Super gemacht: Tschüß, Normalbenzin!
Das war ja klar, dass das so kommt. Nachdem Ende November 2007 der Preis für Normal-Benzin an Aral- und danach auch an Konkurrenz-Tankstellen dem des Super-Benzins angeglichen wurde, denkt das Unternehmen nun ganz über eine Abschaffung der 91-Oktan-Flüssgkeit nach. “Schuld” sei der Absatzeinbruch bei Normal-Benzin. Nur noch 14 Prozent statt 25 Prozent mache der Anteil von Otto Normal am Gesamtabsatz aus. Womit die Konzerne erreicht haben dürften, was sie wollten: Normal teurer machen, damit Super mehr gekauft wird. Super gemacht, liebe Multis. Nächste Stufe: Super wird teurer, weils ja mehr nachgefragt wird.
So ganz nebenbei hat der Konzern BP, zu dem Aral gehört, heute auch seinen Gewinn für das vergangene Jahr mitgeteilt. Laut eigenen Angaben habe sich dieser für die Marke Aral verdoppelt. Was aber nicht an höheren Kraftstoffpreisen liege, sondern vielmehr an Verbesserungen der Rentabilität innerhalb eines internen Programms. Natürlich.
Foto: henner_p2/photocase
Sensationell! Spektakulär! Informativ! Der
1. Motorsport · 26. Februar 2008 um 13:14 Uhr
Lieber Autor.
Ist es nicht seltsam, dass Sie hier über ein Branche herziehen, deren Geschäftsfeld direkt und unmittelbar aus dem gespeist wird was Sie/ ihr Unternehmen auf der Ami in Leipzig anpreisen?
Ich persönlch kann BP & Co. auch nichts abgewinne, aber dass was Sie hier machen ist in meinem Empfinden nur Trittbrettfahrerei auf den Unmutsgefühlen der Menschen, wenn Sie dabei gleichzeitig der Autombilindustrie so eine Plattfrom geben. Meine Meinung. Gruß. Ralf Zmölnig
2. Uwe · 29. Februar 2008 um 10:38 Uhr
Ich finde gerade auf den Automessen findet man immer mehr “Green Cars”, welche auf alternativen Antriebstechnologien aufsetzen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die Multis mit dieser Strategie an die Wand fahren. Wäre ich ein Unternehmen wie Aral, würde ich genauso verfahren, geht schliesslich nur noch ein paar Jahre gut, bis die Umsätze in den Keller abfallen… das ist eine logische & wirtschaftliche Konsequenz daraus. Je teurer der Sprit wird, desto eher werden sich neue Technologien am Markt behaupten können. Meine Meinung.
3. Oecar · 29. Februar 2008 um 10:48 Uhr
Der Artikel beschreibt klar das Grundproblem. Die Industriegesellschaft hat sich völlig abhängig vom Öl gemacht. Und die Politik lösst sich kräftig von den Multies schmieren, sei es offen wie unser Ex-Bundesgerd oder verdeckt wie verschiedene Bundestagsabgeordnete mit ihren Beraterverträgen. Dabei wäre die wichtigste Aufgabe der Politik, Deutschland aus dieser Falle zu führen, beispielsweise durch eine deutliche Bevorteilung von regenerativen Energien. Auch für den Transportverkehr gibt es Alternativen! Man (die Politik) müsste nur wollen. Selbst für die Industrie käme auf Dauer eine Umstellung deutlich billiger.
4. Fussball Manager · 26. Juni 2008 um 16:27 Uhr
Der Ölpreis hat sich in einem Jahr verdoppelt, das spricht wohl Bände. Es muss sich was verändern. Zugunsten der Umwelt und auch der Autofahrer. Denn gerade Pendler können sich diesen Luxus “Autofahren” fast nicht mehr leisten. Mich plagt schon jedes Mal das schlechte Gewissen wenn ich ins Auto einsteige. Alternativenergien müssen also schleunigst her. Ich bin gespannt welcher Konzern hier als erstes ein Marktreifes Produkt auf den Markt bringen und sich so etablieren kann. Ist bestimmt ein lukratives Geschäft.
5. Tennis Manager · 9. Juli 2008 um 17:48 Uhr
Ich hoffe die Regierung lässt sich bald etwas einfallen, denn so können sich Normalos diesen Sprit nicht mehr leisten. Aber wie wenn Sprit im Moment das einzige Problem wäre, bei einer Inflationsrate von über 4 % und den enormen Lebensmittelpreisanstieg ist das wohl eher unser geringstes Problem. Das Leben wird immer teurer und die Gehälter steigen nicht mit. So werden wir auch im europäischen Raum bald wieder in Armut leben.
6. Ulrike · 12. September 2008 um 00:06 Uhr
Eine Robin-Hood-Steuer nach italienischem Vorbild würde ich für sehr sinnvoll halten. Die Mineralölunternehmen, die zur Zeit gross im Geschäft sind, müssen eine Steuer bezahlen, die den Armen zu gute kommt - frei nach Robin Hoods Vorsatz: Den Reichen nehmen, den Armen geben. Ob sowas in Deutschland realisierbar ist ist aber wohl fragwürdig…
7. Angelina Jolie · 25. Oktober 2008 um 19:27 Uhr
Die Wirtschaftskrise hat uns ja jetzt wieder angenehmere Benzinpreise verschafft*freu*.
Ich selbst fahre Super und bin im Moment natürlich hoch zufrieden damit^^