Scharfer Mini
Ein Gastbeitrag von unserer Karen Arnold, Journalistin in Leipzig.
Als Frau wollte ich natürlich ein Auto in meiner Lieblingsfarbe ROT fahren. Die Farbpalette des Mini Cooper allerdings brachte mich ein wenig ins Schwitzen, denn die Namen der Farben allein waren schon einen Hingucker wert. Von Pepper White über Mellow Yellow wurde ich kurz bei Hot Chocolate schwach, blieb dann aber doch “meiner” Farbe treu und setzte mich in den scharfen Chili Red Mini Cooper, der mich ebenfalls mit seinen großen Augen ansah. Vorab mußte ich aber noch mein Alter der Öffentlichkeit preisgeben, da der Fahrer mindestens 30 Jahre alt sein muss.
Und dann ging es auch schon los – allein, ohne Beifahrer. Doch mit der Streckenvorgabe vom Personal konnte ich auf Landstraße und Autobahn den Kleinwagen aus dem Hause BMW auf Tempo und Bequemlichkeit testen. Was natürlich gleich auffällt, dass der Kleine sicherlich keine Familienkutsche ist, dafür aber ein schnittiges Stadtauto mit einigen Vorzügen. Gerade in der Zeit von Spritsparstunde und Umweltschutzdiskussionen bietet das Auto neben dem ohnehin guten Verbrauch von 5,4 Litern ein leicht schaltbares 6-Gang-Schaltgetriebe, um gerade in der Stadt noch mehr Sprit zu sparen. Dabei hilft auch die praktische Auto-Start-Stopp-Funktion: Steht man an der roten Ampel und nimmt den Fuss von den Pedalen, schaltet der Motor ab und wird durch leichten Druck des Schalthebels wieder in Gang gesetzt. Das geht sehr schnell und verzögert die zügige Anfahrt kaum. Mit seinen 120 PS kommt der Kleine schnell auf Tempo und ich hatte das Gefühl, in einem Sportwagen zu sitzen, auch nicht zuletzt durch das lederbezogene Sportlenkrad in meinen Händen. Nur als ich sehen wollte, wie hoch die Geschwindigkeit ist, musste ich etwas schielen. Der riesige Tachometer in der Mitte des Armaturenbretts ist nicht nur vom Anblick her sehr gewöhnungsbedürftig, sondern auch an seiner Position eher unpraktisch. Ebenso an die Schaltknöpfchen u.a. für die Fensterheber in der Mittelkonsole muss man sich erst gewöhnen. Mini halt.
Über die Bequemlichkeit kann ich aufgrund der Zeitbeschränkung von 20 Minuten nicht viel sagen. Bei Bodenunebenheiten habe ich nichts gespürt und von Knarzgeräuschen der Kunststoffinneneinrichtung wie sie von anderen Fahrern beschrieben wurden, habe ich nichts gemerkt. Vielleicht lag das aber auch an der guten Musik, die ich aufgrund der hervorragenden Musikanlage laut genug hören konnte ;o).
Durch die Möglichkeit, verschiedene Sitz- und Lenkradpositionen einzustellen, finden sogar Großgewachsene Platz im Mini, allerdings verschwindet dann der Fußraum für den dahinter liegenden, ohnehin schon beengten Rückbanksitz. Apropos Platz: Der Kofferraum fällt erwartungsgemäß klein aus. Größeres Gepäck muss dann auf die Rückbank.
Fazit: Das Gokart-Feeling bringt jede Menge Fahrspaß für die Stadt oder einfach zum Rumcruisen.
