Klimawandel stoppen: helle Dächer für Deutschland!
Da versuchen sich auf der AMI die Automobilbauer gegenseitig zu übertrumpfen bzw. zu unterbieten, was CO2-Ausstoß und Spritverbrauch ihrer Top-Modelle angeht und dann ist alles so einfach: was Deutschland und die Welt braucht, sind helle Dächer. Sagt der Wetterdienst Donnerwetter.de
“Viele Konzepte wie zum Beispiel der Austausch von Glühbirnen durch Energiesparlampen oder Filtersysteme für PKW würden nur eine sehr geringe Reduktion im Verhältnis zum gesamten CO2-Ausstoß ausmachen. Und für diese minimalen Effekte würden wir eine enorme Schädigung unserer Wirtschaft riskieren!”
Dass nun alle Dachziegel von dunkelrot oder anthrazit auf weiß umgerüstet werden müssen, erscheint auf den ersten Blick unlogisch, hätte aber seine Gründe:
“Dunkle Flächen nehmen größere Energieanteile auf als helle Flächen. Würde man in Deutschland sämtliche dunklen Dächer durch helle ersetzen, würden gigantische Mengen solarer Strahlung in den Weltraum zurück geworfen�, erklärt Klein. Die Donnerwetter.de-Meteorologen haben errechnet, dass in Deutschland ca. 2,56 Milliarden Quadratmeter Wohnfläche überdacht sind. “Bei einem Austausch eines schwarzen Daches durch ein weißes erhöht sich die Reflektion um 80 Prozent. Rein rechnerisch ließen sich so in Deutschland pro Jahr 2000 Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie wieder ins All zurück schicken. Das würde bis zu 20 Prozent der CO2-Treibhauswirkung kompensieren.”
Na wenn das keine guten Neuigkeiten für die Autobauer sind…
Aber natürlich wissen die Bonner auch, dass man allein durch helle Hausdächer den Klimawandel nicht stoppen kann. Wie so oft macht es die Mischung bzw. die Kombinierung mehrerer Faktoren. Aber im Vergleich zu anderen Vorhaben sei die Umgestaltung der Dächer kostengünstiger und wesentlich effektiver. So könnte Zeit gewonnen werden, bis sich die Anstrengungen auswirken, den CO2-Ausstoß zu senken.