Elektroautos: Fit für die Zukunft!

Sie gelten als die Alternative zu herkömmlichen Motoren, wenn es um den Stadtverkehr geht: Elektroautos.
Die Vorteil der elektronischen Antriebe sind eindeutig: Weniger mechanische Teile und somit weniger Verschleißteile und Wartungsarbeiten. Keine Schadstoffemissionen beim Auto und keine Geräusche beim fahren, außer ein leichtes surren und der Fahrtwind.
So zeigt Opel auf der AMI erstmals seinen Ampera in Deutschland – und damit die Zukunft des Autos. Des Stadtautos, muss man heute allerdings leider sagen.
Denn zwei Nachteile haben Elektro-Autos bisher: Noch ist nicht final geklärt, wie man ein einheitliches Netz an “Tankstationen” aufbauen will und noch sind die Akkus für ein Fahren über die Stadtgrenzen hinaus zu leistungsarm – was bedeutet, dass man heute ohne den Rückgriff auf zusätzliche Benzinaggregate, kaum über die Stadtgrenzen hinweg kommt.
Für Beides jedoch scheinen nun Lösungen in greifbarer Nähe!
Für den Einzug des Elektroautos in unseren Alltag haben sich jetzt die Autokonzerne Daimler, BMW, Volkswagen, Renault, Nissan, Peugeot und Citroen, Volvo, Ford, Toyota, General Motors mit Chevrolet und Opel, Mitsubishi sowie Fiat zusammen auf einen Standard für die Schnittstellen an ihren Fahrzeugen geeinigt. Ebenfalls bei der Vereinbarung dabei: 20 führende europäische Energieversorger, darunter RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall.
Damit ist sicher, dass Elektroautos alle über die gleichen Schnittstellen verfügen und somit bei Steckern, Zapfsäulen und Anschlussbuchsen identisch sind.
Zwar sind derzeit noch einige Fragen offen, die ersten Schritte sind aber getan, und mit allen wichtigen Unternehmen an Bord kann man davon ausgehen, dass hier ein wichtiger Schritt für den öffentlichen Ausbau von Versorgungsstellen (“Elektro-Zapfsäulen“) und die Serienfertigung von Elektro-Autos getan wird.
Derweil gelang es den Forschern Byoungwoo Kang und Gerbrand Ceder vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) den derzeit wohl größten Schwachpunkt von Elektroautos entscheidend zu verbessern: Den Akku.
Die Akku-Technik ist das bisher einzige Hindernis, wenn es darum geht, Elektroautos auf längere Strecken zu schicken. Selbst der Opel Ampera hat derzeit mit den verbauten Lithium-Ionen-Akkus nur eine eher geringe Reichweite von rund 60 Kilometer. Das reicht für 60% des normalen Individualverkehrs, den man als Autofahrer am Tag fährt. Doch sobald es in den Urlaub oder längere Geschäftsreise geht muss man zwangsläufig auf den im Ampera verbauten Benzin-Motor zurückgreifen, der dann Strom erzeugt.
Die Ergebnisse vom MIT nun machen Hoffnung auf mehr Energie, die Akkus künftig laden können. Und damit höhere Reichweiten.
Mit einem Lithiumphosphat-Überzug sollen Akkus so nicht nur kürzere Ladezeiten (so konnten die Ladezeiten kleiner Akkus von 6 Minuten auf 10 Sekunden gekürzt werden) sondern auch eine höhere Leistungsdichte bei gleicher Speicherkapazität und längerer Lebensdauer des Akku bekommen.
Das klingt nach dem Paradies in den Ohren von Handy-, Laptop- und eben auch Elektroauto-Bauern. Und dazu ist es scheinbar nicht weit weg. Bereits in zwei bis drei Jahren, so hofft man derzeit, soll das Verfahren es zur Serienreife gebracht haben. Pünktlich zur Einführung der ersten Großserien-Elektroautos von Opel und Schwesterfirma Chevrolet.
1. René · 13. März 2009 um 08:23 Uhr
Naja, da fragt sich nur: was passiert, wenn Opel wirklich pleite geht und sich von GM trennt? Dann wird es wohl den Opel Amera nicht geben, denn es ist ja eigentlich ein Chevrolet Volt.
Oder hat da jemand eine Idee, wie sich das dann verhält?
2. Thomas Gigold · 13. März 2009 um 09:59 Uhr
Opel kann sich faktisch nicht von GM trennen … und *wenn* doch, wird GM nicht umhin kommen die Patente, die Opel in den letzten Jahren über GM angemeldet hat dem neuen Unternehmen mitzugeben oder wenigstens Lizenzen darauf.
Ist bei Mercedes und Chrysler übrigens ähnlich – der C300 wird noch immer auf Basis der alten E-Klasse gebaut.
Ich gehe davon aus, dass es den Ampera ebenso geben wird wie den Volt.