell der Eindruck von “Auto” breit. Wo der smart wirkt wie ein halbstarker Jugendlicher versprüht der iQ den Charme eines im Leben stehenden Berufstätigen. Design-Experimente sucht man im iQ vergebens. Das Mutigste ist, neben einem Startknopf anstelle des Schlüssellochs, der Anschluss für die Modernität iPod – etwas, das in Autos des aktuellen Jahrgangs mittlerweile aber zum Ausstattungsstandard gehört.
Man fällt in bequeme Sitze (die zwei Sitze, die aus dem iQ einen 3+1 Sitzer machen sind weniger bequem, aber eben auch nur als Alibi-Sitze zu sehen), startet einen ruhig laufenden 1 Liter Benziner mit 68 PS (der Probefahrt-Wagen, ein 1.4 Liter Motor mit 100 PS soll im Sommer folgen, daneben gibt es einen 1.2 Liter Diesel) und schaltet sich manuell durch die Stadt.
An Sachen spritzigem Fahren muss sich der iQ vor dem smart nicht verstecken, auch wenn der Stuttgarter aufgrund der Halb- bzw. Vollautomatik beim Ampel-Wettbewerb sicherlich den Startvorteil hat. Dafür fühlt sich das Fahren im iQ einfach erwachsener an. Man hat das Gefühl, ein vollwertiges Auto zu fahren – ebenso könnte man in einem Corsa oder Polo sitzen. Wo man im smart am Lenkrad die Leichtigkeit des Autos merkt, fühlt man dem iQ eine Fülle an.

iQ und smart sind Autos, die sich in der Stadt wohl fühlen. In welchem man sich selbst wohl fühlt, muss man selbst entscheiden. Mag man das Spaßgefühl des smart, oder eher die Erhabenheit des iQ. Insoweit konnten die Namen der beiden Konkurrenten nicht besser gewählt sein. Wer sich entscheiden mag: Beide Autos kann man noch bis Sonntag auf der AMI einmal Probefahren.


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