Off the road mit der ganzen Familie
Auf dem Freigelände hinter Halle 4 steht er – der wohl schönste und beeindruckendste Off-Road-Parcour, den eine Automesse haben kann. Bereits vom benachbarten Einkaufspark kann man den großen Hügel sehen, über den sich verschiedene 4×4-Offroader und SUVs hangeln. Da wollten wir mit. Meine Frau, unsere neunjährige Tochter und ich.
“Kinder unter 1,50 Metern dürfen leider nicht mitfahren”, verkündete ein Schild gleich am Eingang des Zeltes, in dem wir auf unseren Start warteten. “Kein Problem, sie darf den kleinen Parcours mitfahren. Hyundai und VW haben Kindersitze an Bord”, sagte der Mann, der uns eine Startkarte zum Ausfüllen reichte. Wir entschieden uns für Hyundai, da die Schlange bei VW unendlich schien. “Da warten Sie sicher eine Stunde”, schätzte der freundliche Mann.
Also ran an die Hyundai-Schlange. Vor uns etwa 15 Menschen. Und weiter vorn der Parcours. Ungeduldig sahen wir den Autos zu, die sich langsam über Hügel, Waldwege und die Wippe schoben. In uns machte sich ein Gefühl breit, wie man es an der Warteschlange zu einer Achterbahn hat. Anspannung und Ungeduld hielten sich etwa die Waage. Auf der einen Seite wollte man endlich an der Reihe sein, auf der anderen Seite fragte man sich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, mitfahren zu wollen.
Nach etwa zehn Minuten war es soweit. “Hyundai?” fragte eine Mitarbeiterin, die die Besucher zu den Autos brachte. Mit gemischten Gefühlen stiegen wir ein. Am Steuer: Eine Frau. Sabine. “Ich bin Vorführfahrerin bei Hyundai”, sagte sie und erzählte gleich etwas zu dem Santa Fe, in dem wir uns befanden. Vor dem ersten Hindernis stoppte sie. “So, hier geht es jetzt 70 Prozent Steigung hinauf”, hörten wir Sabine sagen. Dann gab sie Gas und wir stiegen in den Himmel.
Von der Rückbank kam ein lautes “Uuuaaaah!” von Frau und Kind. Das wiederholte sich wenige Sekunden später, als wir bei der Abfahrt fast nach vorn überkippten. Zumindest schien es so. Dann kam ein holpriger Waldweg und ein kleinerer Hügel. Der hatte es aber auch in sich. Denn man sah bei der Abfahrt nicht, wohin mal fuhr. “Hier liegen ein paar Baumstämme. Ich sag’s Euch nur, die sieht man nämlich nicht”, meinte Sabine und lenkte den Santa Fe zielsicher über die Hindernisse. Auf dem Weg zur nächsten Schikane erzählte uns Sabine, dass so ein Tag auf dem Parcours ganz und gar nicht langweilig sei. “Natürlich kennen wir den Kurs auswendig. Aber es macht trotzdem Spaß. Die Leute sind alle nett und sind beeindruckt von uns. Ich glaube, wir kriegen hier die Lorbeeren ab”, lachte sie.
Die Wippe machte Spaß. Langsam fuhr unsere Vorführerin darauf. Immer höher. So lange, bis sich die Wippe langsam neigte, um uns dann rasend schnell abzukippen. Zum Schluss die Steilrampe. Mit zwei “Beinen” kletterte sich der Hyundai daran lang, die rechte Seite blieb im Matsch. “So ganz ungefährlich ist das nicht, man muss schon wissen, wie man hier entlangfährt. Ich weiß es natürlich”, versuchte uns Sabine zu beruhigen.
Wenige Sekunden später war alles vorbei. “Nochmal, ich will nochmal!”, bettelte unsere Tochter. Unser Fazit: Alles halb so schlimm, aber nicht weniger lustig. Unbedingt ausprobieren, egal, wie lange man warten muss!

1. Katja · 13. April 2008 um 22:11 Uhr
Ich bin auch bei Hyundai gefahren, nur leider nicht über den großen Hügel und nur 3 Parcours, war ziemlich schnell zu Ende gewesen. Aber interessant war es allemal.
2. Daniel Große · 14. April 2008 um 09:41 Uhr
Hyundai ist ja generell nur den kleinen Parcours gefahren. Waren aber vier Hindernisse.
3. Die AMI 2009 im Überblick, AMI-Blog.de - Das offizielle Weblog zur AMI/AMITEC 2009 in Leipzig · 22. März 2009 um 13:10 Uhr
[...] diesem Jahr bietet die AMI auf dem Freigelände wieder diverse Dinge zum Mitmachen an. Etwa den Off-Road-Parcours, die Skoda-Team-Challenge oder den [...]